by Janina Martig

Das sollte bei einem Stau beachtet werden

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Die Feriensaison hat begonnen und viele Menschen fahren nun ab sofort in ihren wohlverdienten Urlaub. Allerdings drohen dadurch auch gleichzeitig überfüllte Autobahnen, endlos wirkende Staus und lange Wartezeiten. Ein Stau entsteht, wenn ein hohes Verkehrsaufkommen, ein Unfall oder eine Baustelle auftreten. Da die einzelnen Fahrer in unterschiedlichem Maße abbremsen, kommt es zu unregelmäßigen Verzögerungen und der Verkehrsfluss beginnt zu stocken. Wer also sicher und stressfrei an sein Ziel kommen möchte, sollte die folgenden Tipps beachten.

Rettungsgasse bilden

Wenn ein Stau entsteht, sind alle Fahrer verpflichtet, eine Rettungsgasse für eventuell durchfahrende Notfallwagen zu bilden. Was viele nicht wissen: Eine Rettungsgasse darf nicht erst dann gebildet werden, wenn sich das Einsatzfahrzeug bereits von hinten annähert. Sie muss bereits entstehen, wenn der Verkehr zu stocken beginnt.

Dafür müssen Fahrzeuge auf dem linken Fahrstreifen so weit wie möglich nach links ausweichen. Alle Fahrzeuge auf den übrigen Fahrstreifen müssen sich rechts halten. Die Anzahl der Fahrstreifen ist dabei unwichtig. Sollte sich ein Fahrer nicht an die gesetzliche Vorschrift halten, droht ein Bußgeld zwischen 200 und 320 Euro sowie 2 Punkte.

Gut zu wissen: Grundsätzlich dürfen LKW-Fahrer laut Gesetz bei Staus die mittlere Fahrspur benutzen. Jedoch ist es ratsam, bei einem Stau mit dem LKW auf die rechte Spur auszuweichen, um eine zu enge Rettungsgasse zu vermeiden.

Standstreifen freihalten

Auch wenn der Stau immer größer wird: Niemand darf auf der Standspur halten, parken oder sogar fahren. Wer dies missachtet, riskiert ein Bußgeld bis zu 75€ und einen Punkt. Eine Ausnahme gilt, wenn Verkehrszeichen die Nutzung des Standstreifens erlauben.

Neben der Strafe warten auch zahlreiche Gefahren auf die Benutzung der Standspur: Das plötzliche Öffnen von Türen oder Wagen, die ausscheren oder abbiegen wollen. Es ist somit auch sicherer, auf den üblichen Fahrstreifen zu fahren.

Blinker einschalten

Wer sich am Stauende befindet, sollte den Blinker einschalten, um dem nachfolgenden Verkehr ein Signal zu geben und eventuelle Auffahrunfälle zu vermeiden. Wer die Lichtzeichen nicht verwendet, kann bei einem Unfall zu 25 Prozent des Schadens haftbar gemacht werden.

Nicht aussteigen

Laut der Straßenverkehrsordnung ist es im Stau verboten, auf der Autobahn das Fahrzeug zu verlassen. Dies wird lediglich beim Absichern der Fahrbahn bei einem Unfall erlaubt. Hier muss bei einem Verstoß ein Verwarnungsgeld in Höhe von 10€ gezahlt werden.

Wenn der Verkehr allerdings bei einer Vollsperrung für eine lange Zeit stocken bleibt, ist es möglich, sich für eine kurze Zeit die Beine zu vertreten. Dabei dürfen Rettungskräfte natürlich nicht behindert und sich auch nicht vom Fahrzeug zu weit wegbewegt werden.

Bild: Fotolia © Tom Heitz

Steinschlag des Hintermanns – wer haftet?

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Ein bekanntes Szenario unter vielen Berufskraftfahrern: Scheinbar aus dem Nichts meldet sich ein erboster PKW-Fahrer, der mit seinem Fahrzeug hinter dem LKW unterwegs war. Grund ist ein angeblich vom Laster verursachten Steinschlag. Das Ärgernis auf der Windschutzscheibe zählt zu den häufigsten Ursachen für Glasschäden am Auto. Aber wer zahlt im Schadensfall?

