by Janina Martig

Lkw-Maut: Was sich ab 1. Januar ändert

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Toll Collect

Ab 1. Januar 2019 wird der deutsche Gesetzgeber neue Tarife für die Lkw-Maut einführen.  Die Fahrerinnen und Fahrer müssen dann die Gewichtsklassen manuell in die On-Board-Unit (OBU) eintragen.

Sobald zum Beispiel ein Anhänger angekuppelt wird, ändert sich das zulässige Gesamtgewicht. In diesem Fall muss der Fahrer aktiv werden. Bei Fahrzeugen und -kombinationen über 18 Tonnen ist zusätzlich die Anzahl der Achsen anzugeben. Die neuen Mitwirkungspflichten gelten ab dem Stichtag. Einzige Ausnahme: Wenn das zulässige Gesamtgewicht dem dauerhaft in der Maut-OBU gespeicherten Wert entspricht muss nichts verändert werden.

Die Firma Toll Collect, die das Lkw-Mautsystem im Auftrag des deutschen Verkehrsministeriums betreibt, hat die Technologie bereits im Laufe des Jahres weiterentwickelt und damit die Voraussetzungen geschaffen. Bereits seit dem 1. Juni sind die Gewichtsklassen auf den Fahrzeuggeräten sichtbar. Die Eingabe war bislang jedoch freiwillig.  Ab Anfang Januar ist sie nun Pflicht. Wenn die Gewichtsklasse nicht eingestellt wird, hat das eine Ahndung und Nacherhebung der Maut-Beträge zur Folge.

Was muss bei der Deklaration beachtet werden?

Ab 1. Januar 2019 wird das zulässige Gesamtgewicht bei Fahrzeugkombinationen aus der Summe der zulässigen Gesamtgewichte der Einzelfahrzeuge gebildet – abweichend von der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Stütz- und Aufliegelasten müssen dabei nicht berücksichtigt werden.

Das Gesamtgewicht wird ab 7,5 Tonnen in Auswahlschritten von 1,5 Tonnen deklariert. Dabei kann jedoch keine Gewichtsklasse eingestellt werden, die kleiner ist als das auf dem Fahrzeuggerät gespeicherte Gewicht. Sind Fahrzeuge oder Fahrzeugkombinationen leichter als 7,5 Tonnen sind sie nicht mautpflichtig. In ihrer OBU erscheint die Anzeige < 7,5 Tonnen.

Betriebsanzeige in Deutschland

Nach Fahrtantritt zeigt das Display dauerhaft den ausgewählten Gewichtsbereich an.

  • ≥ 7,5 Tonnen – 11,99 Tonnen
  • ≥ 12 Tonnen – ≤18 Tonnen
  • > 18 Tonnen

Hier vier Beispiele:

  • Fahrzeug drei Achsen: mautfrei <7,5 Tonnen
  • Fahrzeug fünf Achsen: Gewicht 9 Tonnen
  • Fahrzeug fünf Achsen: Gewicht 16,5 Tonnen
  • Fahrzeug fünf Achsen: Gewicht >18 Tonnen

Betriebsanzeige auf Strecken in Österreich

Bedeutung der Displayanzeige in Österreich – mit aktiviertem Dienst AT (TOLL2GO):

  • Aktuell eingestellte Achszahl
  • Dienstgebiet
  • deklarierter Bereich: mautfrei
  • deklarierter Bereich: Gewichtsklasse I
  • deklarierter Bereich: Gewichtsklasse II
  • deklarierter Bereich: Gewichtsklasse III

Foto: Pixabay

Mit diesen Tipps übersteht jeder LKW den harten Winter

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Gut beschützter LKW

LKW sind große, teure und komplex gebaute Fahrzeuge. Durch ihre umfassende Wartung können Schäden langfristig vermieden werden. Deswegen empfiehlt der ADAC TruckService einige Maßnahmen, um die kalte Jahreszeit bestmöglich zu überstehen.

Kalte Jahreszeit birgt viele Risiken

Besonders im Winter haben es LKW-Fahrer nicht leicht. Sie müssen mit gefrorener Frontscheibe, Regen, Schnee, Glatteis und schlechter Sicht zurechtkommen. Laut ADAC entstehen die häufigsten Probleme durch eine defekte Beleuchtung, schwache Batterien und eingefrorene Bremsventile. Um dem vorzubeugen, sollte ab Mitte Oktober ein Winter-Check durchgeführt werden. Dieser beinhaltet den Check-up der Elektrik, der Reifen, der Batterie und der Bremsen.

Frostschutzmittel und gute Reifen sind Grundvoraussetzung

Neben Frostschutzmittel für die Kühleranlage, die Scheibenwasch- und die Scheinwerferanlage, das stets ausreichend vorhanden sein muss, ist vor allem die richtige Bereifung wichtig. Traktionsstarke Winterreifen mit einem Reifenprofil von mindestens 4 Millimetern Tiefe und hohem Luftdruck sind hier das Mittel der Wahl. So ausgestattet hat der LKW auch bei Schnee und Matsch genug Grip. Nicht zu vergessen ist die Kontrolle von Schneeketten, die zusätzlich Halt bieten.

