by Janina Martig

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Allgemein

Lkw-Fahrer sind keine Entladehelfer

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Oft sehen sich Berufskraftfahrer der Erwartung ausgesetzt, nach der Ankunft an der Rampe auch Entladung der Güter vom Lkw zu übernehmen. Das gehört laut dem Handelsgesetzbuch (HGB) nicht den Aufgaben des Lkw-Fahrers. Das betonten jetzt auch der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), der Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL) und der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV). Die Verbände veröffentlichten gemeinsam einen Info-Flyer zu diesem Anliegen. Schon 2013 wurde ein Gutachten vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Auftrag gegeben, welches das Thema der langen Wartezeiten an Rampen beleuchten sollte. In diesem Gutachten wurde festgestellt, dass die Ursache für lange Karenzfristen die fehlenden vertraglichen Abmachungen unter dem Fahrer und dem Warenempfänger ist. Oft kommt es zu Unstimmigkeiten zwischen beiden Parteien. Eskaliert der Streitfall, wird die Arbeit niedergelegt, Wartezeiten verlängern sich.

Pflichten des Transportunternehmens und des Fahrers

Ein Lieferant hat bestimmte Vorgaben, an die er sich, nach Absprache mit seinem Transportunternehmen und des Warenempfängers, zu halten hat. So muss der Warenlieferant, die mit dem Auftraggeber vereinbarten Liefertermine einhalten und sich beim Pförtner zur Registrierung melden. Zu weiteren Pflichten des Fahrzeugführers gehört es beispielsweise, den Lastkraftwagen an den vom Auftraggeber angegebenen Ort zur Entladung abzustellen und den Anhänger dafür zu öffnen. Neben dem Öffnen des Fahrzeugs, ist der Lkw-Fahrer verpflichtet, die eigenen Ladungssicherungsmittel zu entfernen, um das Entladen möglich zu machen. Außerdem muss der Kraftfahrer die Überprüfung der Waren hinsichtlich ihrer Unversehrtheit und Vollständigkeit ermöglichen und gegebenenfalls Tauschpaletten an der Rampe entgegennehmen, soweit eine Tauschverpflichtung der beiden Vertragspartner besteht. Das Entladen des Fahrzeugs hingegen gehört nicht zu den Aufgaben des LKW-Fahrzeugführers.

Vertragliche Abregelung der Entladepflicht eines Lkw-Fahrers

In der Praxis lassen sich diese Vorgaben nur selten durchsetzen. Nicht immer ist es dem Fahrer möglich, das selbstständige Abladen der Ware zu verweigern. In diesem Fall sollte diese Tätigkeit aber zumindest in einem Arbeitsvertrag verankert sein. Sind im Anstellungsvertrag lediglich „Lenktätigkeiten“ festgeschrieben, muss der Arbeitnehmer auch keinerlei Abladearbeiten verrichten. Es gibt noch mehr Sonderfälle: Handelt es sich um einen LKW mit fest installiertem Ladekran, gehört das Be- und Entladen des Fahrzeugs selbstredend zu den Aufgaben des Fahrzeugführers dazu. In jedem Fall ist der Fahrer verpflichtet, eine sichere Verladung sicherzustellen – unabhängig davon, ob er diese selbst durchführt oder nicht. Bei einem Be- und Entladen des Fahrzeugs durch Dritte besteht für den Fahrer also Aufsichtspflicht.

Foto: © Picture news/Adobe Stock

Toter Winkel: Die wichtigsten Fragen beantwortet

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Ein toter Winkel ist der Bereich, der aus dem Fahrzeug nicht mit Rück- und Seitenspiegeln eingesehen werden kann. Dieser verursacht vor allem Risiken bei Überholmanövern sowie beim Versuch abzubiegen. Gerade LKW-Fahrer geraten regelmäßig in riskante Situationen, da diese kein Rückfenster besitzen und der tote Winkel oftmals größer und gefährlicher als bei einem PKW werden kann. Im Folgenden werden die wichtigsten Fragen dazu beantwortet.

Wo befindet sich der tote Winkel?

Lastwagen haben im Gegensatz zu normalen Autos kein Rückfenster. Somit fällt der Bereich weg, der sonst durch den Rückspiegel eingesehen werden kann. Daher ist die Gefahr für Fahrradfahrer und andere sich nähernde Autos umso größer. Gerade das Rechtsabbiegen ist für LKW-Fahrer ein besonders nervenaufreibender Akt. Da Radfahrer rechts neben den Fahrzeugen fahren, geraten sie vor allem schnell in den toten Winkel. So werden durch die Länge eines Lastwagens besonders die Hinterreifen gefährlich, denn Radfahrer können durch den kürzeren Fahrweg der Hinterreifen schneller unter die Reifen geraten, wenn sie in der Kurve übersehen werden.

