by Janina Martig

Category archive

Allgemein - page 2

Wie kann man Reifenplatzer vorbeugen?

in Allgemein von

Gerade bei anhaltenden Sommertemperaturen steigt das Risiko eines Reifenplatzers, insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten und schlecht gewarteten Reifen. Dazu äußert sich ADAC Geschäftsführer Christoph Walter: „Extreme Hitze in Kombination mit zu niedrigem Luftdruck ist eine der häufigsten und meist unterschätzten Ursachen für Reifenschäden.“ Bei Temperaturen über 30 Grad Celsius kann die Asphalttemperatur schnell auf 40 bis 60 Grad Celsius ansteigen. Somit werden die Reifen weicher, überhitzen und können sogar Feuer fangen. Daher gilt, gerade in der warmen Sommerzeit, einige Tipps zu beachten.

Reifendruck überprüfen

Bei heißen Temperaturen sollte unbedingt der Druck des kalten Reifens regelmäßig kontrolliert werden. Wenn der Druck zu niedrig ist, hat der Reifen mehr Auflagefläche, weshalb dieser sich bei höheren Geschwindigkeiten durch die Reibung mit der Straße schneller erhitzt. Dabei können Reifentemperaturen von bis zu 100 Grad Celsius entstehen. Somit ist es nicht verwunderlich, wenn sich dann einzelne Teile des Reifens ablösen.

Reifen auf Beschädigungen untersuchen

Nur ein kleiner Stoß gegen die Bordsteinkante und schon kann die Oberfläche des Reifens durch Beulen oder Risse beschädigt werden. Auch Nägel, kleinere Steine oder andere Gegenstände können den Reifen abnutzen. Daher sollte neben einer ständigen Kontrolle des Drucks auch der Reifen auf Demolierungen geprüft werden, denn das kleinste Loch kann schon zu einem langsamen Abfall des Reifendrucks führen, wodurch sich das Risiko für Reifenplatzer erhöht.

Auf Sommerreifen umstellen

Faule aufgepasst: Im Sommer sollte definitiv nicht mit Winterreifen gefahren werden. Winterreifen sind aus einer weicheren Gummimischung zusammengesetzt, weshalb diese die Hitze nicht gut vertragen. Sommerreifen sind hingegen härter und gegen warme Temperaturen robuster.

Richtig reagieren

Sollte es doch unverhofft zu einem Reifenplatzer kommen, ist die richtige Handlung erforderlich. Oftmals kann man einen beinah platzenden Reifen an ungewöhnlichen Vibrationen und Geräuschen erkennen. Dann sollte man umgehend die Straße verlassen, auf einem Seitenstreifen halten und den Reifen untersuchen.

Platzt der Reifen während der Fahrt, sind ein lauter und explosionsartiger Knall sowie eine hohe Rauchbildung typisch. Hier ist es wichtig, die Ruhe zu bewahren und das Lenkrad gerade festzuhalten, um die Spur zu halten. Keinesfalls sollte ruckartig gebremst werden. Anstatt dessen dosiert zwischenbremsen und das Fahrzeug ausrollen lassen.

Polizei fordert: Schaulustige sollen höher bestraft werden

in Allgemein von

Gaffer fallen bei fast jeder Unfallstelle negativ auf. Im besten Fall sind die Schaulustigen lediglich ein geschmackloses Ärgernis – oft behindern die neugierigen Beisteher aber auch den Verkehrsfluss und die Rettungsarbeiten. Dann werden die Schaulustigen zur echten Gefahrenquelle. Das gilt nicht nur für diejenigen, die das Fahrzeug verlassen, um den Unfall zu begutachten – schon das typische Abbremsen im Vorbeifahren führt zum Stau und stellt selbst ein Unfallrisiko dar. Mit der Verbreitung von Smartphones hat sich die Situation weiter verschlimmert. Nicht nur leiden Helfer und Opfer darunter, gegen ihr Einverständnis gefilmt und fotografiert zu werden – auch bietet die Möglichkeit zum Filmen einen zusätzlichen Anreiz. Fotos und Videos dienen dem Privatgebrauch oder werden in sozialen Medien verbreitet.