Fachgerechte Beleuchtung ist A und O

Gehäuse, Dichtungen und Leuchtmittel von Scheinwerfern und Positionslichtern müssen beim Winter-Check ebenfalls übergeprüft werden. Sind sie defekt, kann eindringende Feuchtigkeit dazu führen, dass Streuscheiben beschlagen und Reflektoren erblinden. Dies wiederum kann die Lichtleistung erheblich mindern. Außerdem kann die Feuchtigkeit Kurzschlüsse verursachen, was zum Ausfall der gesamten Beleuchtung führt.

Batterie und Bremsen müssen neuwertig sein

Im Winter kommt es häufig dazu, dass sich Batterien kältebedingt entladen. Da die erhöhte Belastung beim Anlassen des kalten Dieselmotors ebenso mehr Energie verbraucht wie der grundsätzlich erhöhte elektrische Verbrauch, zeigt sich schnell, ob die Batterie noch einen ganzen Winter übersteht. Testen lassen sollte man dies mit einem elektronischen Batterietester, der ab 30 Euro zu haben ist. Eine weitere Gefahrenquelle ist die Bremsanlage. Hier müssen das Frostschutzsystem und die Entwässerungsventile einwandfrei funktionieren. Bei eingefrorener Bremsanlage können nämlich nur Profis Abhilfe schaffen, die Bremsventile mit einem speziellen Schlauchadapter entfrosten.

Gewissenhafte Überprüfung des Fahrzeugs vor jedem Fahrtantritt

Nicht nur die Befreiung des Dachs von Schnee und Eisplatten ist wichtig, um eine sichere Fahrt zu gewährleisten. Bei schlechten Witterungsverhältnissen sollte zudem die Geschwindigkeit entsprechend gedrosselt werden: Bei verschneiten Straßen rät der ADAC dazu, das Tempo zu halbieren, bei Eisglätte muss es noch weiter reduziert werden. Außerdem ist es sinnvoll, mit Fahrsicherheitstrainings und Schulungen mehr Sicherheit in den eigenen Fahrstil zu bringen. Darüber hinaus raten Experten dazu, nicht zu spät zu tanken – zeigt die Nadel an, dass der Tank ein Viertel voll ist, sollte dringend eine Zapfsäule aufgesucht werden.

Elise Deroche: Die erste Frau der Welt, die sich ins Cockpit traute

in Power-Porträts von
Mädchen träumt vom Fliegen

Die 1886 in Paris geborene Elise Deroche bekam als bekannte Schauspielerin die Gelegenheit dazu, den Flugpionier Charles Voisin kennenzulernen. Dieser bot ihr an, in einem seiner Flugzeuge das Fliegen zu erlenen. Bei den von Voisin gefertigten Maschinen handelte es sich um Einsitzer, in der dementsprechend nur eine Person Platz finden konnte.

Im Einsitzer zum ersten Alleinflug einer Frau

Charles Voisin hielt sein Versprechen und begrüßte Elise Deroche, die sich in ihrer öffentlichen Rolle als Schauspielerin „Baronin Raymonde de Laroche“ nannte, 1909 zu ihrer ersten Flugstunde. Nachdem seine Schülerin am Steuer des Einsitzers Platz genommen hatte, leitete Voisin sie dazu an, ein Gefühl für die Maschine zu entwickeln. Dabei stand er auf der Landebahn und gab ihr Anweisungen. Obwohl er es ihr ausdrücklich verboten hatte, mit dem Flugzeug abzuheben, tat Elise Deroche genau das: Der Einsitzer erhob sich gut dreihundert Meter in die Höhe und flog etwa fünf Meter weit. Damit absolvierte sie vor Fluglehrer und Zuschauern den allerersten Alleinflug einer Frau.

Die erste Frau der Welt mit Pilotenschein

Obwohl sich seine Schülerin bereits in der ersten Flugstunde seinen Anweisungen widersetzt hatte, bildete Charles Voisin Elise Deroche als Pilotin aus. Als erste Frau der Welt bestand sie die Pilotenprüfung nur ein Jahr, nachdem sie ihre Ausbildung begonnen hatte. Im selben Jahr wirkte sie bereits an ihrer ersten Flugshow in der Flugwoche von Heliopolis mit – als einzige Frau. Weitere Teilnahmen folgten. Bei der Großen Flugwoche der Champagne zog sich die Pionierin schwere Kopfverletzungen, einen Armbruch und zwei gebrochene Beine zu.

Trotz schlimmer Verletzungen flog sie weiter

Schon zwei Jahre nach dem schlimmen Unfall nahm Elise Deroche wieder an Wettkämpfen teil. Obwohl sie auch bei einem Autounfall fast verunglückte, gewann sie bereits ein Jahr danach den Frauenpokal des Aéro-Club de France sowie die „Coupe Femina“. Außerdem konnte sie den Frauenweltrekord im Dauerflug auf 323 Kilometer sowie den Höhenweltrekord der Frauen auf 4800 Meter verbessern.