Urteil aus Heidelberg

Seit 2011 muss der vorausfahrende LKW-Fahrer dafür haften. Das entschied das Landgericht Heidelberg, nachdem zuvor ein Amtsgericht den Anspruch der Klägerin verneint hatte. Basis für die Entscheidung war unter anderem das Vorhandensein einer glaubwürdigen Zeugin in der Tochter der Geschädigten, sodass keine begründeten Zweifel am LKW als Verursacher bestanden. Die Nachweispflicht liegt weiterhin beim Geschädigten – ist der Kausalzusammenhang aber bestätigt, muss der LKW die für einen Haftungsausschluss relevanten Fragen klären. Dabei geht es vornehmlich darum, ob der Stein von einer unzureichend gesicherten Ladefläche herabgefallen ist oder nur von den Rädern aufgewirbelt wurde.

Steinschlag durch aufgewirbelte Steine

Kommt es zum Steinschlag wegen aufgewirbelter Steine, muss meist der Geschädigte selbst – beziehungsweise seine Versicherung – für die Reparatur aufkommen. Ein durch Reifen aufgewirbelter Stein gilt als unabwendbares Ereignis und ist damit nicht die Schuld des LKW-Fahrers. Ausnahmen gibt es bei unangemessenem Verhalten auf Geröllstraßen oder Straßen, die wegen einer Baustelle vermehrt mit Kiesel oder Schotter bedeckt sind. Wer hier zu schnell fährt oder überholt, kann für den Schaden des nachfolgenden Fahrzeugs haftbar gemacht werden.

Steinschlag durch verlorene Ladung

Jeder LKW-Fahrer ist verpflichtet, seine Ladung ordnungsgemäß zu sichern und somit dafür zu sorgen, dass bei der Fahrt nichts herunterfällt. Wird der Steinschlag also durch einen von der Ladefläche herabfallenden Stein ausgelöst, haftet die Versicherung des LKW-Fahrers. Besonders für Kies- und Erdtransporte ist das von Bedeutung. Entsteht nachweislich ein Schaden durch verlorene Ladung, ist die Haftpflichtversicherung des LKWs uneingeschränkt eintrittspflichtig.

Beweispflicht liegt beim Geschädigten

Selbst, wenn ein Anspruch vorliegt, muss derjenige, der Forderungen gelten machen möchte, die Schuld des LKWs erst einmal nachweisen.
Generell wird hier im Sinne des Geschädigten entschieden, wenn nachgewiesen werden kann, dass ein Schaden durch herabfallende Ladung des vorausfahrenden LKWs plausibel ist. Dafür muss beispielsweise der Abstand stimmen. In einem Urteil des Landgerichts Coburg von 2015 wurde zugunsten des LKW-Fahrers entschieden. Der Grund: Ein erst zwei Wochen nach dem Vorfall erstelltes Gutachten sowie alte und neue Schäden am Kraftfahrzeug, die Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Klägers hervorriefen.

Versicherung und Eigenbeteiligung

Verursacht man durch eigenes Verschulden einen Steinschlag in der Frontscheibe des Hintermanns – etwa durch unzureichend gesicherte Ladung oder erhöhte Geschwindigkeit auf einer Schotterstraße – zahlt die Haftpflichtversicherung. Bei einem Steinschlag auf der eigenen Scheibe hingegen übernehmen lediglich Teilkasko und Vollkasko die Reparatur. KFZ-Fahrer, die nur eine Haftpflicht haben – 2017 waren das immerhin rund 15,9 Millionen Vertragsnehmer – werden also umso motivierter sein, den entstandenen Schaden einzufordern.
Wer sicher gehen möchte, der holt sich aus diesem Grund in jedem Fall schon mal im Vorfeld eine Rechtsschutzversicherung. So hat man bei ungerechtfertigten oder strittigen Forderungen gleich Unterstützung.

Wie kann man Reifenplatzer vorbeugen?

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Gerade bei anhaltenden Sommertemperaturen steigt das Risiko eines Reifenplatzers, insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten und schlecht gewarteten Reifen. Dazu äußert sich ADAC Geschäftsführer Christoph Walter: „Extreme Hitze in Kombination mit zu niedrigem Luftdruck ist eine der häufigsten und meist unterschätzten Ursachen für Reifenschäden.“ Bei Temperaturen über 30 Grad Celsius kann die Asphalttemperatur schnell auf 40 bis 60 Grad Celsius ansteigen. Somit werden die Reifen weicher, überhitzen und können sogar Feuer fangen. Daher gilt, gerade in der warmen Sommerzeit, einige Tipps zu beachten.