Wie kann ein toter Winkel besser eingesehen werden?

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat sich dafür eingesetzt, dass zahlreiche Risiken des toten Winkels bei LKW`s verringert werden. So wurde bereits 1992 in Deutschland die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) geändert und ein zweiter Spiegel für alle LKW über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht vorgesehen. Dieser muss in einem anderen Winkel eingestellt sein, damit ein größeres Sichtfeld abgedeckt wird.

Durch Verordnungen der EU wurden weitere Spiegel wie ein Front- und Rampenspiegel vorgeschrieben. Grundsätzlich ist es laut StVZO wichtig, „dass der Fahrzeugführer nach rückwärts, zur Seite und unmittelbar vor dem Fahrzeug auch beim Mitführen von Anhängern – alle für ihn wesentlichen Verkehrsvorgänge beobachten kann.“ Leider kommt es jährlich immer noch zu ungefähr 135 Unfällen mit Personen.

Gibt es technische Hilfsmittel?

Neben der klassischen Verwendung von Spiegeln gibt es heutzutage modernste Technik, um die Einsicht in den Straßenverkehr für LKW-Fahrer zu erleichtern. So gibt es diverse Fahrassistenten, die mehr Sicherheit während der Fahrt garantieren. Der Spurwechselassistent beispielsweise erkennt drohende Gefahren beim Spurwechsel und warnt vor diesen. Das System ist jeweils rechts und links an den Seitenspiegeln angebracht und überwacht den umliegenden Raum mithilfe von Ultraschall, Radar oder Laser. „Aktive Assistenten“ greifen, wenn nötig, auch selbst in die Lenkung ein.

Auch Kamera-Systeme können eine geeignete Lösung schaffen. Stellen, die häufig schwer durch Spiegel einzusehen sind, werden somit über Bilder an einen Monitor an den Fahrer gesendet.  Zudem kann dadurch auch das Parken erleichtert werden.

Worauf müssen LKW-Fahrer achten?

Vor jedem Fahrtbeginn sollten alle Rück- und Außenspiegel kontrolliert und korrekt eingestellt werden, damit jeder Außenbereich so gut wie möglich einsehbar ist. Auch sollten Fahrer beim Warten oder Anfahren vor allem den rechten Fahrbahnrand auf Fußgänger und Radfahrer beobachten. Kurz vor dem Abbiegen oder Spurenwechsel ist es unumgänglich, vorher in jeden Spiegel zu schauen und den Schulterblick zu verwenden, um den gesamten Außenbereich abzusichern. Nur wenn diese Punkte konsequent eingehalten werden, ist ein sicheres Fahren möglich.

Bild: Fotolia © andrey_iv

Das sollte bei einem Stau beachtet werden

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Die Feriensaison hat begonnen und viele Menschen fahren nun ab sofort in ihren wohlverdienten Urlaub. Allerdings drohen dadurch auch gleichzeitig überfüllte Autobahnen, endlos wirkende Staus und lange Wartezeiten. Ein Stau entsteht, wenn ein hohes Verkehrsaufkommen, ein Unfall oder eine Baustelle auftreten. Da die einzelnen Fahrer in unterschiedlichem Maße abbremsen, kommt es zu unregelmäßigen Verzögerungen und der Verkehrsfluss beginnt zu stocken. Wer also sicher und stressfrei an sein Ziel kommen möchte, sollte die folgenden Tipps beachten.

Rettungsgasse bilden

Wenn ein Stau entsteht, sind alle Fahrer verpflichtet, eine Rettungsgasse für eventuell durchfahrende Notfallwagen zu bilden. Was viele nicht wissen: Eine Rettungsgasse darf nicht erst dann gebildet werden, wenn sich das Einsatzfahrzeug bereits von hinten annähert. Sie muss bereits entstehen, wenn der Verkehr zu stocken beginnt.

Dafür müssen Fahrzeuge auf dem linken Fahrstreifen so weit wie möglich nach links ausweichen. Alle Fahrzeuge auf den übrigen Fahrstreifen müssen sich rechts halten. Die Anzahl der Fahrstreifen ist dabei unwichtig. Sollte sich ein Fahrer nicht an die gesetzliche Vorschrift halten, droht ein Bußgeld zwischen 200 und 320 Euro sowie 2 Punkte.