Statue erinnert an Pionierin

In der Funktion als Copilotin für den Testflug eines Prototyps, den sie gemeinsam mit einem männlichen Piloten absolvierte, stürzte Elise Deroche am 18. Juli 1919 ab. Beide Flugzeuginsassen starben am Unfallort. In Erinnerung an eine ganz besondere Frau ehrt der Flughafen Le Bourget die unvergessene Pionierin mit einer Statue.

Foto: Fotolia © detailblick-foto

Show-Truck aus Finnland sorgt auf Essen Motor Show (1.-9. Dezember) für Aufsehen

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Blickfang: Farbenfroher Show-Truck

Auch im Bereich der motorisierten Fahrzeuge gibt es immer wieder Autos und LKW, die ein absoluter Blickfang sind. Die Essener Motor Show ist bekannt dafür, ihren Besuchern genau solche Schmuckstücke zu präsentieren. Das PS-Festival zeigt auch in diesem Jahr wieder einmalige Design Cars und individuell gestaltete Show-Trucks, die nicht nur für Fahrzeugliebhaber begeistert.

Ein LKW, der aussieht wie ein Showmobil

Der Mercedes Benz Actros 2663 Lowrider ist das Prunkstück seines Besitzers Mika Auvinen aus Finnland. Mit ihm gewinnt er nicht nur Titel auf Festivals, sondern transportiert auch eine Fracht – vornehmlich Zement. Der violette Truck, der ganze 76 Tonnen auf die Waage bringt, verfügt neben den zwei Silo-Aufliegern auch über eine Pneumatik, die das Gefährt um bis zu zehn Zentimeter herabsenken kann. Er wird durch einen 15,6-Liter-Motor mit 625 PS angetrieben.

Mika Auvinen berichtet, dass von der Idee für seinen Traum-Truck bis zur ersten Probefahrt knapp ein Jahr verging, und er etwa 450.000 Euro Materialkosten sowie 6000. Arbeitsstunden investiert hat.

Auch kleine Fahrzeuge locken Besucher

Mit ihren Design Cars faszinieren auch die Sportwagen-Manufakturen wie der Porsche-Spezialist RUF aus Pfaffenhofen. In Essen zeigt der Porsche Spezialist den neuen SCR 2018, der bereits vor zwei Jahren als Prototyp vorgestellt worden war. Liebhaber sind vom Design des Carbonfaser-Monocoque, das vom integrierten Stahlrohrkäfig verstärkt wird, sowie den Pushrod-Radaufhängungen an allen vier Rädern begeistert, die den Fahrwerken der Formel Eins entsprechen. Die Karosserie des 510 PS starken Wagens, der weniger als 1300 Kilogramm wiegt, ist übrigens aus Kohlefaser.

Auto-Skulptur aus Altmetall begeistert ebenfalls

Ein besonderer Hingucker ist außerdem der Porsche GT3 RS, der komplett mit Altmetall verkleidet ist. Drei Männer des Teams „Giganten aus Stahl“ schliffen ganze 20.000 Altmetallteile für ihr Kunstwerk. Im Innern sind die Sitze verstellbar, ein Handschuhfach eingebaut und der Motor aus Altmetall nachgebildet.

Foto: Rainer Schimm/©MESSE ESSEN GmbH

Erste Flüssiggas-Tankstelle für Lkw in Deutschland eröffnet

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Flüssiggas - bald auf der Autobahn, Foto: pixabay.com

In dem verschlafenen Dorf Freienbrink südlich von Berlin wird womöglich gerade Transport-Geschichte geschrieben. Denn dort können Lkw neuerdings Flüssiggas tanken. Anfang November hat die Firma Liqvis ihre erste festinstallierte Tankstelle für Liquefied Natural Gas (LNG) eröffnet. Freienbrink liegt an der Autobahn A10. Die Tankstelle ist nur etwa einen Kilometer von der Autobahnauffahrt entfernt, für Lkw also sehr gut erreichbar. Doch der Einsatz von Flüssiggas-Motoren ist umstritten.

Was ist Flüssiggas?

Wenn man Erdgas extrem abkühlt, dann wird es flüssig. Als Flüssiggas nimmt es nur noch ein Sechstel seines ursprünglichen Volumens ein. In einem speziellen Terminal im Hafen wird das Gas verflüssigt, indem man es in mehreren Schritten herunterkühlt. Mit Tankerschiffen wird das LNG dann zu einem anderen Terminal transportiert, wo es wieder erwärmt und in den gasförmigen Zustand umgewandelt wird. So kommt das Gas beispielsweise auf dem Schiff aus den Vereinigten Staaten oder Afrika nach Europa. Der Clou dabei: Der Transport erfolgt unabhängig von Pipelines.