Reifendruck überprüfen

Bei heißen Temperaturen sollte unbedingt der Druck des kalten Reifens regelmäßig kontrolliert werden. Wenn der Druck zu niedrig ist, hat der Reifen mehr Auflagefläche, weshalb dieser sich bei höheren Geschwindigkeiten durch die Reibung mit der Straße schneller erhitzt. Dabei können Reifentemperaturen von bis zu 100 Grad Celsius entstehen. Somit ist es nicht verwunderlich, wenn sich dann einzelne Teile des Reifens ablösen.

Reifen auf Beschädigungen untersuchen

Nur ein kleiner Stoß gegen die Bordsteinkante und schon kann die Oberfläche des Reifens durch Beulen oder Risse beschädigt werden. Auch Nägel, kleinere Steine oder andere Gegenstände können den Reifen abnutzen. Daher sollte neben einer ständigen Kontrolle des Drucks auch der Reifen auf Demolierungen geprüft werden, denn das kleinste Loch kann schon zu einem langsamen Abfall des Reifendrucks führen, wodurch sich das Risiko für Reifenplatzer erhöht.

Auf Sommerreifen umstellen

Faule aufgepasst: Im Sommer sollte definitiv nicht mit Winterreifen gefahren werden. Winterreifen sind aus einer weicheren Gummimischung zusammengesetzt, weshalb diese die Hitze nicht gut vertragen. Sommerreifen sind hingegen härter und gegen warme Temperaturen robuster.

Richtig reagieren

Sollte es doch unverhofft zu einem Reifenplatzer kommen, ist die richtige Handlung erforderlich. Oftmals kann man einen beinah platzenden Reifen an ungewöhnlichen Vibrationen und Geräuschen erkennen. Dann sollte man umgehend die Straße verlassen, auf einem Seitenstreifen halten und den Reifen untersuchen.

Platzt der Reifen während der Fahrt, sind ein lauter und explosionsartiger Knall sowie eine hohe Rauchbildung typisch. Hier ist es wichtig, die Ruhe zu bewahren und das Lenkrad gerade festzuhalten, um die Spur zu halten. Keinesfalls sollte ruckartig gebremst werden. Anstatt dessen dosiert zwischenbremsen und das Fahrzeug ausrollen lassen.

Tipps bei Hitze für LKW-Fahrer

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Ab sofort klettern die Temperaturen im Thermometer immer höher und wir können uns über Sonne und gutes Wetter freuen. Wer sich nun allerdings die kommenden Tage auf der Autobahn befindet und in den Pausen in der prallen Sonne parken muss, sollte einige Dinge beachten, denn das heiße Wetter bringt nicht nur Positives mit sich: Mit hohen Temperaturen steigt gleichzeitig auch das Unfallrisiko. Während der Unfall-Anteil an Tagen unter 15 Grad Celsius bei 47 Prozent liegt, steigt dieser auf 63 Prozent an Tagen über 25 Grad Celsius an. Demnach ereignet sich jeder siebte schwere Unfall bei heißem Wetter. Um dies vorzubeugen, sollten diverse Tipps befolgt werden.

Ausreichend viel Trinken

Um der nachlassenden Konzentration während des Fahrens bei heißem Wetter entgegenzuwirken, ist es wichtig, ausreichend viel zu trinken. Bis zu drei Liter Flüssigkeit sollten dabei zu sich genommen werden. Geeignet sind vor allem Wasser, Tee oder Saftschorle. Diese sollten ungezuckert und auf Zimmertemperatur gehalten werden, denn das zusätzliche Herunterkühlen kalter Getränke stresst den Magen. Außerdem können durch den Temperaturausgleich Schweißausbrüche entstehen.

Des Weiteren ist es unumgänglich, auf die regelmäßige Einnahme von fruchtsäurehaltigen Produkten zu achten, um die durch das Schwitzen verlorenen Mineralstoffe wiederzugewinnen. Eine verlängerte Pause sollte umgehend genommen werden, wenn sich Kopfschmerzen oder Schwindelanfälle bemerkbar machen. Auch lieber auf schwere Kost und größere Mengen Kaffee verzichten.

Die richtige Temperatur im Fahrzeug

Auch bei der Einstellung der Klimaanlage müssen grundlegende Punkte berücksichtigt werden. Beispielsweise darf die Innentemperatur maximal sechs Grad kälter als die Außentemperatur sein, denn sonst können schnell Kreislaufbeschwerden oder sogar Erkältungen auftreten. Dabei eignen sich Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad Celsius am besten. Zudem darf die Luft der Klimaanlage nicht direkt auf den Körper gerichtet sein, denn sonst können Verspannungen in den Muskeln auftreten.