Gut zu wissen: Grundsätzlich dürfen LKW-Fahrer laut Gesetz bei Staus die mittlere Fahrspur benutzen. Jedoch ist es ratsam, bei einem Stau mit dem LKW auf die rechte Spur auszuweichen, um eine zu enge Rettungsgasse zu vermeiden.

Standstreifen freihalten

Auch wenn der Stau immer größer wird: Niemand darf auf der Standspur halten, parken oder sogar fahren. Wer dies missachtet, riskiert ein Bußgeld bis zu 75€ und einen Punkt. Eine Ausnahme gilt, wenn Verkehrszeichen die Nutzung des Standstreifens erlauben.

Neben der Strafe warten auch zahlreiche Gefahren auf die Benutzung der Standspur: Das plötzliche Öffnen von Türen oder Wagen, die ausscheren oder abbiegen wollen. Es ist somit auch sicherer, auf den üblichen Fahrstreifen zu fahren.

Blinker einschalten

Wer sich am Stauende befindet, sollte den Blinker einschalten, um dem nachfolgenden Verkehr ein Signal zu geben und eventuelle Auffahrunfälle zu vermeiden. Wer die Lichtzeichen nicht verwendet, kann bei einem Unfall zu 25 Prozent des Schadens haftbar gemacht werden.

Nicht aussteigen

Laut der Straßenverkehrsordnung ist es im Stau verboten, auf der Autobahn das Fahrzeug zu verlassen. Dies wird lediglich beim Absichern der Fahrbahn bei einem Unfall erlaubt. Hier muss bei einem Verstoß ein Verwarnungsgeld in Höhe von 10€ gezahlt werden.

Wenn der Verkehr allerdings bei einer Vollsperrung für eine lange Zeit stocken bleibt, ist es möglich, sich für eine kurze Zeit die Beine zu vertreten. Dabei dürfen Rettungskräfte natürlich nicht behindert und sich auch nicht vom Fahrzeug zu weit wegbewegt werden.

Bild: Fotolia © Tom Heitz

Steinschlag des Hintermanns – wer haftet?

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Ein bekanntes Szenario unter vielen Berufskraftfahrern: Scheinbar aus dem Nichts meldet sich ein erboster PKW-Fahrer, der mit seinem Fahrzeug hinter dem LKW unterwegs war. Grund ist ein angeblich vom Laster verursachten Steinschlag. Das Ärgernis auf der Windschutzscheibe zählt zu den häufigsten Ursachen für Glasschäden am Auto. Aber wer zahlt im Schadensfall?

Urteil aus Heidelberg

Seit 2011 muss der vorausfahrende LKW-Fahrer dafür haften. Das entschied das Landgericht Heidelberg, nachdem zuvor ein Amtsgericht den Anspruch der Klägerin verneint hatte. Basis für die Entscheidung war unter anderem das Vorhandensein einer glaubwürdigen Zeugin in der Tochter der Geschädigten, sodass keine begründeten Zweifel am LKW als Verursacher bestanden. Die Nachweispflicht liegt weiterhin beim Geschädigten – ist der Kausalzusammenhang aber bestätigt, muss der LKW die für einen Haftungsausschluss relevanten Fragen klären. Dabei geht es vornehmlich darum, ob der Stein von einer unzureichend gesicherten Ladefläche herabgefallen ist oder nur von den Rädern aufgewirbelt wurde.

Steinschlag durch aufgewirbelte Steine

Kommt es zum Steinschlag wegen aufgewirbelter Steine, muss meist der Geschädigte selbst – beziehungsweise seine Versicherung – für die Reparatur aufkommen. Ein durch Reifen aufgewirbelter Stein gilt als unabwendbares Ereignis und ist damit nicht die Schuld des LKW-Fahrers. Ausnahmen gibt es bei unangemessenem Verhalten auf Geröllstraßen oder Straßen, die wegen einer Baustelle vermehrt mit Kiesel oder Schotter bedeckt sind. Wer hier zu schnell fährt oder überholt, kann für den Schaden des nachfolgenden Fahrzeugs haftbar gemacht werden.