LNG-Terminals könnten subventioniert werden

Peter Beyer ist der Transatlantik-Koordinator der deutschen Bundesregierung. Der CDU-Bundestagsabgeordnete rechnet fest damit, dass Deutschland in Zukunft mehr LNG aus den USA importieren wird. „Es könnte einen Sinn machen an der Stelle, den Bau von Terminals zu fördern, wenn sich dies wirtschaftlich rechnet”, sagte Beyer Anfang November im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Momentan sei das Flüssiggas aber immer noch teurer als zum Beispiel Pipeline-Gas aus Russland.

Die Liqvis GmbH ist eine Tochter des Energieriesen Uniper. Zuvor hatte Liqvis in Freienbrink bereits eine mobile Tankstelle für LNG betrieben. Der Neubau der ersten stationären Tankstelle wurde von der Europäischen Union mit Fördermitteln unterstützt. Der Betreiber wird für den Aufbau seines Tankstellen-Netzes insgesamt über 9,6 Millionen Euro an Förderungen erhalten.

Wer tankt Flüssiggas?

Momentan spielt Flüssiggas als Treibstoff im Fernverkehr noch eine untergeordnete Rolle. Doch das könnte sich mittelfristig ändern. Der schwedische Lkw-Hersteller Volvo Trucks beispielsweise setzt mit seinem neuen Modell FH LNG bereits auf diesen alternativen Antrieb. Gleichzeitig möchte der Konzern aber auch weiterhin Dieselfahrzeuge entwickeln und verkaufen, sagte der regionale Verkaufsleiter Peter Prijak anlässlich der Fachmesse IAA Nutzfahrzeuge im September 2018 gegenüber der Zeitschrift kfz-Betrieb.

Volvos Flüssiggas-Lkw mit seinen 460 PS und 1000 Kilometern Reichweite steht Prijak zufolge einem Diesel-Lkw in nichts nach. Und der neue Antrieb sei sogar umweltfreundlicher. Die CO2-Bilanz verbessere sich gegenüber einem Diesel um 20 Prozent bei normalem Gas – und sogar um 100 Prozent bei Biogas, so Prijak.

„Kein Nutzen für das Kilma“

Umweltverbände sehen das anders. Eine Ende Oktober veröffentlichte Studie im Auftrag von Transport & Environment geht sogar von größeren Umweltbelastungen durch Flüssiggas aus. T & E ist ein europäischer Dachverband von Umwelt-NGOs, die sich für nachhaltigen Verkehr engagieren. Dazu gehören unter anderem der Verkehrsclub der Schweiz und Österreichs sowie der deutsche Naturschutzbund.

Sowohl in Pkws als auch in Trucks würden die Gas-Motoren ebenso viel Emissionen produzieren wie moderne Diesel-Motoren. Da das Flüssiggas aber zuerst über sehr weite Strecken per Schiff transportiert werden müsse, entstünden insgesamt sogar größere Belastungen durch die Nutzung solcher Motoren, heißt es in der Studie.

„Gasautos, Lastwagen und Schiffe haben keinen Nutzen für das Klima und lenken von unserem eigentlichen Ziel ab, dem emissionsfreien Transport“, sagte Jori Sihvonen, der Beauftragter für saubere Kraftstoffe des Umweltverbandes aus Anlass der Veröffentlichung der Studie. „Regierungen sollten sich der Offensive der Gaslobby widersetzen und aufhören, wertvolle öffentliche Gelder für die Gasinfrastruktur und Steuererleichterungen für fossiles Gas zu verschwenden.”

Flüssiggas bleibt umstritten

Flüssiggas aus den USA ist außerdem umstritten, weil es meist durch „Fracking“ produziert wird. Dieser Methode werfen Kritiker vor, sie sei mit zu großen Umweltrisiken und Belastungen für die Gesundheit verbunden. Die Befürworter des Flüssiggases weisen hingegen darauf hin, dass die Versorgung durch Pipelines aus Russland für Europa eine große Abhängigkeit vom russischen Gas bedeute. Die LNG-Enthusiasten glauben, dass sie den Güterverkehr revolutionieren werden. Ob das wirklich möglich oder überhaupt wünschenswert ist, können nur weitere wissenschaftliche Untersuchungen in diesem Bereich klären.

Foto: pixabay.com

Warum die deutsche Dekra in China Lkw testet

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Trucks in China, Foto: Fotolia © BUSARA

In China boomt das Geschäft mit hochmodernen Lkw. Bei der Vernetzung und Automatisierung der Fahrzeuge helfen nun auch Experten aus Deutschland.

Die Zukunft der Transportlogistik liegt in automatisierten und vernetzten Trucks. Das weiß auch die Bezirksregierung von Tianning in der chinesischen Provinz Jiangsu. Deshalb plant sie eine hochmoderne Testanlage für Nutzfahrzeuge. Damit will der Stadtbezirk zum Vorreiter im Bereich vernetzter Trucks werden. Mit an Bord bei dem ehrgeizigen Projekt sind das Intelligent Driving and Intelligent Transportation Industrial Research Institute am chinesischen National ITS Center – und die deutsche Prüfgesellschaft Dekra. Eine Absichtserklärung wurde im Oktober in Düsseldorf unterzeichnet.

