by Janina Martig

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Lkw-Maut: Was sich ab 1. Januar ändert

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Toll Collect

Ab 1. Januar 2019 wird der deutsche Gesetzgeber neue Tarife für die Lkw-Maut einführen.  Die Fahrerinnen und Fahrer müssen dann die Gewichtsklassen manuell in die On-Board-Unit (OBU) eintragen.

Sobald zum Beispiel ein Anhänger angekuppelt wird, ändert sich das zulässige Gesamtgewicht. In diesem Fall muss der Fahrer aktiv werden. Bei Fahrzeugen und -kombinationen über 18 Tonnen ist zusätzlich die Anzahl der Achsen anzugeben. Die neuen Mitwirkungspflichten gelten ab dem Stichtag. Einzige Ausnahme: Wenn das zulässige Gesamtgewicht dem dauerhaft in der Maut-OBU gespeicherten Wert entspricht muss nichts verändert werden.

Die Firma Toll Collect, die das Lkw-Mautsystem im Auftrag des deutschen Verkehrsministeriums betreibt, hat die Technologie bereits im Laufe des Jahres weiterentwickelt und damit die Voraussetzungen geschaffen. Bereits seit dem 1. Juni sind die Gewichtsklassen auf den Fahrzeuggeräten sichtbar. Die Eingabe war bislang jedoch freiwillig.  Ab Anfang Januar ist sie nun Pflicht. Wenn die Gewichtsklasse nicht eingestellt wird, hat das eine Ahndung und Nacherhebung der Maut-Beträge zur Folge.

Was muss bei der Deklaration beachtet werden?

Ab 1. Januar 2019 wird das zulässige Gesamtgewicht bei Fahrzeugkombinationen aus der Summe der zulässigen Gesamtgewichte der Einzelfahrzeuge gebildet – abweichend von der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Stütz- und Aufliegelasten müssen dabei nicht berücksichtigt werden.

Das Gesamtgewicht wird ab 7,5 Tonnen in Auswahlschritten von 1,5 Tonnen deklariert. Dabei kann jedoch keine Gewichtsklasse eingestellt werden, die kleiner ist als das auf dem Fahrzeuggerät gespeicherte Gewicht. Sind Fahrzeuge oder Fahrzeugkombinationen leichter als 7,5 Tonnen sind sie nicht mautpflichtig. In ihrer OBU erscheint die Anzeige < 7,5 Tonnen.

Betriebsanzeige in Deutschland

Nach Fahrtantritt zeigt das Display dauerhaft den ausgewählten Gewichtsbereich an.

  • ≥ 7,5 Tonnen – 11,99 Tonnen
  • ≥ 12 Tonnen – ≤18 Tonnen
  • > 18 Tonnen

Hier vier Beispiele:

  • Fahrzeug drei Achsen: mautfrei <7,5 Tonnen
  • Fahrzeug fünf Achsen: Gewicht 9 Tonnen
  • Fahrzeug fünf Achsen: Gewicht 16,5 Tonnen
  • Fahrzeug fünf Achsen: Gewicht >18 Tonnen

Betriebsanzeige auf Strecken in Österreich

Bedeutung der Displayanzeige in Österreich – mit aktiviertem Dienst AT (TOLL2GO):

  • Aktuell eingestellte Achszahl
  • Dienstgebiet
  • deklarierter Bereich: mautfrei
  • deklarierter Bereich: Gewichtsklasse I
  • deklarierter Bereich: Gewichtsklasse II
  • deklarierter Bereich: Gewichtsklasse III

Foto: Pixabay

Mit diesen Tipps übersteht jeder LKW den harten Winter

in Trucks von
Gut beschützter LKW

LKW sind große, teure und komplex gebaute Fahrzeuge. Durch ihre umfassende Wartung können Schäden langfristig vermieden werden. Deswegen empfiehlt der ADAC TruckService einige Maßnahmen, um die kalte Jahreszeit bestmöglich zu überstehen.

Kalte Jahreszeit birgt viele Risiken

Besonders im Winter haben es LKW-Fahrer nicht leicht. Sie müssen mit gefrorener Frontscheibe, Regen, Schnee, Glatteis und schlechter Sicht zurechtkommen. Laut ADAC entstehen die häufigsten Probleme durch eine defekte Beleuchtung, schwache Batterien und eingefrorene Bremsventile. Um dem vorzubeugen, sollte ab Mitte Oktober ein Winter-Check durchgeführt werden. Dieser beinhaltet den Check-up der Elektrik, der Reifen, der Batterie und der Bremsen.