Im Schatten parken

Gerade während des Parkens müssen Aufenthalte in der Sonne vermieden werden. Folglich können Konzentrationsstörungen oder Kopfschmerzen entstehen. Wenn Benommenheit und Übelkeit hinzukommen, sollte umgehend ein schattiger Platz aufgesucht werden, denn das sind mögliche Anzeichen für einen Hitzeschlag. Im höchsten Notfall muss sogar ein Arzt aufgesucht werden. Auf der Autobahn kann dann auch die Notrufsäule betätigt werden.

Darüber hinaus erhitzen sich die Oberflächen im Innenraum des Fahrzeuges auf bis zu 60 Grad Celsius, im schlimmsten Fall können sich sogar Hautverbrennungen zugezogen werden. Zur Prävention die Windschutzscheibe während des Parkens einfach abdecken.

Bild: Fotolia © Milos Muller

Polizei fordert: Schaulustige sollen höher bestraft werden

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Gaffer fallen bei fast jeder Unfallstelle negativ auf. Im besten Fall sind die Schaulustigen lediglich ein geschmackloses Ärgernis – oft behindern die neugierigen Beisteher aber auch den Verkehrsfluss und die Rettungsarbeiten. Dann werden die Schaulustigen zur echten Gefahrenquelle. Das gilt nicht nur für diejenigen, die das Fahrzeug verlassen, um den Unfall zu begutachten – schon das typische Abbremsen im Vorbeifahren führt zum Stau und stellt selbst ein Unfallrisiko dar. Mit der Verbreitung von Smartphones hat sich die Situation weiter verschlimmert. Nicht nur leiden Helfer und Opfer darunter, gegen ihr Einverständnis gefilmt und fotografiert zu werden – auch bietet die Möglichkeit zum Filmen einen zusätzlichen Anreiz. Fotos und Videos dienen dem Privatgebrauch oder werden in sozialen Medien verbreitet.

Strafkatalog soll ausgeweitet werden

Die Deutsche Polizeigewerkschaft forderte jetzt ein härteres Vorgehen: Smartphones, mit denen Aufnahmen gemacht werden, sollen konfisziert werden. Auch beim Schutz der Persönlichkeitsrechte von Verstorbenen sieht der Polizeipräsident Besserungsbedarf: Nach Paragraf 201a des Strafgesetzbuches steht derzeit zwar das Filmen von lebenden Unfallopfern unter Strafe, nicht aber das von Toten. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde eigentlich bereits im letzten Jahr in den Bundesrat eingebracht – bisher aber nicht in die Tat umgesetzt. Auslöser für die erneute Forderung war ein dramatischer Unfall auf der A6 Ende Mai. Ein LKW-Fahrer kam ums Leben, ein aufgebrachter Polizist forderte Schaulustige sarkastisch auf, den Unfalltoten näher zu betrachten.

Für Gaffen drohen bereits hohe Strafen

Gaffen zählt als Ordnungswidrigkeit und wird mit Geld- und im Extremfall mit Freiheitsstrafen belegt: Es droht ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro, das Anfertigen von Fotos und Filme gilt als Straftat, die mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden kann. Auch bei unterlassener Hilfeleistung drohen bis zu einem Jahr Haft. Dennoch landen Fälle, in denen Schaulustige Rettungsarbeiten hindern, immer wieder in den Schlagzeilen.

Es fehlt an Respekt und Gefahrenbewusstsein

An zu geringem Strafmaß liegt es also wohl eher nicht. Die Angst, belangt zu werden, scheint gering. Immerhin sind Polizei und Rettungskräfte meist mehr mit der Sicherung der Unfallstelle und der Versorgung von Verletzten beschäftigt, als mit der Aufnahme von Personalien. Auch fehlt der Respekt vor Opfern und Einsatzkräften – das zeigt sich zum Beispiel auch die immer wieder ungenügend gebildeten oder sogar von unbefugten genutzten Rettungsgassen. Immer wieder wird außerdem von Sanitätern berichtet, die angepöbelt oder angegriffen wurden, etwa, weil sie gezwungen waren, beim Rettungseinsatz ein anderes Fahrzeug zuzuparken.

Direktere Konsequenzen vielversprechend

Gegen eine Verschärfung von gegebenen Strafen spricht dennoch erstmal nichts. Direktere Konsequenzen – zum Beispiel, Smartphones zu konfiszieren – könnten tatsächlich eine effektivere Wirkung haben als die selten eingesetzten Freiheitsstrafen. Auch über Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot für Schaulustige sollte diskutiert werden. Schließlich stellen Gaffer nicht nur eine Belastung für die Opfer, sondern auch eine Verkehrsgefährdung dar.