Strafkatalog soll ausgeweitet werden

Die Deutsche Polizeigewerkschaft forderte jetzt ein härteres Vorgehen: Smartphones, mit denen Aufnahmen gemacht werden, sollen konfisziert werden. Auch beim Schutz der Persönlichkeitsrechte von Verstorbenen sieht der Polizeipräsident Besserungsbedarf: Nach Paragraf 201a des Strafgesetzbuches steht derzeit zwar das Filmen von lebenden Unfallopfern unter Strafe, nicht aber das von Toten. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde eigentlich bereits im letzten Jahr in den Bundesrat eingebracht – bisher aber nicht in die Tat umgesetzt. Auslöser für die erneute Forderung war ein dramatischer Unfall auf der A6 Ende Mai. Ein LKW-Fahrer kam ums Leben, ein aufgebrachter Polizist forderte Schaulustige sarkastisch auf, den Unfalltoten näher zu betrachten.

Für Gaffen drohen bereits hohe Strafen

Gaffen zählt als Ordnungswidrigkeit und wird mit Geld- und im Extremfall mit Freiheitsstrafen belegt: Es droht ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro, das Anfertigen von Fotos und Filme gilt als Straftat, die mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden kann. Auch bei unterlassener Hilfeleistung drohen bis zu einem Jahr Haft. Dennoch landen Fälle, in denen Schaulustige Rettungsarbeiten hindern, immer wieder in den Schlagzeilen.

Es fehlt an Respekt und Gefahrenbewusstsein

An zu geringem Strafmaß liegt es also wohl eher nicht. Die Angst, belangt zu werden, scheint gering. Immerhin sind Polizei und Rettungskräfte meist mehr mit der Sicherung der Unfallstelle und der Versorgung von Verletzten beschäftigt, als mit der Aufnahme von Personalien. Auch fehlt der Respekt vor Opfern und Einsatzkräften – das zeigt sich zum Beispiel auch die immer wieder ungenügend gebildeten oder sogar von unbefugten genutzten Rettungsgassen. Immer wieder wird außerdem von Sanitätern berichtet, die angepöbelt oder angegriffen wurden, etwa, weil sie gezwungen waren, beim Rettungseinsatz ein anderes Fahrzeug zuzuparken.

Direktere Konsequenzen vielversprechend

Gegen eine Verschärfung von gegebenen Strafen spricht dennoch erstmal nichts. Direktere Konsequenzen – zum Beispiel, Smartphones zu konfiszieren – könnten tatsächlich eine effektivere Wirkung haben als die selten eingesetzten Freiheitsstrafen. Auch über Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot für Schaulustige sollte diskutiert werden. Schließlich stellen Gaffer nicht nur eine Belastung für die Opfer, sondern auch eine Verkehrsgefährdung dar.

Wie Trucker Rückenschmerzen vorbeugen können

in Allgemein von

Gerade der Beruf eines LKW-Fahrers ist mit einem erhöhten Risiko für schwere Rückenschmerzen und Bandscheibenvorfälle anfällig. Dabei gibt es keine einzelne Ursache, sondern viele unterschiedliche Aspekte, die ineinandergreifen. Zu den hauptsächlichen Gründen zählen jedoch eine permanente einseitige Haltung beim Sitzen sowie die großen Belastungen beim Be- und Entladen von Gütern. Auch der stetige Stress, den Zeitplan einzuhalten, sowie die Vibrationen der Straßen führen zu Muskelverspannungen. Der Bewegungsmangel trägt ebenso der Entstehung des Übergewichts bei.

Ungefähr zwei Drittel der Trucker schlafen etwa vier bis fünf Mal in Ihrem Arbeitsplatz – dem LKW. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass jeder zweite Fahrer unter ständigen Rückenschmerzen leidet. Der erste Schritt der Heilung ist hingegen, das Problem zu erkennen und danach zielgerichtet zu handeln.

Der richtige LKW-Sitz

Die Lösung gegen Rückenschmerzen während des Fahrens kann die Anschaffung eines hochwertigeren Sitzes sein. Dabei sollte vor allem auf die Funktion der individuellen Einstellungsmöglichkeit geachtet werden. Somit kann sich die Rückenlehne den unterschiedlichen Bedürfnissen anpassen.

Auch ist die Wahl eines orthopädischen Sitzkissens eine gute Möglichkeit, um die Wirbelsäule zu entlasten. Durch die ergonomische Form können die Beschwerden gelindert und weiter auftretende Symptome vorgebeugt werden. Das Gewicht kann sich daher besser verteilen und der Druck wird verringert. Mithilfe des Kissens nimmt die Wirbelsäule eine schonende und aufrechte Position ein, wodurch die Brust- und Lendenwirbel gestreckt werden.