Steinschlag durch verlorene Ladung

Jeder LKW-Fahrer ist verpflichtet, seine Ladung ordnungsgemäß zu sichern und somit dafür zu sorgen, dass bei der Fahrt nichts herunterfällt. Wird der Steinschlag also durch einen von der Ladefläche herabfallenden Stein ausgelöst, haftet die Versicherung des LKW-Fahrers. Besonders für Kies- und Erdtransporte ist das von Bedeutung. Entsteht nachweislich ein Schaden durch verlorene Ladung, ist die Haftpflichtversicherung des LKWs uneingeschränkt eintrittspflichtig.

Beweispflicht liegt beim Geschädigten

Selbst, wenn ein Anspruch vorliegt, muss derjenige, der Forderungen gelten machen möchte, die Schuld des LKWs erst einmal nachweisen.
Generell wird hier im Sinne des Geschädigten entschieden, wenn nachgewiesen werden kann, dass ein Schaden durch herabfallende Ladung des vorausfahrenden LKWs plausibel ist. Dafür muss beispielsweise der Abstand stimmen. In einem Urteil des Landgerichts Coburg von 2015 wurde zugunsten des LKW-Fahrers entschieden. Der Grund: Ein erst zwei Wochen nach dem Vorfall erstelltes Gutachten sowie alte und neue Schäden am Kraftfahrzeug, die Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Klägers hervorriefen.

Versicherung und Eigenbeteiligung

Verursacht man durch eigenes Verschulden einen Steinschlag in der Frontscheibe des Hintermanns – etwa durch unzureichend gesicherte Ladung oder erhöhte Geschwindigkeit auf einer Schotterstraße – zahlt die Haftpflichtversicherung. Bei einem Steinschlag auf der eigenen Scheibe hingegen übernehmen lediglich Teilkasko und Vollkasko die Reparatur. KFZ-Fahrer, die nur eine Haftpflicht haben – 2017 waren das immerhin rund 15,9 Millionen Vertragsnehmer – werden also umso motivierter sein, den entstandenen Schaden einzufordern.
Wer sicher gehen möchte, der holt sich aus diesem Grund in jedem Fall schon mal im Vorfeld eine Rechtsschutzversicherung. So hat man bei ungerechtfertigten oder strittigen Forderungen gleich Unterstützung.

Wie kann man Reifenplatzer vorbeugen?

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Gerade bei anhaltenden Sommertemperaturen steigt das Risiko eines Reifenplatzers, insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten und schlecht gewarteten Reifen. Dazu äußert sich ADAC Geschäftsführer Christoph Walter: „Extreme Hitze in Kombination mit zu niedrigem Luftdruck ist eine der häufigsten und meist unterschätzten Ursachen für Reifenschäden.“ Bei Temperaturen über 30 Grad Celsius kann die Asphalttemperatur schnell auf 40 bis 60 Grad Celsius ansteigen. Somit werden die Reifen weicher, überhitzen und können sogar Feuer fangen. Daher gilt, gerade in der warmen Sommerzeit, einige Tipps zu beachten.

Reifendruck überprüfen

Bei heißen Temperaturen sollte unbedingt der Druck des kalten Reifens regelmäßig kontrolliert werden. Wenn der Druck zu niedrig ist, hat der Reifen mehr Auflagefläche, weshalb dieser sich bei höheren Geschwindigkeiten durch die Reibung mit der Straße schneller erhitzt. Dabei können Reifentemperaturen von bis zu 100 Grad Celsius entstehen. Somit ist es nicht verwunderlich, wenn sich dann einzelne Teile des Reifens ablösen.

Reifen auf Beschädigungen untersuchen

Nur ein kleiner Stoß gegen die Bordsteinkante und schon kann die Oberfläche des Reifens durch Beulen oder Risse beschädigt werden. Auch Nägel, kleinere Steine oder andere Gegenstände können den Reifen abnutzen. Daher sollte neben einer ständigen Kontrolle des Drucks auch der Reifen auf Demolierungen geprüft werden, denn das kleinste Loch kann schon zu einem langsamen Abfall des Reifendrucks führen, wodurch sich das Risiko für Reifenplatzer erhöht.

Auf Sommerreifen umstellen

Faule aufgepasst: Im Sommer sollte definitiv nicht mit Winterreifen gefahren werden. Winterreifen sind aus einer weicheren Gummimischung zusammengesetzt, weshalb diese die Hitze nicht gut vertragen. Sommerreifen sind hingegen härter und gegen warme Temperaturen robuster.