Wie Trucker Rückenschmerzen vorbeugen können

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Gerade der Beruf eines LKW-Fahrers ist mit einem erhöhten Risiko für schwere Rückenschmerzen und Bandscheibenvorfälle anfällig. Dabei gibt es keine einzelne Ursache, sondern viele unterschiedliche Aspekte, die ineinandergreifen. Zu den hauptsächlichen Gründen zählen jedoch eine permanente einseitige Haltung beim Sitzen sowie die großen Belastungen beim Be- und Entladen von Gütern. Auch der stetige Stress, den Zeitplan einzuhalten, sowie die Vibrationen der Straßen führen zu Muskelverspannungen. Der Bewegungsmangel trägt ebenso der Entstehung des Übergewichts bei.

Ungefähr zwei Drittel der Trucker schlafen etwa vier bis fünf Mal in Ihrem Arbeitsplatz – dem LKW. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass jeder zweite Fahrer unter ständigen Rückenschmerzen leidet. Der erste Schritt der Heilung ist hingegen, das Problem zu erkennen und danach zielgerichtet zu handeln.

Der richtige LKW-Sitz

Die Lösung gegen Rückenschmerzen während des Fahrens kann die Anschaffung eines hochwertigeren Sitzes sein. Dabei sollte vor allem auf die Funktion der individuellen Einstellungsmöglichkeit geachtet werden. Somit kann sich die Rückenlehne den unterschiedlichen Bedürfnissen anpassen.

Auch ist die Wahl eines orthopädischen Sitzkissens eine gute Möglichkeit, um die Wirbelsäule zu entlasten. Durch die ergonomische Form können die Beschwerden gelindert und weiter auftretende Symptome vorgebeugt werden. Das Gewicht kann sich daher besser verteilen und der Druck wird verringert. Mithilfe des Kissens nimmt die Wirbelsäule eine schonende und aufrechte Position ein, wodurch die Brust- und Lendenwirbel gestreckt werden.

Pausen und Stau nutzen

Die erforderlichen Standzeiten lassen sich optimal für Spaziergänge oder Dehnübungen nutzen. Vor allem LKW-Fahrer bewegen sich während des Fahrens viel zu selten und nehmen für mehrere Stunden am Stück die gleiche Position ein. Kleine Übungen können dagegen Abhilfe schaffen. Dabei muss man sich jedoch nicht wie ein Profi dehnen. Auch das regelmäßige Treppensteigen oder Füßestrecken hält den Körper fit. Zudem sollten Speisen und Getränke am Rasthof im Stehen eingenommen werden. Das gleiche gilt im Stau: Die kurzen Pausen am besten für das Arme-, Schulter- und Füße-Kreisen nutzen, um Muskelverspannungen zu lösen.

Den Rücken warmhalten

Wärme tut dem Rücken bekanntlich gut und wird von Vielen gerade in dieser Körperregion als sehr angenehm empfunden. Eine kalte Muskulatur verkrampft sich öfter und verursacht somit schneller Rückenschmerzen. Durch die Wärme können sich die Muskeln wieder entspannen. Ein Wärmepflaster, eine Wärmesalbe oder Wärmflasche reichen meist schon für die benötigte Erholung aus.

1900 Kilometer Reichweite mit neuem Elektro-LKW von Nikola Motors

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Das 2014 gegründete US-Start-Up Nikola Motors, das mit der Erstellung von innovativen Elektro-Fahrzeugkonzepten bereits für viel für Aufmerksamkeit sorgte, hat im Rahmen eines Kunden-Events vier neue Modelle vorgestellt: Zwei Brennstoffzellen-LKW, einen Jet-Ski und einen Geländewagen.

Ziel ist es laut Gründer Trevor Milton, eine Zukunft ohne Emissionen zu schaffen: „Wir wollen alles in der Transportbranche umwandeln. Mit der Vision von Nikola wird die Welt sauberer, sicherer und gesünder sein.“

Innovative Trucks mit hoher Reichweite

Für den nordamerikanischen Markt präsentierte Milton den Nikola Two, der zusammen mit dem Nikola One 2020 ausgeliefert werden soll. Beide Fahrzeuge sind mit einem 735 kW starken Elektroantrieb sowie einer 320 kWh großen Batterie ausgestattet. Mithilfe des Wasserstofftanks ist eine Reichweite von bis zu 1900 Kilometern möglich. Nach eigenen Aussagen liegen bereits über 13.000 Vorbestellungen beider Modelle vor.