Pausen und Stau nutzen

Die erforderlichen Standzeiten lassen sich optimal für Spaziergänge oder Dehnübungen nutzen. Vor allem LKW-Fahrer bewegen sich während des Fahrens viel zu selten und nehmen für mehrere Stunden am Stück die gleiche Position ein. Kleine Übungen können dagegen Abhilfe schaffen. Dabei muss man sich jedoch nicht wie ein Profi dehnen. Auch das regelmäßige Treppensteigen oder Füßestrecken hält den Körper fit. Zudem sollten Speisen und Getränke am Rasthof im Stehen eingenommen werden. Das gleiche gilt im Stau: Die kurzen Pausen am besten für das Arme-, Schulter- und Füße-Kreisen nutzen, um Muskelverspannungen zu lösen.

Den Rücken warmhalten

Wärme tut dem Rücken bekanntlich gut und wird von Vielen gerade in dieser Körperregion als sehr angenehm empfunden. Eine kalte Muskulatur verkrampft sich öfter und verursacht somit schneller Rückenschmerzen. Durch die Wärme können sich die Muskeln wieder entspannen. Ein Wärmepflaster, eine Wärmesalbe oder Wärmflasche reichen meist schon für die benötigte Erholung aus.

LKW-Pannen durch Navigationsgeräte sind vermeidbar

in Allgemein von

Ein Navigationsgerät ist nicht unfehlbar. Nicht selten müssen auch LKW-Fahrer erleben, dass diese beliebten Instrumente sie keineswegs zu dem Ziel führen, das sie anvisieren. Das Problem: Die Fahrer verlassen sich oft blind auf die Stimme aus dem Cockpit.

Daher kommt es nicht selten vor, dass die kuriosesten Unfälle passieren. So mussten schon LKW mithilfe von Kränen geborgen werden, weil sie sich in einer Sackgasse festgefahren hatten. Oder auf einem Abhang steckengeblieben waren, eine Böschung hinabrutschten oder auf einer viel zu schmalen Landstraße oder im Graben stecken blieben. Ohne das uneingeschränkte Vertrauen in ein Navigationssystem undenkbar – doch folgen viele LKW-Fahrer beharrlich dessen Anweisungen.

Zeitmangel und Vertrauen in moderne Technik

Das Problem, das viele LKW-Fahrer haben, fängt jedoch schon vor den Irrfahrten aufgrund fehlgeleiteter Navigationsgeräte an: Ihre vorgegebenen Touren müssen in einem strikten Zeitplan erledigt sein. Das bedeutet, dass mitunter wenig Zeit bleibt, um sich eine Route detailliert anzusehen, bevor man losfährt. Zudem vertrauen die LKW-Fahrer auf die meist zuverlässigen Navigationsgeräte – nicht zuletzt, weil sich viele schon mehr oder weniger gut in dem Gebiet, wo sie unterwegs sind. Das bedeutet, dass ihnen vieles bekannt vorkommt und sie nicht sofort stutzig werden, wenn das Navigationsgerät sie auf eine falsche Route schickt.

Vielfach jedoch “kennen” Navigationsgeräte nicht die neuesten Veränderungen, die durch Baustellen oder Umleitungen entstanden sind. Diese muss der Fahrer dann selbst bewältigen, was zu Verzögerungen und Umwegen führen kann. Daher sollte stets eine passende Landkarte bereit liegen, um sich bestmöglich orientieren zu können.

Was tun gegen fehlbare Navigationsgeräte?

Auch wenn es zusätzlich Arbeit macht und den Eindruck erweckt, als wäre man im vergangenen Jahrhundert stehen geblieben: Aber Karten aus Papier, in denen sich die Fahrer die komplette Route und die entscheidenden Abbiegungen markieren können, sind Gold wert. Möchte man sich doch lieber auf modernere Techniken verlassen, kann man sich die vom Navigationsgerät berechnete Route auch detailliert anzeigen lassen, bevor man losfährt. Auch bei dieser Variante sollten die entscheidenden Eckpunkte verinnerlicht werden, damit man grob Bescheid weiß. Erkennt man bei der Fahrt dann, dass die Strecke eine andere oder unangenehm zu fahren ist, bemerkt man es schnell und kann den Kurs zeitig korrigieren.

