Fahren bei Nacht: Sicher durch die Dunkelheit

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Trotz Müdigkeit – Nachts kann LKW-Fahren richtig Spaß machen. Die Straßen sind leerer, die Lichter wunderschön und ein Gefühl von Ruhe und Entspannung liegt in der Luft. Nachtfahren bedeutet in der Regel allerdings auch: stundenlange Fahrten auf monotonen Autobahnstrecken. Wie übersteht man sicher und konzentriert eine lange Nachtfahrt?

Nachtsicht regelmäßig testen lassen

Viele Fahrer überschätzen die eigene Sehfähigkeit insbesondere bei Dunkelheit. Darum sollte die Fähigkeit, im Dunkeln alles gut zu erkennen, bei Berufskraftfahrern regelmäßig von einem Arzt überprüft werden. Wird die essenzielle Nachtblindheit durch einen grauen Star verursacht, lässt sich die Trübung der Linse operativ beseitigen. Nachtkurzsichtigkeit kann durch eine Brille ausgeglichen werden. Kann sich die Pupille altersbedingt nicht mehr ausreichend weiten oder liegt eine echte Nachtblindheit – also eine Störung der Netzhaut – vor, lässt sich das hingegen nur schwer behandeln. In diesem Fall sollte auf das Fahren bei Nacht vollständig verzichtet werden.

Blick weg vom Gegenverkehr

Für die Gewöhnung an helles Licht benötigt das Auge nur zwischen 15 und 60 Sekunden – umgekehrt benötigt die Netzhaut aber eine halbe Stunde, um sich gänzlich an Dunkelheit zu gewöhnen. Es ist darum für das sichere Nachtfahren außerordentlich wichtig, grelles Licht zu vermeiden. Es gilt also: Augen weg vom Gegenverkehr! Nicht nur Nebelschussleuchten, sondern bereits normales Scheinwerferlicht senken die Empfindlichkeit der Netzhaut. Aus diesem Grund sollte man beim Fahren eher den Standstreifen auf der rechten Seite fokussieren.

Tipps gegen Müdigkeit

Schläfrigkeit gehört zu den gefährlichsten Aspekten des Trucker-Daseins. Bei Nachtschichten steigt das Risiko für Sekundenschlaf rapide an. Mit Aufputschmitteln sollte man es hier nicht übertreiben – die sind auf Dauer gesundheitsschädlich und verlieren bei exzessiver Nutzung ihre Wirkung. Laute Musik, frische Luft und eine nicht zu warm eingestellte Heizung helfen, um wach zu bleiben. Kleine Sportübungen in der Fahrerkabine bringen außerdem den Kreislauf in Schwung und durchbrechen die Monotonie auf langen Autobahnstrecken: Mit einer Hand unter den Sitz fassen und den Kopf so weit wie möglich in die andere Richtung zu dehnen, lockert die Schultern. Das Becken oder die Schultern kreisen zu lassen, ist nicht nur gesund für den Rücken, sondern hält auch wach. Am wichtigsten ist allerdings, Pausen einzuhalten – auf Dauer lässt sich ein gesunder Schlaf durch keinen Trick ersetzen. Schon ein zehnminütiges Powernap kann die Konzentration und damit auch die Fahrsicherheit erheblich erhöhen.

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