Eine Testanlage für neuartige Assistenzsysteme

Die 1925 gegründete Prüfgesellschaft Dekra befasst sich in Deutschland vorrangig mit der periodischen Überwachung von Kraftfahrzeugen, etwa der Haupt- und Abgasuntersuchung sowie Gutachten und Zertifizierungen. Die Dekra unterhält jedoch auch zahlreiche Labors in der VR China, unter anderem in Shanghai und Hefei. Dort betreibt das deutsche Traditionsunternehmen Grundlagenforschung zu Themenfeldern wie Digitalisierung und „Internet of Things“. Ohne Letzteres ist die Vernetzung von Fahrzeugen nicht denkbar.

Die Bezirksregierung von Tianning wird die notwendigen Grundstücke für den Bau der Anlage zur Verfügung stellen. Das chinesische Forschungsintitut wird als Koordinator und Verbindung zu den Regierungsbehörden agieren. Die Dekra-Experten werden auf dem neuen Testgelände in Tianning  unter anderem Assistenzsysteme für Lkw testen wie zum Beispiel Notbrems-Assistenten.  Aber auch innovative Systeme, die darüber hinausgehen. Dazu gehören zum Beispiel Abbiege-Assistenten, die kleinere Verkehrsteilnehmer wie beispielsweise Radfahrer schützen können.

Die Lkw-Branche boomt in China

Im vergangenen Jahr wurden in der Volksrepublik 40 Prozent mehr Trucks verkauft als im Vorjahr. Die wichtigsten chinesischen Anbieter zurzeit sind Dongfeng, FAW und Sinotruk. Nur der Marktführer Daimler  verkaufte weltweit mehr Nutzfahrzeuge als seine drei größten Konkurrenten aus dem Reich der Mitte. Tianning gehört zu den wirtschaftlich am stärksten wachsenden Bezirken der fünft größten chinesischen Provinz Jiangsu. Bereits seit 2008 ist der Lkw-Bauer MAN mit einem Werk vor Ort präsent.

Die Dekra erhofft sich von der Kooperation mit den chinesischen Partnern Erkenntnisse, die auch in Europa einen Nutzen bringen. Denn China treibt die Digitalisierung voran wie weltweit kein anderes Land. Auch im Bereich der Elektromobilität hat die Volksrepublik längst die Weltspitze erreicht. Nirgends werden mehr Elektro-Pkw verkauft. Einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger zufolge wurden in der ersten Jahreshälfte 2018 insgesamt 390.000 von allen 700.000 weltweit verkauften E-Autos in China abgesetzt. Demnach können sich 65 Prozent aller befragten Chinesen vorstellen, in naher Zukunft ein elektrisch angetriebenes Auto zu kaufen. In Deutschland zeigt nur jeder vierte Konsument ein solches Interesse an der neuen Technologie.

Ohne China geht auf dem Lkw-Markt nichts mehr

Die Modernisierung zeigt sich auch zunehmend auf dem chinesischen Markt für Nutzfahrzeuge. Und auch hier sind europäische Partner mit von der Partie. Der europäische Lkw-Bauer Volvo ist bereits 2013 ein Joint-Venture mit Dongfeng eingegangen. Unterdessen arbeitet MAN mit Sinotruk zusammen. Und Iveco ist mit SAIC verbandelt. Die Europäer profitieren vom Zugang zum gigantischen chinesischen Markt. Und ihre chinesischen Partner erwerben wichtiges Know-how. In den letzten Jahren hat sich die Qualität und Leistungsfähigkeit der chinesischen Fahrzeuge und Fahrzeugteile deutlich erhöht. Das zeigte sich zuletzt auch auf der Messe IAA Nutzfahrzeuge in Hannover. Dort waren die Chinesen die mit Abstand größte Ausstellergruppe.

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Walentina Wladimirowna Tereschkowa: Die erste Frau im All!

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Mit gerade einmal 26 Jahren flog die am 6. März 1937 geborene sowjetische Kosmonautin Walentina Wladimirowna Tereschkowa am 16. Juni 1963 als erste Frau in der Geschichte ins Weltall. Dabei war sie ganze drei Tage lang auf sich allein gestellt, denn ihrem Flug wohnten keine weiteren Begleiter bei.

Mit Fleiß zum Traum

Geboren wurde sie unter ärmlichen Bedingungen. Ihr Vater, ein Traktorist, war bereits im Zweiten Weltkrieg gefallen. Als Jugendliche verdiente sie ihr erstes Geld mit Tätigkeiten in verschiedenen Industriezweigen. 1960 erhielt sie ihr Technikdiplom, da sie sich neben der Arbeit in einem Spinnerei-Kombinat in der Abendschule zur Technikerin weiterbildete.