JML X-MAS Express: gefüllt mit Gaben und bereit zur Abfahrt

in Allgemein/Branche/Presse von
JML X-MAS Express, Foto: Fotolia / Konstantin Yuganov

Am vergangenen Sonntag wurde der JML X-MAS Express mit Geschenken für bedürftige Kinder gefüllt. Damit geht auch für die Organisatorinnen und Organisatoren ein Traum in Erfüllung. Bereits seit acht Monaten haben wir auf diesen Tag hingearbeitet.

Es gab viel zu tun auf dem Gelände des Logistikpartners Hegelmann in Karlsdorf-Neuthard. Ab 10 Uhr bereits konnten die Helfer im weihnachtlichen Ambiente die Geschenke für unseren JML X-MAS Express, verpacken und sortieren. Diese Geschenke werden dann ab 3. Dezember in verschiedenen Städten Deutschlands verteilt. Am Sonntag füllten mehrere Dutzend Helfer Jutesäcke mit den verschiedensten Gaben: Legosteine, Teddybären, Hörspiel-CDs. Nicht zuletzt Puppen für die Kleinsten und Selfie-Sticks für die Älteren. Diese weihnachtlichen Säcke werden an 13 Einrichtungen verteilt.

Ein starker Partner: die Til Schweiger Foundation

Ganz besonders viel Unterstützung erhielt die Aktion von der Til Schweiger Foundation. Die Stiftung lieferte wertvolle Impulse und teilte uns mit, in welchen Einrichtungen sich die Bewohner besonders freuen würden und welche Spielzeuge und Gaben am passendsten wären. Es wurde auf Alter, Geschlecht,  sowie die geistigen und motorischen Fähigkeiten geachtet, um sicherzustellen, dass das passende Geschenk beim Empfänger landet und dann richtig Spaß macht. Als Partner haben uns neben der Stiftung die Firmen Vtech, Schleich GmbH, Herpa, Schmitz Cargo Bull, Knorr-Bremse, Lego und viele weitere unterstützt.

Besonders stolz und dankbar sind wir allerdings, weil so viele Privatleute an der Aktion “Fill The Truck” am Sonntag teilgenommen haben. JML und das Aktions-Team sagen ausdrücklich Danke für dieses ehrenamtliche Engagement. Wir freuen uns über die vielen  offenen Herzen und Gemüter, die uns geholfen haben. Für alle Helfer gab es leckere Weihnachts-Spezialitäten aus der Schweiz. Und auch der Glühwein durfte natürlich nicht fehlen.

Aber wie sieht eigentlich der Truck aus?

Jetzt sind wir alle sehr gespannt auf die Enthüllung des Trucks. Der JML X-Mas Express wird sich bald der Öffentlichkeit präsentieren. Für den 1. Dezember um 12 Uhr laden wir Sie herzlich zum Fototermin ein. Es wird auch Interviewmöglichkeiten mit Janina Martig geben. Zum großen Original-Truck wird es eine Miniatur-Version zum Spielen und Sammeln geben

Ab 3. Dezember rollt der JML X-Mas Express dann für fünf Tage durch Deutschland und wird die Kinder beschenken. Folgt uns auf unseren zahlreichen Social Media Kanälen, die unserer Partner und in der Presse, um auf dem Laufenden zu bleiben. Und wenn Sie die Möglichkeit haben, sollten das Ereignis vom Ort besuchen. Hier finden Sie alle Tourtermine.

Und hier noch einige Eindrücke:

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

„FILL THE TRUCK“ – Mission 1 erfüllt ✅ Nun sind alle Jutesäcke mit tausenden #geschenken gefüllt und bereit zur Verteilung 🚛🎁. Die JML #christmas #truck #tour 2018 startet am 03. #dezember Ein grosses #danke an alle #sponsoren ,#partner und #helfer 🙏😘. Ihr seid #großartig ❗️ Trefft uns vor #ort 🌍 #frankfurt, #nordkirchen , #duisburg , #herten , #dortmund , #sprockhövel , #osnabrück , #bielefeld , #berlin , #braunschweig , #hamburg @Til Schweiger Foundation #tilschweigerfoundation @michelin #michelin #herpa Miniaturmodelle @hegelmann.deutschland #hegelmann #Knorr-Bremse #Schmidt-Spiele @schmitz_trailer #Schmitz Cargobull AG @loadfox GmbH