Richtig reagieren

Sollte es doch unverhofft zu einem Reifenplatzer kommen, ist die richtige Handlung erforderlich. Oftmals kann man einen beinah platzenden Reifen an ungewöhnlichen Vibrationen und Geräuschen erkennen. Dann sollte man umgehend die Straße verlassen, auf einem Seitenstreifen halten und den Reifen untersuchen.

Platzt der Reifen während der Fahrt, sind ein lauter und explosionsartiger Knall sowie eine hohe Rauchbildung typisch. Hier ist es wichtig, die Ruhe zu bewahren und das Lenkrad gerade festzuhalten, um die Spur zu halten. Keinesfalls sollte ruckartig gebremst werden. Anstatt dessen dosiert zwischenbremsen und das Fahrzeug ausrollen lassen.

Polizei fordert: Schaulustige sollen höher bestraft werden

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Gaffer fallen bei fast jeder Unfallstelle negativ auf. Im besten Fall sind die Schaulustigen lediglich ein geschmackloses Ärgernis – oft behindern die neugierigen Beisteher aber auch den Verkehrsfluss und die Rettungsarbeiten. Dann werden die Schaulustigen zur echten Gefahrenquelle. Das gilt nicht nur für diejenigen, die das Fahrzeug verlassen, um den Unfall zu begutachten – schon das typische Abbremsen im Vorbeifahren führt zum Stau und stellt selbst ein Unfallrisiko dar. Mit der Verbreitung von Smartphones hat sich die Situation weiter verschlimmert. Nicht nur leiden Helfer und Opfer darunter, gegen ihr Einverständnis gefilmt und fotografiert zu werden – auch bietet die Möglichkeit zum Filmen einen zusätzlichen Anreiz. Fotos und Videos dienen dem Privatgebrauch oder werden in sozialen Medien verbreitet.

Strafkatalog soll ausgeweitet werden

Die Deutsche Polizeigewerkschaft forderte jetzt ein härteres Vorgehen: Smartphones, mit denen Aufnahmen gemacht werden, sollen konfisziert werden. Auch beim Schutz der Persönlichkeitsrechte von Verstorbenen sieht der Polizeipräsident Besserungsbedarf: Nach Paragraf 201a des Strafgesetzbuches steht derzeit zwar das Filmen von lebenden Unfallopfern unter Strafe, nicht aber das von Toten. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde eigentlich bereits im letzten Jahr in den Bundesrat eingebracht – bisher aber nicht in die Tat umgesetzt. Auslöser für die erneute Forderung war ein dramatischer Unfall auf der A6 Ende Mai. Ein LKW-Fahrer kam ums Leben, ein aufgebrachter Polizist forderte Schaulustige sarkastisch auf, den Unfalltoten näher zu betrachten.

Für Gaffen drohen bereits hohe Strafen

Gaffen zählt als Ordnungswidrigkeit und wird mit Geld- und im Extremfall mit Freiheitsstrafen belegt: Es droht ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro, das Anfertigen von Fotos und Filme gilt als Straftat, die mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden kann. Auch bei unterlassener Hilfeleistung drohen bis zu einem Jahr Haft. Dennoch landen Fälle, in denen Schaulustige Rettungsarbeiten hindern, immer wieder in den Schlagzeilen.

Es fehlt an Respekt und Gefahrenbewusstsein

An zu geringem Strafmaß liegt es also wohl eher nicht. Die Angst, belangt zu werden, scheint gering. Immerhin sind Polizei und Rettungskräfte meist mehr mit der Sicherung der Unfallstelle und der Versorgung von Verletzten beschäftigt, als mit der Aufnahme von Personalien. Auch fehlt der Respekt vor Opfern und Einsatzkräften – das zeigt sich zum Beispiel auch die immer wieder ungenügend gebildeten oder sogar von unbefugten genutzten Rettungsgassen. Immer wieder wird außerdem von Sanitätern berichtet, die angepöbelt oder angegriffen wurden, etwa, weil sie gezwungen waren, beim Rettungseinsatz ein anderes Fahrzeug zuzuparken.

Direktere Konsequenzen vielversprechend

Gegen eine Verschärfung von gegebenen Strafen spricht dennoch erstmal nichts. Direktere Konsequenzen – zum Beispiel, Smartphones zu konfiszieren – könnten tatsächlich eine effektivere Wirkung haben als die selten eingesetzten Freiheitsstrafen. Auch über Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot für Schaulustige sollte diskutiert werden. Schließlich stellen Gaffer nicht nur eine Belastung für die Opfer, sondern auch eine Verkehrsgefährdung dar.