Inspiration und erste Schritte

Juri Gagarin, der erste Mensch im Weltall, galt für sie als große Inspiration und Impulsgeber, sich selbst als Kosmonautin zu bewerben, woraufhin sie ihre Aufnahmeprüfung 1962 erfolgreich ablegte und ihre Ausbildung begann.

Durch Zufall zur Wegbereiterin

Es ist dem damaligen Regierungschef Nikita Chrustschow zu verdanken, dass Walentina Tereschkowa nur ein Jahr nach Beendigung ihrer Ausbildung zur Kosmonautin als erste Frau der Welt ins All geschickt wurde. Es wurde nach einer einfachen Arbeiterin gesucht, die dann aus tausenden Bewerberinnen ausgelost wurde. Dies sollte den Eindruck vermitteln, dass im Sozialismus jeder Person, egal welcher Herkunft, alle Wege offenstehen – anders als in den USA, mit denen sich die Sowjetunion im Zuge des Kalten Krieges im stetigen Wettrüsten befand.

Ein Traum wird Realität

Tereschkowas Faible nach Höherem entwickelte sich bereits Mitte der 50er Jahre: 1955 begann sie mit dem Fallschirmspringen. In einem Interview sagte sie “Ich habe schon als Kind von einer Reise zu den Sternen geträumt. Zur Not wäre ich auf einem Besen hingeflogen.“

Vorbild für Frauen weltweit

In den drei Tagen, die sie im All verbrachte, umkreiste Tereschkowa die Erde unglaubliche 49 Mal. Ihr Funkname lautete Tschaika, was auf Deutsch Möwe heißt. Wieder angekommen auf der Erde, wurde sie als Star gefeiert. Auch eröffnete sie allen Frauen der Sowjetunion und darüber hinaus neue Perspektiven und war die Impulsgeberin für viele Frauen, die sich in technischen Berufen etablieren wollten.

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Digitale Plattformen: Zukunft der Transportlogistik

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Transportlogistik, Business Logistics concept, Bild: Fotolia © masterart2680

Spediteure zeigen immer größeres Interesse an hybriden und elektrischen Antrieben, das geht aus einer aktuellen Umfrage der Unternehmensberatung Bain & Company hervor. Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung der Transportlogistik werden aber auch ganz neue Plattformen entstehen.

Der Kostenfaktor ist weiterhin entscheidend

Wenn Spediteurinnen und Spediteure einen Truck kaufen, dann berechnen sie genau, was der Betrieb des neuen Fahrzeugs im Jahr kosten wird. Die Gesamtbetriebskosten seien für die meisten Profi-Kunden weiterhin der wichtigste Faktor bei Neuanschaffungen, schreibt Bain & Company. Ebenfalls wichtig für Logistik-Dienstleister seien Leistung und Ausstattung des Lkw, aber auch der Service beim Händler. Auch die Umweltfreundlichkeit und das allgemeine Image der Marke hätten Einfluss auf die Kaufentscheidung.

Wie in anderen Branchen auch gewinnt das Online-Geschäft an Bedeutung. Die meisten Kaufinteressenten informieren sich heutzutage online, teilweise werden Trucks auch direkt im Internet gekauft.  Die meisten Kunden wünschen sich jedoch der Studie zufolge auch in Zukunft die Beratung und Unterstützung von lokalen Händlern. Denn es ist gar nicht so einfach, die Gesamtbetriebskosten eines Fahrzeugs genau zu berechnen. Ein Händler verfügt über moderne Analyse-Tools und professionelle Methoden dazu.

Spediteure wollen alternative Motoren

Überraschend ist jedoch ein anderes Ergebnis der Umfrage: 40 Prozent der Truck-Käufer gaben an, bei ihrem nächsten Einkauf auch Zugmaschinen mit Hybrid oder Elektromotor kaufen zu wollen. Und das sogar, obwohl die Kosten dafür weiterhin vergleichsweise hoch sind. Dahinter steht offenbar der Wunsch, mit dem eigenen Unternehmen ein umweltbewusstes Image zu verkörpern und eine Vorreiterrolle einzunehmen. Aber auch nicht zuletzt ein ernsthaftes Interesse an der neuen Technologie. Flottenbetreiber gaben an, sie würden sich in Kürze wenigstens einen oder zwei dieser Lkw zulegen.

In Dieselmotoren sehen hingegen nur wenige einen zukunftsfähigen Antrieb: Nur 30 Prozent der Befragten glauben, dass Diesel im Jahr 2025 noch die wichtigste Antriebsform in ihrer Flotte sein werde. Aber dennoch dürfte es wohl in der Praxis noch einige Jahre dauern, bis alternative Antriebe den Markt dominieren können.

