Walentina Wladimirowna Tereschkowa: Die erste Frau im All!

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Mit gerade einmal 26 Jahren flog die am 6. März 1937 geborene sowjetische Kosmonautin Walentina Wladimirowna Tereschkowa am 16. Juni 1963 als erste Frau in der Geschichte ins Weltall. Dabei war sie ganze drei Tage lang auf sich allein gestellt, denn ihrem Flug wohnten keine weiteren Begleiter bei.

Mit Fleiß zum Traum

Geboren wurde sie unter ärmlichen Bedingungen. Ihr Vater, ein Traktorist, war bereits im Zweiten Weltkrieg gefallen. Als Jugendliche verdiente sie ihr erstes Geld mit Tätigkeiten in verschiedenen Industriezweigen. 1960 erhielt sie ihr Technikdiplom, da sie sich neben der Arbeit in einem Spinnerei-Kombinat in der Abendschule zur Technikerin weiterbildete.

Inspiration und erste Schritte

Juri Gagarin, der erste Mensch im Weltall, galt für sie als große Inspiration und Impulsgeber, sich selbst als Kosmonautin zu bewerben, woraufhin sie ihre Aufnahmeprüfung 1962 erfolgreich ablegte und ihre Ausbildung begann.

Durch Zufall zur Wegbereiterin

Es ist dem damaligen Regierungschef Nikita Chrustschow zu verdanken, dass Walentina Tereschkowa nur ein Jahr nach Beendigung ihrer Ausbildung zur Kosmonautin als erste Frau der Welt ins All geschickt wurde. Es wurde nach einer einfachen Arbeiterin gesucht, die dann aus tausenden Bewerberinnen ausgelost wurde. Dies sollte den Eindruck vermitteln, dass im Sozialismus jeder Person, egal welcher Herkunft, alle Wege offenstehen – anders als in den USA, mit denen sich die Sowjetunion im Zuge des Kalten Krieges im stetigen Wettrüsten befand.

Ein Traum wird Realität

Tereschkowas Faible nach Höherem entwickelte sich bereits Mitte der 50er Jahre: 1955 begann sie mit dem Fallschirmspringen. In einem Interview sagte sie “Ich habe schon als Kind von einer Reise zu den Sternen geträumt. Zur Not wäre ich auf einem Besen hingeflogen.“

Vorbild für Frauen weltweit

In den drei Tagen, die sie im All verbrachte, umkreiste Tereschkowa die Erde unglaubliche 49 Mal. Ihr Funkname lautete Tschaika, was auf Deutsch Möwe heißt. Wieder angekommen auf der Erde, wurde sie als Star gefeiert. Auch eröffnete sie allen Frauen der Sowjetunion und darüber hinaus neue Perspektiven und war die Impulsgeberin für viele Frauen, die sich in technischen Berufen etablieren wollten.

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