Wie Trucker Rückenschmerzen vorbeugen können

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Gerade der Beruf eines LKW-Fahrers ist mit einem erhöhten Risiko für schwere Rückenschmerzen und Bandscheibenvorfälle anfällig. Dabei gibt es keine einzelne Ursache, sondern viele unterschiedliche Aspekte, die ineinandergreifen. Zu den hauptsächlichen Gründen zählen jedoch eine permanente einseitige Haltung beim Sitzen sowie die großen Belastungen beim Be- und Entladen von Gütern. Auch der stetige Stress, den Zeitplan einzuhalten, sowie die Vibrationen der Straßen führen zu Muskelverspannungen. Der Bewegungsmangel trägt ebenso der Entstehung des Übergewichts bei.

Ungefähr zwei Drittel der Trucker schlafen etwa vier bis fünf Mal in Ihrem Arbeitsplatz – dem LKW. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass jeder zweite Fahrer unter ständigen Rückenschmerzen leidet. Der erste Schritt der Heilung ist hingegen, das Problem zu erkennen und danach zielgerichtet zu handeln.

Der richtige LKW-Sitz

Die Lösung gegen Rückenschmerzen während des Fahrens kann die Anschaffung eines hochwertigeren Sitzes sein. Dabei sollte vor allem auf die Funktion der individuellen Einstellungsmöglichkeit geachtet werden. Somit kann sich die Rückenlehne den unterschiedlichen Bedürfnissen anpassen.

Auch ist die Wahl eines orthopädischen Sitzkissens eine gute Möglichkeit, um die Wirbelsäule zu entlasten. Durch die ergonomische Form können die Beschwerden gelindert und weiter auftretende Symptome vorgebeugt werden. Das Gewicht kann sich daher besser verteilen und der Druck wird verringert. Mithilfe des Kissens nimmt die Wirbelsäule eine schonende und aufrechte Position ein, wodurch die Brust- und Lendenwirbel gestreckt werden.

Pausen und Stau nutzen

Die erforderlichen Standzeiten lassen sich optimal für Spaziergänge oder Dehnübungen nutzen. Vor allem LKW-Fahrer bewegen sich während des Fahrens viel zu selten und nehmen für mehrere Stunden am Stück die gleiche Position ein. Kleine Übungen können dagegen Abhilfe schaffen. Dabei muss man sich jedoch nicht wie ein Profi dehnen. Auch das regelmäßige Treppensteigen oder Füßestrecken hält den Körper fit. Zudem sollten Speisen und Getränke am Rasthof im Stehen eingenommen werden. Das gleiche gilt im Stau: Die kurzen Pausen am besten für das Arme-, Schulter- und Füße-Kreisen nutzen, um Muskelverspannungen zu lösen.

Den Rücken warmhalten

Wärme tut dem Rücken bekanntlich gut und wird von Vielen gerade in dieser Körperregion als sehr angenehm empfunden. Eine kalte Muskulatur verkrampft sich öfter und verursacht somit schneller Rückenschmerzen. Durch die Wärme können sich die Muskeln wieder entspannen. Ein Wärmepflaster, eine Wärmesalbe oder Wärmflasche reichen meist schon für die benötigte Erholung aus.

LKW-Pannen durch Navigationsgeräte sind vermeidbar

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Ein Navigationsgerät ist nicht unfehlbar. Nicht selten müssen auch LKW-Fahrer erleben, dass diese beliebten Instrumente sie keineswegs zu dem Ziel führen, das sie anvisieren. Das Problem: Die Fahrer verlassen sich oft blind auf die Stimme aus dem Cockpit.

Daher kommt es nicht selten vor, dass die kuriosesten Unfälle passieren. So mussten schon LKW mithilfe von Kränen geborgen werden, weil sie sich in einer Sackgasse festgefahren hatten. Oder auf einem Abhang steckengeblieben waren, eine Böschung hinabrutschten oder auf einer viel zu schmalen Landstraße oder im Graben stecken blieben. Ohne das uneingeschränkte Vertrauen in ein Navigationssystem undenkbar – doch folgen viele LKW-Fahrer beharrlich dessen Anweisungen.