Ein Beitrag geteilt von Janina Martig (@janinamartig) am

Foto: Fotolia / Konstantin Yuganov

Walentina Wladimirowna Tereschkowa: Die erste Frau im All!

in Allgemein von

Mit gerade einmal 26 Jahren flog die am 6. März 1937 geborene sowjetische Kosmonautin Walentina Wladimirowna Tereschkowa am 16. Juni 1963 als erste Frau in der Geschichte ins Weltall. Dabei war sie ganze drei Tage lang auf sich allein gestellt, denn ihrem Flug wohnten keine weiteren Begleiter bei.

Mit Fleiß zum Traum

Geboren wurde sie unter ärmlichen Bedingungen. Ihr Vater, ein Traktorist, war bereits im Zweiten Weltkrieg gefallen. Als Jugendliche verdiente sie ihr erstes Geld mit Tätigkeiten in verschiedenen Industriezweigen. 1960 erhielt sie ihr Technikdiplom, da sie sich neben der Arbeit in einem Spinnerei-Kombinat in der Abendschule zur Technikerin weiterbildete.

Inspiration und erste Schritte

Juri Gagarin, der erste Mensch im Weltall, galt für sie als große Inspiration und Impulsgeber, sich selbst als Kosmonautin zu bewerben, woraufhin sie ihre Aufnahmeprüfung 1962 erfolgreich ablegte und ihre Ausbildung begann.

Durch Zufall zur Wegbereiterin

Es ist dem damaligen Regierungschef Nikita Chrustschow zu verdanken, dass Walentina Tereschkowa nur ein Jahr nach Beendigung ihrer Ausbildung zur Kosmonautin als erste Frau der Welt ins All geschickt wurde. Es wurde nach einer einfachen Arbeiterin gesucht, die dann aus tausenden Bewerberinnen ausgelost wurde. Dies sollte den Eindruck vermitteln, dass im Sozialismus jeder Person, egal welcher Herkunft, alle Wege offenstehen – anders als in den USA, mit denen sich die Sowjetunion im Zuge des Kalten Krieges im stetigen Wettrüsten befand.

Ein Traum wird Realität

Tereschkowas Faible nach Höherem entwickelte sich bereits Mitte der 50er Jahre: 1955 begann sie mit dem Fallschirmspringen. In einem Interview sagte sie “Ich habe schon als Kind von einer Reise zu den Sternen geträumt. Zur Not wäre ich auf einem Besen hingeflogen.“

Vorbild für Frauen weltweit

In den drei Tagen, die sie im All verbrachte, umkreiste Tereschkowa die Erde unglaubliche 49 Mal. Ihr Funkname lautete Tschaika, was auf Deutsch Möwe heißt. Wieder angekommen auf der Erde, wurde sie als Star gefeiert. Auch eröffnete sie allen Frauen der Sowjetunion und darüber hinaus neue Perspektiven und war die Impulsgeberin für viele Frauen, die sich in technischen Berufen etablieren wollten.

Foto: Fotolia © Vadimsadovski 

Ada Lovelace: Der erste Programmierer der Welt ist weiblich

in Allgemein von
Erste Programmiererin der Welt

Geboren als Augusta Ada Byron am 10. Dezember 1815 in einem adligen Elternhaus in London, genoss sie, den gesellschaftlichen Erwartungen ihres adligen Milieus entsprechend, eine hervorragende Ausbildung.

Schon in frühen Jahren entwickelte sich bei ihr ein großes Interesse für Mechanik. So verbrachte sie etliche Stunden damit, zeitgenössische Erfindungen sowie Konstruktionspläne für allerlei Maschinen zu studieren und eigene kleine Projekte zu inszenieren. Viele bedeutende Professoren, wie der Mathematiker Augustus de Morgan, waren hierbei essentiell für ihren weiteren Werdegang. Dieser lieferte selbst grundlegende Beiträge zur Entwicklung der mathematischen Logik und Lovelace nahm auf eigene Initiative 1841 Unterricht bei ihm.