Ab 2022 erscheint für den europäischen Markt der Nikola Tre. Der Truck, der eine Reichweite von bis zu 1200 Kilometern erreicht, wird in Europa gefertigt. Die ersten Tests werden voraussichtlich in Norwegen durchgeführt.

Kooperation mit Bosch bringt bahnbrechende Neuerungen

Nikola Motors setzt bei der Technologie für seine Wasserstoff-LKWs auf das deutsche Unternehmen Bosch. Dank eines Ingenieurteams, das auf die Standorte Deutschland und USA verteilt ist, konnte die Vision nach 220.000 Stunden Entwicklungs-Zeit umgesetzt werden. Dazu äußert sich auch der Vizepräsident Boschs, Jason Roycht: „Durch die enge Zusammenarbeit haben Bosch und Nikola voneinander gelernt und sich gegenseitig angespornt. Der Nikola Two ist nicht nur eine einfache Weiterentwicklung des Schwerlasters von heute. Er ist revolutionär.“

Nikola Motors und Bosch haben in ihrer Kooperation den Antrieb sowie das Fahrgestell, in dem dieser integriert ist, gemeinsam entwickelt. Zudem war Bosch auch an der Kreation der weltweit ersten elektrifizierten Achse für Nutzfahrzeuge mit Doppelantrieb beteiligt. Somit vereint die Achse Motor, Getriebe und Antriebselektronik in einem Gehäuse.

Weitere Tools sind unter anderem das zentrale Steuergerät Vehicle Control Unit (VCU), das Echtzeit-Monitoring, Over-the-Air-Updates und das Betreiben der Fahrzeuge ohne Ausfallzeiten ermöglicht. Auf Außenspiegel wird beim Nikola-Fahrzeug komplett verzichtet. Mithilfe eines Mirror Cam Systems und Videosensoren, die an der äußeren Fahrzeugkabine angebracht sind, ist die Sicherheit während des Fahrens enorm erhöht. Auch wird der Luftwiderstand durch die fehlenden Außenspiegel reduziert, wodurch deutliche aerodynamische Vorteile entstehen. Ein Perfectly Keyless System erlaubt zudem die Öffnung des Fahrzeugs via Smartphone-App.

Foto: Nikola Two © Nikola Motors

LKW-Pannen durch Navigationsgeräte sind vermeidbar

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Ein Navigationsgerät ist nicht unfehlbar. Nicht selten müssen auch LKW-Fahrer erleben, dass diese beliebten Instrumente sie keineswegs zu dem Ziel führen, das sie anvisieren. Das Problem: Die Fahrer verlassen sich oft blind auf die Stimme aus dem Cockpit.

Daher kommt es nicht selten vor, dass die kuriosesten Unfälle passieren. So mussten schon LKW mithilfe von Kränen geborgen werden, weil sie sich in einer Sackgasse festgefahren hatten. Oder auf einem Abhang steckengeblieben waren, eine Böschung hinabrutschten oder auf einer viel zu schmalen Landstraße oder im Graben stecken blieben. Ohne das uneingeschränkte Vertrauen in ein Navigationssystem undenkbar – doch folgen viele LKW-Fahrer beharrlich dessen Anweisungen.

Zeitmangel und Vertrauen in moderne Technik

Das Problem, das viele LKW-Fahrer haben, fängt jedoch schon vor den Irrfahrten aufgrund fehlgeleiteter Navigationsgeräte an: Ihre vorgegebenen Touren müssen in einem strikten Zeitplan erledigt sein. Das bedeutet, dass mitunter wenig Zeit bleibt, um sich eine Route detailliert anzusehen, bevor man losfährt. Zudem vertrauen die LKW-Fahrer auf die meist zuverlässigen Navigationsgeräte – nicht zuletzt, weil sich viele schon mehr oder weniger gut in dem Gebiet, wo sie unterwegs sind. Das bedeutet, dass ihnen vieles bekannt vorkommt und sie nicht sofort stutzig werden, wenn das Navigationsgerät sie auf eine falsche Route schickt.

Vielfach jedoch “kennen” Navigationsgeräte nicht die neuesten Veränderungen, die durch Baustellen oder Umleitungen entstanden sind. Diese muss der Fahrer dann selbst bewältigen, was zu Verzögerungen und Umwegen führen kann. Daher sollte stets eine passende Landkarte bereit liegen, um sich bestmöglich orientieren zu können.

Was tun gegen fehlbare Navigationsgeräte?