Zeitmangel und Vertrauen in moderne Technik

Das Problem, das viele LKW-Fahrer haben, fängt jedoch schon vor den Irrfahrten aufgrund fehlgeleiteter Navigationsgeräte an: Ihre vorgegebenen Touren müssen in einem strikten Zeitplan erledigt sein. Das bedeutet, dass mitunter wenig Zeit bleibt, um sich eine Route detailliert anzusehen, bevor man losfährt. Zudem vertrauen die LKW-Fahrer auf die meist zuverlässigen Navigationsgeräte – nicht zuletzt, weil sich viele schon mehr oder weniger gut in dem Gebiet, wo sie unterwegs sind. Das bedeutet, dass ihnen vieles bekannt vorkommt und sie nicht sofort stutzig werden, wenn das Navigationsgerät sie auf eine falsche Route schickt.

Vielfach jedoch “kennen” Navigationsgeräte nicht die neuesten Veränderungen, die durch Baustellen oder Umleitungen entstanden sind. Diese muss der Fahrer dann selbst bewältigen, was zu Verzögerungen und Umwegen führen kann. Daher sollte stets eine passende Landkarte bereit liegen, um sich bestmöglich orientieren zu können.

Was tun gegen fehlbare Navigationsgeräte?

Auch wenn es zusätzlich Arbeit macht und den Eindruck erweckt, als wäre man im vergangenen Jahrhundert stehen geblieben: Aber Karten aus Papier, in denen sich die Fahrer die komplette Route und die entscheidenden Abbiegungen markieren können, sind Gold wert. Möchte man sich doch lieber auf modernere Techniken verlassen, kann man sich die vom Navigationsgerät berechnete Route auch detailliert anzeigen lassen, bevor man losfährt. Auch bei dieser Variante sollten die entscheidenden Eckpunkte verinnerlicht werden, damit man grob Bescheid weiß. Erkennt man bei der Fahrt dann, dass die Strecke eine andere oder unangenehm zu fahren ist, bemerkt man es schnell und kann den Kurs zeitig korrigieren.

JML X-MAS Express: gefüllt mit Gaben und bereit zur Abfahrt

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JML X-MAS Express, Foto: Fotolia / Konstantin Yuganov

Am vergangenen Sonntag wurde der JML X-MAS Express mit Geschenken für bedürftige Kinder gefüllt. Damit geht auch für die Organisatorinnen und Organisatoren ein Traum in Erfüllung. Bereits seit acht Monaten haben wir auf diesen Tag hingearbeitet.

Es gab viel zu tun auf dem Gelände des Logistikpartners Hegelmann in Karlsdorf-Neuthard. Ab 10 Uhr bereits konnten die Helfer im weihnachtlichen Ambiente die Geschenke für unseren JML X-MAS Express, verpacken und sortieren. Diese Geschenke werden dann ab 3. Dezember in verschiedenen Städten Deutschlands verteilt. Am Sonntag füllten mehrere Dutzend Helfer Jutesäcke mit den verschiedensten Gaben: Legosteine, Teddybären, Hörspiel-CDs. Nicht zuletzt Puppen für die Kleinsten und Selfie-Sticks für die Älteren. Diese weihnachtlichen Säcke werden an 13 Einrichtungen verteilt.

Ein starker Partner: die Til Schweiger Foundation

Ganz besonders viel Unterstützung erhielt die Aktion von der Til Schweiger Foundation. Die Stiftung lieferte wertvolle Impulse und teilte uns mit, in welchen Einrichtungen sich die Bewohner besonders freuen würden und welche Spielzeuge und Gaben am passendsten wären. Es wurde auf Alter, Geschlecht,  sowie die geistigen und motorischen Fähigkeiten geachtet, um sicherzustellen, dass das passende Geschenk beim Empfänger landet und dann richtig Spaß macht. Als Partner haben uns neben der Stiftung die Firmen Vtech, Schleich GmbH, Herpa, Schmitz Cargo Bull, Knorr-Bremse, Lego und viele weitere unterstützt.

Besonders stolz und dankbar sind wir allerdings, weil so viele Privatleute an der Aktion “Fill The Truck” am Sonntag teilgenommen haben. JML und das Aktions-Team sagen ausdrücklich Danke für dieses ehrenamtliche Engagement. Wir freuen uns über die vielen  offenen Herzen und Gemüter, die uns geholfen haben. Für alle Helfer gab es leckere Weihnachts-Spezialitäten aus der Schweiz. Und auch der Glühwein durfte natürlich nicht fehlen.

Aber wie sieht eigentlich der Truck aus?