Wegbereiterin für unsere heutigen Programmiersprachen

Mit 17 Jahren lernte Ada Lovelace den Mathematikprofessor Charles Babbage auf einer Soiree kennen, der ihr später seinen Entwurf einer Rechenmaschine, der „Analytical Engine“, vorstellte. Obwohl die Analytical Engine nie fertiggestellt wurde, gilt diese als Vorreiter des Computers. Für diesen Entwurf entwickelte Lovelace als erste Frau und erste Person überhaupt ein komplexes Programm, das bis heute als Meilenstein in der Geschichte der modernen Programmiersprachen angesehen wird. Dadurch wird sie auch heute noch als erste Programmiererin weltweit bezeichnet.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten einer bahnbrechenden Erfindung

Lovelace nutzte Programmierverfahren, bei der sie Schleifen und Verzweigungen als Kontrollstrukturen verwendete. In Grundzügen sind diese Strukturen auch heute noch in Algorithmen einfacher Abläufe vorhanden, wie beispielsweise in einem Befehl wie “Solange die Ampel rot ist, bleibe stehen, bei Grün gehe weiter”. Sie sah den mechanischen Computer nicht nur als reine Rechenmaschine an, sondern erkannte in ihm eine universelle Einsatzquelle.

Anerkennung und Bekanntheit erst über ein Jahrhundert später

Die heute existente Programmiersprache „Ada“ und die Auszeichnung „Lovelace Medal“ wurden nach Ada Lovelace benannt. Letztere wurde dem Begründer des World Wide Web Tim Berners-Lee verliehen, was symbolisch betrachtet ihre Bedeutung für das allgegenwertige Internet widerspiegelt.

Früher Tod und Vorbild für Frauen in Männer-Domänen

Mit nur 36 Jahren starb Ada Lovelace am 27. November 1852 in London an Gebärmutterhalskrebs. Postum gilt sie immer noch als Inspiration für viele Initiativen, die sich dafür einsetzen, Frauen vermehrt den Zugang zu technischen Berufen zu erleichtern.

Foto: Fotolia © BillionPhotos.com

 

Wie die Hollywood-Diva Hedy Lamarr die mobile Kommunikation erfand

in Allgemein von
Film-Diva und Erfinderin Hedy Lamarr, Foto: Wikicommons

Die Schauspielerin Hedy Lamarr schrieb in Hollywood Filmgeschichte. Doch die Fans der „schönsten Frau der Welt“ wussten nicht, dass sie in ihrer Freizeit eine bahnbrechende Erfindung machte. Lamarr entwickelte ein Verfahren, das bis heute die Grundlage für drahtlose Kommunikation bildet. Dafür wurde sie aber erst sehr spät gewürdigt.

Frühe Erfolge und ein Skandal

Geboren wurde Hedy Lamarr 1914 als Hedwig Eva Maria Kiesler in Wien, als Tochter einer wohlhabenden jüdischen Familie. Bereits als Teenagerin spielte sie am Theater und in Filmen. Als Hedy Kiesler war die junge Schauspielerin an der Seite von Stars wie Heinz Rühmann, Hans Moser oder Peter Lorre zu sehen.

Europaweit bekannt wurde sie aber mit einem Skandal-Streifen. In einem Liebesdrama von Regisseur Gustav Machatý spielte sie eine junge Frau, die unglücklich ist in ihrer Ehe mit einem reichen Mann. In einer Szene war die 18-jährige nackt zu sehen. Eine andere zeigte ihr Gesicht während des Orgasmus in Nahaufnahme. So etwas war bis dahin undenkbar gewesen. Um den Film zu vermarkten, setzte die Produktionsfirma beim Schnitt auf besonders freizügige Bilder. Die Schauspielerin sagte später, sie habe diese eindeutige Darstellung gar nicht gewollt.

Flucht aus Europa

Der Film erhielt den reißerischen Titel „Extase“. Die Premiere war im August 1933, zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Die Nationalsozialisten verboten „Extase“ als „jugendverderbend“. Auch in Österreich erlebte Lamarr Ausgrenzung. Das war praktisch das Ende ihrer Karriere. Im August 1933 heiratete sie den Industriellen Fritz Mandl. Der mächtige Waffenproduzent wurde auch „Patronenkönig“ genannt. Nach dem “Anschluss” Österreichs regierte Hitler auch in Österreich. Obwohl Mandl selbst jüdische Vorfahren hatte, verkaufte er Waffen an die Nazis. Seine Frau fand das unerträglich.