Auch wenn es zusätzlich Arbeit macht und den Eindruck erweckt, als wäre man im vergangenen Jahrhundert stehen geblieben: Aber Karten aus Papier, in denen sich die Fahrer die komplette Route und die entscheidenden Abbiegungen markieren können, sind Gold wert. Möchte man sich doch lieber auf modernere Techniken verlassen, kann man sich die vom Navigationsgerät berechnete Route auch detailliert anzeigen lassen, bevor man losfährt. Auch bei dieser Variante sollten die entscheidenden Eckpunkte verinnerlicht werden, damit man grob Bescheid weiß. Erkennt man bei der Fahrt dann, dass die Strecke eine andere oder unangenehm zu fahren ist, bemerkt man es schnell und kann den Kurs zeitig korrigieren.

Volvo bringt Elektro-LKW auf die Straßen

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Der Volvo FE wird in Hamburg eingesetzt (Foto: © Volvo)

Volvo gehört zu den Pionieren in Sachen Elektromobilität. Das stellt der schwedische Konzern derzeit in einem gigantischen Feldversuch mit Elektro-LKW im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien unter Beweis.

Volvo: Smarte Elektro-LKW im Praxis-Test

Seit Anfang 2019 rollen elektrisch betriebene Trucks von Volvo über die Straßen Kaliforniens. Insgesamt 23 Demo-Trucks kommen in einem groß angelegten Feldversuch beim Logistikdienstleister NFI Industries zum Einsatz. Die schweren Brummis sind zugelassen für 15 Tonnen. Der US-amerikanischen Klassifizierung entsprechend gehören die „Heavy Duty Vehicles“ daher zur Klasse 8.

Laut NFI können durch den Einsatz der Elektro-LKW 3,5 Tonnen Luftschadstoffe und 3.020 Tonnen Treibhausgase pro Jahr eingespart werden. Außerdem sind sie mit Smart Technologies ausgestattet, die ihre Effizienz erhöhen sollen. Mittels „Remote Diagnostics“ beispielsweise werden Störungen an der Bordtechnologie über das Internet fern-diagnostiziert und, wenn möglich, auch gleich behoben. Der Vorteil: Der LKW muss wegen eines kleineren Schadens nicht in die Werkstatt.

Milliarden-Investition in Elektromobilität

Das Feldversuch-Projekt Volvo LIGHTS (Low Impact Green Heavy Transport Solutions) wird in Zusammenarbeit mit 16 Branchen-Spezialisten umgesetzt. Es ist Teil einer öffentlich-privaten Partnerschaft zwischen Volvo und South Coast Air Quality Management District (SCAQMD). Letzterer ist für die Reduktion von Emissionen in Südkalifornien zuständig. Das Projekt wird subventioniert: Es erhält 44,8 Millionen US-Dollar aus dem Emissionsrechtehandel.

Wenn der Praxistest erfolgreich ist, wird Volvos nächster Schritt nicht lange auf sich warten lassen. Der Verkauf von Elektro-LKW soll in den USA bereits Anfang 2020 beginnen. „Das ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung unserer Vision von Nullemission. Wir sind überzeugt, dass der Elektro-LKW-Verkehr ein wichtiger Impulsgeber für nachhaltige Transportprozesse sein wird“, sagte Claes Nilsson, der Präsident von Volvo Trucks anlässlich der Präsentation des Projekts.

Elektro-Müllabfuhr in Hamburg

Doch LIGHTS ist keineswegs der einzige Feldversuch der Schweden. In Hamburg ist bereits seit Mai 2018 ein Volvo FE Electric im Einsatz. Der Schwerlast-LKW mit drei Achsen tut seinen Dienst bei der Stadtreinigung. Die Vorteile liegen auf der Hand: Er erledigt die Hausmüll-Entsorgung beinahe geräuschlos. Und die Hamburger Luft bleibt durch weniger Abgase ein bisschen sauberer. Doch die neue Technologie muss unter harten Bedingungen bestehen. Denn Fahrzeuge der Stadtreinigung müssen im Alltag ständig halten und wieder anfahren. Das bedeutet enormen Verbrauch und Verschleiß.

Der Hamburger Volvo FE verfügt über zwei Elektromotoren mit 370 kW Maximalleistung und ein Zweiganggetriebe. Die Energie wird in Lithium-Ionen-Batterien gespeichert. Diese Akkus haben ein ordentliches Gewicht: jeweils eine halbe Tonne. Allein durch die Batterien wurde das Fahrzeug so schwer, dass die Zulassung für 26 Tonnen nicht mehr genügte. Eine Genehmigung für 27 Tonnen musste beantragt werden.