Frostschutzmittel und gute Reifen sind Grundvoraussetzung

Neben Frostschutzmittel für die Kühleranlage, die Scheibenwasch- und die Scheinwerferanlage, das stets ausreichend vorhanden sein muss, ist vor allem die richtige Bereifung wichtig. Traktionsstarke Winterreifen mit einem Reifenprofil von mindestens 4 Millimetern Tiefe und hohem Luftdruck sind hier das Mittel der Wahl. So ausgestattet hat der LKW auch bei Schnee und Matsch genug Grip. Nicht zu vergessen ist die Kontrolle von Schneeketten, die zusätzlich Halt bieten.

Fachgerechte Beleuchtung ist A und O

Gehäuse, Dichtungen und Leuchtmittel von Scheinwerfern und Positionslichtern müssen beim Winter-Check ebenfalls übergeprüft werden. Sind sie defekt, kann eindringende Feuchtigkeit dazu führen, dass Streuscheiben beschlagen und Reflektoren erblinden. Dies wiederum kann die Lichtleistung erheblich mindern. Außerdem kann die Feuchtigkeit Kurzschlüsse verursachen, was zum Ausfall der gesamten Beleuchtung führt.

Batterie und Bremsen müssen neuwertig sein

Im Winter kommt es häufig dazu, dass sich Batterien kältebedingt entladen. Da die erhöhte Belastung beim Anlassen des kalten Dieselmotors ebenso mehr Energie verbraucht wie der grundsätzlich erhöhte elektrische Verbrauch, zeigt sich schnell, ob die Batterie noch einen ganzen Winter übersteht. Testen lassen sollte man dies mit einem elektronischen Batterietester, der ab 30 Euro zu haben ist. Eine weitere Gefahrenquelle ist die Bremsanlage. Hier müssen das Frostschutzsystem und die Entwässerungsventile einwandfrei funktionieren. Bei eingefrorener Bremsanlage können nämlich nur Profis Abhilfe schaffen, die Bremsventile mit einem speziellen Schlauchadapter entfrosten.

Gewissenhafte Überprüfung des Fahrzeugs vor jedem Fahrtantritt

Nicht nur die Befreiung des Dachs von Schnee und Eisplatten ist wichtig, um eine sichere Fahrt zu gewährleisten. Bei schlechten Witterungsverhältnissen sollte zudem die Geschwindigkeit entsprechend gedrosselt werden: Bei verschneiten Straßen rät der ADAC dazu, das Tempo zu halbieren, bei Eisglätte muss es noch weiter reduziert werden. Außerdem ist es sinnvoll, mit Fahrsicherheitstrainings und Schulungen mehr Sicherheit in den eigenen Fahrstil zu bringen. Darüber hinaus raten Experten dazu, nicht zu spät zu tanken – zeigt die Nadel an, dass der Tank ein Viertel voll ist, sollte dringend eine Zapfsäule aufgesucht werden.

Elise Deroche: Die erste Frau der Welt, die sich ins Cockpit traute

in Power-Porträts von
Mädchen träumt vom Fliegen

Die 1886 in Paris geborene Elise Deroche bekam als bekannte Schauspielerin die Gelegenheit dazu, den Flugpionier Charles Voisin kennenzulernen. Dieser bot ihr an, in einem seiner Flugzeuge das Fliegen zu erlenen. Bei den von Voisin gefertigten Maschinen handelte es sich um Einsitzer, in der dementsprechend nur eine Person Platz finden konnte.

Im Einsitzer zum ersten Alleinflug einer Frau

Charles Voisin hielt sein Versprechen und begrüßte Elise Deroche, die sich in ihrer öffentlichen Rolle als Schauspielerin „Baronin Raymonde de Laroche“ nannte, 1909 zu ihrer ersten Flugstunde. Nachdem seine Schülerin am Steuer des Einsitzers Platz genommen hatte, leitete Voisin sie dazu an, ein Gefühl für die Maschine zu entwickeln. Dabei stand er auf der Landebahn und gab ihr Anweisungen. Obwohl er es ihr ausdrücklich verboten hatte, mit dem Flugzeug abzuheben, tat Elise Deroche genau das: Der Einsitzer erhob sich gut dreihundert Meter in die Höhe und flog etwa fünf Meter weit. Damit absolvierte sie vor Fluglehrer und Zuschauern den allerersten Alleinflug einer Frau.