Doch die Politik war nicht das einzige Problem. Aus Eifersucht verbot Fritz Mandl seiner Gattin die Schauspielerei. Er wollte sie lediglich als Schmuckstück an seiner Seite. Hedy Kiesler war so unglücklich wie die Figur, die sie in „Extase“ gespielt hatte. In einer Nacht des Jahres 1937 schlich sie sich aus dem Haus. Hedy nahm einen Zug und floh nach London. Dort traf sie auf den amerikanischen Filmproduzenten Louis B. Mayer. Der suchte gerade nach neuen Schauspielerinnen für Metro Goldwyn-Mayer. Der Filmkonzern nahm die junge Österreicherin sofort unter Vertrag. Mayer verpasste ihr einen neuen Künstlernamen: „Hedy Lamarr“. Das erinnerte an einen zu dieser Zeit berühmten Stummfilmstar.

Schon im folgenden Jahr feierte Hedy Lamarr ihren Hollywood-Durchbruch an der Seite von Charles Boyer in dem Drama „Algiers“. Allerdings interessierte sich auch Hollywood nur für ihre Schönheit. Hedy Lamarr wollte Charakterrollen spielen, die bekam sie aber nicht.

Hedy Lamarr war eine geniale Erfinderin

In ihrer Freizeit beschäftigte sich die als „schönste Frau der Welt“ vermarktete Diva mit wissenschaftlichen Themen. Mit einem ungeheuren Wissensdurst bildete sie sich selbst weiter. Und sie verfolgte den Fortgang des Krieges in Europa. Anfang der 1940er Jahre schossen deutsche U-Boote alliierte Schiffe im Atlantik ab. Hedy Lamarr beschloss, etwas dagegen zu tun. Gemeinsam mit dem Komponisten George Antheil entwickelte sie eine Funkfernsteuerung für Torpedos. Die basierte auf Lochstreifen, wie sie in selbstspielenden Klavieren verwendet werden. Die Erfindung wurde patentiert, aber nicht umgesetzt. Für die technischen Möglichkeiten der Zeit erschien sie zu komplex. Erst in den 1950er Jahren griffen andere Forscher die Idee wieder auf.

Frequency Hopping: Basis von Bluethooth und WLAN

Hedy Lamarr erfand das Frequenzsprungverfahren, das sogenannte „Frequency Hopping“. Bei diesem Verfahren nutzen Sender und Empfänger mehrere Kanäle, zwischen denen sie gleichzeitig wechseln. Dadurch wird es für Dritte unmöglich, die Kommunikation abzuhören. Das Frequenzsprungverfahren bildet heute die Grundlage für mobile Kommunikationssysteme wie Bluetooth und WLAN. Selbstverständlich war Hedy Lamarrs Erfindung nur ein sehr früher Vorgänger davon. Aber unsere digitale Mobilkommunikation basiert auf ihrer Grundidee.

Heutige Lkw-Fahrerinnen und Fahrer verwenden Bluetooth zum Beispiel in Freisprechanlagen. Die Zukunfts-Technologie des Platooning arbeitet mit WLAN. Dabei werden mehrere Trucks mit drahtloser Kommunikation koordiniert und können effizient hintereinander fahren. Das alles wäre ohne Hedy Lamarr nicht möglich. Zu Lebzeiten wurde die Erfinderin für ihre Leistungen kaum gewürdigt. Erst nach ihrem Tod im Jahr 200 wurde sie zur Kult-Figur. Vor allem Frauen in männerdominierten Tech-Berufen sahen in ihr ein Vorbild.

Til Schweiger Foundation und JML sammeln weiter für den Weihnachstruck 2018

in Allgemein/Trucker Events/Trucks von
Logo von Janina Martig Logistics

Logo der Til-Schweiger-Foundation Basel, September 2018

Im Advent 2018 wird der erste JML Weihnachstruck in Zusammenarbeit mit der Til Schweiger Stiftung quer durch Deutschland und die Schweiz touren, um benachteiligten Kindern Weihnachtsgeschenke zu überreichen.

Janina Martig wird die Tour in Begleitung des Weihnachtsmannes fahren.
Der festlich geschmückte 40 t Sattelzug wird mehr als 1.000 Kindern im Alter bis zu 16 Jahren ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Weiterlesen

Go to Top