Fröhlicher Trucker

Besseres Image soll Truckerberuf attraktiver machen

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Obwohl der LKW-Fahrer einen der wichtigsten Berufe ausführt, um Wachstum und Wohlstand in unserer Gesellschaft zu erhalten und voranzutreiben, bleiben viele Stellen in Speditionen unbesetzt. Da außerdem bereits etablierte, langjährige Fahrer in Rente gehen, steigt die fehlende Zahl an LKW-Fahrern Jahr für Jahr weiter an. Der Fachkräftemangel ist auch in dieser Branche deutlich zu spüren.

Warum sind LKW-Fahrer so wichtig?

Sie sorgen dafür, dass Produktions- und Handelsgüter pünktlich an Kunden ausgeliefert werden. Mittlerweile gibt es längst Handels- und Industrieunternehmen, die aufgrund des anhaltenden Truckermangels ihre Liefertermine nicht einhalten können.

So kann es vorkommen, dass ganze Produktionen stoppen müssen, weil bestimmte Zulieferteile fehlen. Dass die Regale im Supermarkt leer bleiben, weil Lebensmittel nicht abgeholt werden können. Verstärkt wird der Truckermangel auch durch die anhaltend gute Wirtschaftslage, die einen erhöhten Bedarf an LKW-Fahrern mit sich bringt.

Warum ist der Job so unbeliebt?

Nicht nur das negative Image macht LKW-Fahrern zu schaffen. Besonders die flächendeckend vorherrschenden Arbeitsbedingungen lassen den Beruf nicht sonderlich attraktiv wirken. Der ständige Zeitdruck, die vielen Überstunden, die erzwungenen Pausen und die mangelhaften Rastmöglichkeiten sowie teure Bußgelder, die nicht selten von den Fahrern bezahlt werden müssen, sorgen dafür, dass sich viele nicht vorstellen können, einer solche Arbeit langfristig nachzugehen. Auch die Bezahlung ist kein Anreiz.

Abhilfe zu schaffen könnte die Branche reformieren – zum Positiven

Vor allem für Berufseinsteiger und Menschen, die über einen Jobwechsel oder eine Weiterbildung nach längerer Arbeitslosigkeit nachdenken, soll der Beruf des LKW-Fahrers wieder interessant werden. Allerdings legen besonders junge Menschen großen Wert auf einen sicheren Arbeitsplatz und eine ausgeglichene Work-Life-Balance – mit dem momentanen Beruf der LKW-Fahrers schwer zu vereinbaren.

Neue Modelle mit festen Arbeitszeiten, attraktiver Vergütung und gut ausgestatteten Fahrzeugen sollen hier Abhilfe schaffen. Fahrern und Fahrerinnen könnte zunehmend generiert werden können, dass sie nur im Nahverkehr unterwegs sind, überdurchschnittliche Bezahlung und eine zusätzliche Betriebsrente erhalten.

Doch auch die Politik ist gefordert, um die Handhabung und Sozialvorschriften zu überdenken, nach denen sich LKW-Fahrer derzeit richten müssen. So sind sie derzeit verpflichtet zu fahren, wenn sie müde sind und Pausen zu machen, wenn sie wach sind. Das sind Zustände, die Fahrer und Fahrerinnen auf lange Sicht krank machen und dringend ausgemerzt gehören. Bisher gehen nur wenige Speditionen wie die Janina Martig Logistics GmbH mit gutem Beispiel voran. Doch weitere Unternehmen werden folgen müssen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Foto: Fotolia © Tomasz Zajda

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