Der Spezial-LKW ist mit einem Aufbau der FAUN Umwelttechnik GmbH ausgestattet, Europas führendem Aufbauhersteller für Entsorgungsfahrzeuge. Zwei E-Motoren mit einer Maximalleistung von 370 Kilowatt sorgen für den Antrieb. Das entspricht 500 Pferdestärken. Das Fahrzeug fährt aber nicht nur mit elektrischem Antrieb. Auch seine anderen Funktionen werden mit Strom betrieben – etwa die rotierende Trommel oder die Kippvorrichtung. Der Strom für all das wird in Hamburg übrigens ökologisch produziert: mit Windkraft und Fotovoltaik.

Weltrekord in der Schweiz

Diese Fortschritte von Volvo sind beeindruckend. Doch einen echten Weltrekordler findet man weder in Kalifornien noch in Norddeutschland. Der Muldenkipper eDumper ist der größte Elektro-LKW der Welt. Und er wurde in der Schweiz produziert. Seit Mai 2018 ist er im Berner Jura im Einsatz. Das Nutzfahrzeug mit 58 Tonnen Leergewicht und 65 Tonnen Zuladung wurde von der Berner Fachhochschule zusammen mit der NTB Interstaatlichen Hochschule für Technik Buchs sowie dem Forschungsinstitut Empa, der Kuhn Schweiz AG und der Lithium Storage GmbH entwickelt.

Der eBumper besitzt die größte Batterie, die je in ein Elektro-Fahrzeug eingebaut wurde. Die ist mit ihren 4,5 Tonnen etwa so schwer wie zwei Mittelklasse-PKW. Doch die Öko-Bilanz stimmt: Der eBumper spart laut Empa pro Jahr 1.300 Tonnen Treibhausgase und 500.000 Liter Diesel.

Elektro-Lkw von Volvo (Foto: © Volvo)
Elektro-Lkw von Volvo (Foto: © Volvo)

Der Erfinder des Scheibenwischers ist weiblich

in Power-Porträts von

Im Jahr 1903 war das Automobil und alles, was damit zusammenhing, hauptsächlich eine Männerbastion. Dennoch war es eine clevere Frau, die den Scheibenwischer erfand. Und das, noch bevor Henry Fords erstes Auto produziert wurde: Mary Anderson aus New York.

Mary Anderson beobachtete Autofahrer bei schlechtem Wetter

Während sie in den Straßen von New York unterwegs war, bemerkte Mary Anderson, dass die Autofahrer bei schlechtem Wetter Probleme bekamen. Bei Regen und Schnee mussten sie ständig aussteigen und ihre Frontscheibe abwischen. Für die junge Frau stand fest: ein automatisches Wischblatt musste her. Zeitgleich mit Robert Douglass und John Apjohn meldete Mary Anderson das Patent auf ihre Erfindung an. Zugesprochen wurde es ihr, da nur ihre Vorrichtung wirklich funktionierte.

Handbetriebener Scheibenwischer sorgte seither für klare Sicht

Das Patent zu ihrer Erfindung wurde Mary Anderson am 10. November 1903 vom US Patent Office übergeben. Ihre Vorrichtung verfügte über einen in Lenkradhöhe angebrachten Hebel, der vom Fahrer per Hand betätigt werden konnte. Wurde der Hebel bedient, setzte sich ein gefederter Schwingarm mit einem Gummiband in Bewegung und kehrte danach wieder in seine Ausgangsposition zurück. Auf diese Weise wurde mit gleicher Technik wie heute für freie Sicht gesorgt.

Die Weiterentwicklung des Scheibenwischers übernahmen die Männer

Das erste in Deutschland zugelassene System zur Entfernung von Regen und Schnee von der Frontscheibe konnte sich Heinrich von Preußen, der Bruder von Kaiser Wilhelm II. patentieren lassen – am 24. März 1908. Der erste elektrisch betriebene Scheibenwischer wurde 1926 von Bosch auf den Markt gebracht. 1964 schließlich gelang einem US-amerikanischen Professor für Ingenieurswissenschaften, Robert Kearns, die Erfindung des Intervallscheibenwischers. Nachdem die Robert Bosch GmbH 1999 die gelenklosen Flachbalken-Wischer vorgestellt hat, die heute in nahezu jedem Neufahrzeug verbaut sind, gab es keine nennenswerten Weiterentwicklung mehr.

Foto: pixabay © Dibjo

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