EU beschließt Sozialstandards für LKW-Fahrer

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Die EU-Verkehrsminister haben sich auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von LKW-Fahrern geeinigt: In ganz Europa sollen gleiche Voraussetzungen gelten. Für die Trucker bedeutet das, dass sie für gleiche Arbeit den selben Lohn erhalten. Ein Meilenstein für die ganze Branche, der dem vorherrschenden Lohndumping den Riegel vorschieben soll.

Auch Schlafbedingungen sollen verbessert werden

Es kommen noch weitere Änderungen auf die LW-Fahrer hinzu. So sollen sie künftig ihre Ruhezeiten nicht länger in den Führerhäusern verbringen, auch Übernachtungen sollen nicht mehr im Truck stattfinden. Speditionen und Auftraggeber sollen so verpflichtet werden, ihren Fahrern eine Unterkunft zu finanzieren. Auf diese Weise haben die Trucker neben einem richtigen Bett auch die Möglichkeit der permanenten Nutzung von sanitären Anlagen wie Toilette und Dusche.

Einigung mit Europaparlament steht noch aus

Die Änderungen können allerdings erst in Kraft treten, wenn eine Einigung mit dem Europaparlament gefunden wird. Die gut zwei Millionen Kraftfahrer aus Europa würden von wesentlich besseren Arbeits- und auch Lebensbedingungen profitieren. Es besteht laut Österreichs Verkehrsminister Hofer mit diesen Maßnahmen auch die Möglichkeit, dass sich das Problem der überfüllten Autobahnparkplätzen verringern würde.

Sozialdumping und unlauterer Wettbewerb sollen ausgemerzt werden

Das Transportgewerbe leidet seit langem unter Lohndumping und unredlichen Arbeitsbedingungen. Besonders die westeuropäischen Staaten Frankreich, Österreich, Belgien, Dänemark, Italien, Luxemburg, Norwegen, Schweden und Deutschland beklagen Missstände. Daher haben sich diese Länder bereits unabhängig von den Beschlüssen in Brüssel zusammengeschlossen, um dem entgegenzuwirken. Die von der EU vereinbarten optimierten Sozialstandards werden deren Ziele enorm vorantreiben, sobald sie umgesetzt sind.

Foto: pixabay © Capri23auto

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