Transportlogistik der Zukunft: digitale Plattformen

Langfristig werde die Digitalisierung dazu führen, dass die Lkw-Produzenten auf neue Geschäftsmodelle setzen müssen, schreiben die Forscher. Truck-Hersteller sollten sich vom Anbieten einzelner Hardware-Teile auf integrierte Angebote verlegen. Neue Technologien müssten Teil eines innovativen Gesamtkonzepts sein, das neben der Weiterentwicklung des autonomem Fahrens auch digitale Plattformen umfasse. Das heißt: In Zukunft sollen Hersteller nach Ansicht von Bain & Company nicht mehr nur einzelne Trucks anbieten, sondern ganzheitliche Transportsysteme.

Wenn diese Systeme erst einmal massenhaft in Betrieb sein sollten, wird das auch die Arbeit der Spediteure verändern. Als digital vernetzte Dienstleister werden sie in der Lage sein, die aktuellen Marktpreise für Fracht quasi in Echtzeit zu berechnen und entsprechende Angebote machen zu können. Damit gewinnen die Spediteure der Zukunft als Bindeglied zwischen den Versendern und Transporteuren an Bedeutung. Das wird Veränderungen der Wertschöpfungskette nach sich ziehen. Laut Studie geht heute bereits jeder zweite Lkw-Käufer davon aus, dass spätestens in zehn Jahren digitale Plattformen über 40 Prozent des europäischen Frachtvolumens kontrollieren werden.

„Big Data“ treibt die Transportlogistik voran

Eine zentrale Rolle für das Gelingen dieser Pläne spielt „Big Data“, also die Sammlung und Analyse großer Datenmengen. Wenn alle Transportanfragen sowie -angebote digital verarbeitet werden, dann können präzise Analysen vorgenommen werden. Die dienen dann den Verantwortlichen als Grundlage für Entscheidungen. Wie hoch ist die Abschlussquote auf einem bestimmten Verkehrsträger? Wie günstig ist ein abgegebenes Angebot im Vergleich zu den anderen Anbietern am Markt? Solche Fragen könnte in Zukunft die smarte Datenanalyse beantworten.

Das könnte die Transportlogistik nachhaltig verändern. Wenn ein Spediteur zum Beispiel besondere Konditionen für Transporte nach China hat, könnte eine digitale Plattform bei entsprechenden Transportanfragen direkt die entsprechende Spedition vorschlagen.

Bild: Fotolia © masterart2680

Ada Lovelace: Der erste Programmierer der Welt ist weiblich

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Erste Programmiererin der Welt

Geboren als Augusta Ada Byron am 10. Dezember 1815 in einem adligen Elternhaus in London, genoss sie, den gesellschaftlichen Erwartungen ihres adligen Milieus entsprechend, eine hervorragende Ausbildung.

Schon in frühen Jahren entwickelte sich bei ihr ein großes Interesse für Mechanik. So verbrachte sie etliche Stunden damit, zeitgenössische Erfindungen sowie Konstruktionspläne für allerlei Maschinen zu studieren und eigene kleine Projekte zu inszenieren. Viele bedeutende Professoren, wie der Mathematiker Augustus de Morgan, waren hierbei essentiell für ihren weiteren Werdegang. Dieser lieferte selbst grundlegende Beiträge zur Entwicklung der mathematischen Logik und Lovelace nahm auf eigene Initiative 1841 Unterricht bei ihm.

Wegbereiterin für unsere heutigen Programmiersprachen

Mit 17 Jahren lernte Ada Lovelace den Mathematikprofessor Charles Babbage auf einer Soiree kennen, der ihr später seinen Entwurf einer Rechenmaschine, der „Analytical Engine“, vorstellte. Obwohl die Analytical Engine nie fertiggestellt wurde, gilt diese als Vorreiter des Computers. Für diesen Entwurf entwickelte Lovelace als erste Frau und erste Person überhaupt ein komplexes Programm, das bis heute als Meilenstein in der Geschichte der modernen Programmiersprachen angesehen wird. Dadurch wird sie auch heute noch als erste Programmiererin weltweit bezeichnet.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten einer bahnbrechenden Erfindung

Lovelace nutzte Programmierverfahren, bei der sie Schleifen und Verzweigungen als Kontrollstrukturen verwendete. In Grundzügen sind diese Strukturen auch heute noch in Algorithmen einfacher Abläufe vorhanden, wie beispielsweise in einem Befehl wie “Solange die Ampel rot ist, bleibe stehen, bei Grün gehe weiter”. Sie sah den mechanischen Computer nicht nur als reine Rechenmaschine an, sondern erkannte in ihm eine universelle Einsatzquelle.

Anerkennung und Bekanntheit erst über ein Jahrhundert später

Die heute existente Programmiersprache „Ada“ und die Auszeichnung „Lovelace Medal“ wurden nach Ada Lovelace benannt. Letztere wurde dem Begründer des World Wide Web Tim Berners-Lee verliehen, was symbolisch betrachtet ihre Bedeutung für das allgegenwertige Internet widerspiegelt.