Jetzt sind wir alle sehr gespannt auf die Enthüllung des Trucks. Der JML X-Mas Express wird sich bald der Öffentlichkeit präsentieren. Für den 1. Dezember um 12 Uhr laden wir Sie herzlich zum Fototermin ein. Es wird auch Interviewmöglichkeiten mit Janina Martig geben. Zum großen Original-Truck wird es eine Miniatur-Version zum Spielen und Sammeln geben

Ab 3. Dezember rollt der JML X-Mas Express dann für fünf Tage durch Deutschland und wird die Kinder beschenken. Folgt uns auf unseren zahlreichen Social Media Kanälen, die unserer Partner und in der Presse, um auf dem Laufenden zu bleiben. Und wenn Sie die Möglichkeit haben, sollten das Ereignis vom Ort besuchen. Hier finden Sie alle Tourtermine.

Und hier noch einige Eindrücke:

 

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„FILL THE TRUCK“ – Mission 1 erfüllt ✅ Nun sind alle Jutesäcke mit tausenden #geschenken gefüllt und bereit zur Verteilung 🚛🎁. Die JML #christmas #truck #tour 2018 startet am 03. #dezember Ein grosses #danke an alle #sponsoren ,#partner und #helfer 🙏😘. Ihr seid #großartig ❗️ Trefft uns vor #ort 🌍 #frankfurt, #nordkirchen , #duisburg , #herten , #dortmund , #sprockhövel , #osnabrück , #bielefeld , #berlin , #braunschweig , #hamburg @Til Schweiger Foundation #tilschweigerfoundation @michelin #michelin #herpa Miniaturmodelle @hegelmann.deutschland #hegelmann #Knorr-Bremse #Schmidt-Spiele @schmitz_trailer #Schmitz Cargobull AG @loadfox GmbH

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Foto: Fotolia / Konstantin Yuganov

Walentina Wladimirowna Tereschkowa: Die erste Frau im All!

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Mit gerade einmal 26 Jahren flog die am 6. März 1937 geborene sowjetische Kosmonautin Walentina Wladimirowna Tereschkowa am 16. Juni 1963 als erste Frau in der Geschichte ins Weltall. Dabei war sie ganze drei Tage lang auf sich allein gestellt, denn ihrem Flug wohnten keine weiteren Begleiter bei.

Mit Fleiß zum Traum

Geboren wurde sie unter ärmlichen Bedingungen. Ihr Vater, ein Traktorist, war bereits im Zweiten Weltkrieg gefallen. Als Jugendliche verdiente sie ihr erstes Geld mit Tätigkeiten in verschiedenen Industriezweigen. 1960 erhielt sie ihr Technikdiplom, da sie sich neben der Arbeit in einem Spinnerei-Kombinat in der Abendschule zur Technikerin weiterbildete.

Inspiration und erste Schritte

Juri Gagarin, der erste Mensch im Weltall, galt für sie als große Inspiration und Impulsgeber, sich selbst als Kosmonautin zu bewerben, woraufhin sie ihre Aufnahmeprüfung 1962 erfolgreich ablegte und ihre Ausbildung begann.

Durch Zufall zur Wegbereiterin

Es ist dem damaligen Regierungschef Nikita Chrustschow zu verdanken, dass Walentina Tereschkowa nur ein Jahr nach Beendigung ihrer Ausbildung zur Kosmonautin als erste Frau der Welt ins All geschickt wurde. Es wurde nach einer einfachen Arbeiterin gesucht, die dann aus tausenden Bewerberinnen ausgelost wurde. Dies sollte den Eindruck vermitteln, dass im Sozialismus jeder Person, egal welcher Herkunft, alle Wege offenstehen – anders als in den USA, mit denen sich die Sowjetunion im Zuge des Kalten Krieges im stetigen Wettrüsten befand.

Ein Traum wird Realität

Tereschkowas Faible nach Höherem entwickelte sich bereits Mitte der 50er Jahre: 1955 begann sie mit dem Fallschirmspringen. In einem Interview sagte sie “Ich habe schon als Kind von einer Reise zu den Sternen geträumt. Zur Not wäre ich auf einem Besen hingeflogen.“

Vorbild für Frauen weltweit

In den drei Tagen, die sie im All verbrachte, umkreiste Tereschkowa die Erde unglaubliche 49 Mal. Ihr Funkname lautete Tschaika, was auf Deutsch Möwe heißt. Wieder angekommen auf der Erde, wurde sie als Star gefeiert. Auch eröffnete sie allen Frauen der Sowjetunion und darüber hinaus neue Perspektiven und war die Impulsgeberin für viele Frauen, die sich in technischen Berufen etablieren wollten.

Foto: Fotolia © Vadimsadovski 

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