Früher Tod und Vorbild für Frauen in Männer-Domänen

Mit nur 36 Jahren starb Ada Lovelace am 27. November 1852 in London an Gebärmutterhalskrebs. Postum gilt sie immer noch als Inspiration für viele Initiativen, die sich dafür einsetzen, Frauen vermehrt den Zugang zu technischen Berufen zu erleichtern.

Foto: Fotolia © BillionPhotos.com

 

“Truck of the Year”: Ford F-Max mischt den Markt auf

in Trucks von
Ford F-MAX auf der IAA Nutzfahrzeuge 2018 (Foto: Wikicommons)

Der F-Max von Ford Trucks ist zum „2019 International Truck of the Year“ gewählt worden. Die Preisverleihung erfolgte auf der Messe „IAA Nutzfahrzeuge“ Ende September in Hannover.

Bei dieser Fachmesse war der neue Lkw erstmals der Weltöffentlichkeit vorgestellt worden. Die Branche hatte diese Präsentation mit großem Interesse erwartet, denn auf dem europäischen Markt für Sattelzugmaschinen wird mit harten Bandagen gekämpft. Der Preis wird jedes Jahr von einer Jury aus 23 Fachjournalisten vergeben, die zusammen alle großen europäischen Trucking-Magazine repräsentieren. Der Hersteller Ford Trucks ist ein Joint Venture zwischen dem US-amerikanischen Konzern Ford Trucks und Ford Otosan. Haydar Yenigün, der Generaldirektor des türkischen Automobilhersteller Ford Otosan nahm den Preis in Hannover entgegen.

Der Ford Trucks F-Max ließ die Konkurrenz hinter sich

„Mit der Einführung von F-Max hat Ford Trucks einen sauber entwickelten Lkw geliefert, der ein bedeutender neuer Akteur im hart umkämpften Fernverkehrssegment sein kann“, sagte Gianenrico Griffini, der Vorsitzende von „International Trucks of the Year“ anlässlich der Preisverleihung.

F-Max setzte sich im Wettbewerb gegen die neuen Baureihen L und P des schwedischen Herstellers Scania ebenso durch wie gegen die  Serien FH und FM von Volvo Trucks. Diese Hersteller gelten als Platzhirsche. Alle Kandidaten wurden in umfangreichen Fahrversuchen auf Herz und Nieren geprüft. Die strenge Bewertung bezog sich auf Schlüsselkriterien wie Sicherheit, Fahrbarkeit, Kraftstoffverbrauch, Umweltverträglichkeit, technologische Innovation, Komfort und Gesamt-Betriebskosten.

Beeindruckende Leistungsfähigkeit

Der Ford F-Max überzeugte die Jury mit seinem leistungsstarken Ford Otosan Ecotorq 12,7 l-Dieselmotor. Dieser Motor hat einen Hubraum von 12.740 Kubikzentimetern. Er verfügt über Direkteinspritzung und R6-Layout, außerdem einen Turbolader. Die maximale Leistung ist beeindruckend: 500 PS beziehungsweise 368 kW bei einer Drehzahl von 1.800 Umdrehungen pro Minute. Ab Werk wird das Automatik-Getriebe ZF TraXon 12TX2620 eingebaut. Es hat zwölf Gänge. Der F-Max verfügt zudem über einen Hinterradantrieb.

Die Journalisten zeigten sich auch von der neuen Langstreckenkabine beeindruckt, die einen beinahe flachen Boden bietet. Mit ihrer Breite von 2,5 Metern und der Innenhöhe von 2,16 Metern hat sie auch viel Platz für Fahrerin oder Fahrer. Das Cockpit-Dashboard mit digitalem Kombiinstrument sorgt für komfortable und sichere Bedienbarkeit. Der neue Truck kommt auch mit verschiedenen Fahrerassistenz-Systemen, zum Beispiel Eco-Roll, Lane-Guard, Notbrems-Assistent und ein satellitengestützter Tempomat. Außerdem setzt Ford Trucks auf ein Remote-Monitoring-System namens „ConnecTruck“. Das ermöglicht eine vorausschauende Wartung, indem es selbständig Daten an eine Zentrale übermittelt.

Ford Otosan erobert den europäischen Markt

Mit der Markteinführung des neuen Lkw möchte sich Ford Otosan langfristig auf dem gesamteuropäischen Markt etablieren. Im Moment liefert das türkische Unternehmen hauptsächlich nach Osteuropa, auf den Balkan, nach Russland und in die ehemaligen Sowjetrepubliken Zentralasiens. Der Ford F-Max soll weitere Türen öffnen. Anfangs wird er zwar ausschließlich in der Türkei angeboten werden. Doch im Laufe der nächsten zwei Jahre soll er auch auf den Märkten Ost- und Mitteleuropas eingeführt werden. Da der Lkw die Abgasnorm „Euro 6D“ erfüllt, ist er generell in der gesamten Europäischen Union einsetzbar. Ab wann der Ford Trucks F-Max im deutschsprachigen Raum angeboten wird, steht zurzeit noch nicht fest.

Foto: Wikicommons

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