Die erste Frau der Welt mit Pilotenschein

Obwohl sich seine Schülerin bereits in der ersten Flugstunde seinen Anweisungen widersetzt hatte, bildete Charles Voisin Elise Deroche als Pilotin aus. Als erste Frau der Welt bestand sie die Pilotenprüfung nur ein Jahr, nachdem sie ihre Ausbildung begonnen hatte. Im selben Jahr wirkte sie bereits an ihrer ersten Flugshow in der Flugwoche von Heliopolis mit – als einzige Frau. Weitere Teilnahmen folgten. Bei der Großen Flugwoche der Champagne zog sich die Pionierin schwere Kopfverletzungen, einen Armbruch und zwei gebrochene Beine zu.

Trotz schlimmer Verletzungen flog sie weiter

Schon zwei Jahre nach dem schlimmen Unfall nahm Elise Deroche wieder an Wettkämpfen teil. Obwohl sie auch bei einem Autounfall fast verunglückte, gewann sie bereits ein Jahr danach den Frauenpokal des Aéro-Club de France sowie die „Coupe Femina“. Außerdem konnte sie den Frauenweltrekord im Dauerflug auf 323 Kilometer sowie den Höhenweltrekord der Frauen auf 4800 Meter verbessern.

Statue erinnert an Pionierin

In der Funktion als Copilotin für den Testflug eines Prototyps, den sie gemeinsam mit einem männlichen Piloten absolvierte, stürzte Elise Deroche am 18. Juli 1919 ab. Beide Flugzeuginsassen starben am Unfallort. In Erinnerung an eine ganz besondere Frau ehrt der Flughafen Le Bourget die unvergessene Pionierin mit einer Statue.

Foto: Fotolia © detailblick-foto

Show-Truck aus Finnland sorgt auf Essen Motor Show (1.-9. Dezember) für Aufsehen

in Trucks von
Blickfang: Farbenfroher Show-Truck

Auch im Bereich der motorisierten Fahrzeuge gibt es immer wieder Autos und LKW, die ein absoluter Blickfang sind. Die Essener Motor Show ist bekannt dafür, ihren Besuchern genau solche Schmuckstücke zu präsentieren. Das PS-Festival zeigt auch in diesem Jahr wieder einmalige Design Cars und individuell gestaltete Show-Trucks, die nicht nur für Fahrzeugliebhaber begeistert.

Ein LKW, der aussieht wie ein Showmobil

Der Mercedes Benz Actros 2663 Lowrider ist das Prunkstück seines Besitzers Mika Auvinen aus Finnland. Mit ihm gewinnt er nicht nur Titel auf Festivals, sondern transportiert auch eine Fracht – vornehmlich Zement. Der violette Truck, der ganze 76 Tonnen auf die Waage bringt, verfügt neben den zwei Silo-Aufliegern auch über eine Pneumatik, die das Gefährt um bis zu zehn Zentimeter herabsenken kann. Er wird durch einen 15,6-Liter-Motor mit 625 PS angetrieben.

Mika Auvinen berichtet, dass von der Idee für seinen Traum-Truck bis zur ersten Probefahrt knapp ein Jahr verging, und er etwa 450.000 Euro Materialkosten sowie 6000. Arbeitsstunden investiert hat.

Auch kleine Fahrzeuge locken Besucher

Mit ihren Design Cars faszinieren auch die Sportwagen-Manufakturen wie der Porsche-Spezialist RUF aus Pfaffenhofen. In Essen zeigt der Porsche Spezialist den neuen SCR 2018, der bereits vor zwei Jahren als Prototyp vorgestellt worden war. Liebhaber sind vom Design des Carbonfaser-Monocoque, das vom integrierten Stahlrohrkäfig verstärkt wird, sowie den Pushrod-Radaufhängungen an allen vier Rädern begeistert, die den Fahrwerken der Formel Eins entsprechen. Die Karosserie des 510 PS starken Wagens, der weniger als 1300 Kilogramm wiegt, ist übrigens aus Kohlefaser.

Auto-Skulptur aus Altmetall begeistert ebenfalls

Ein besonderer Hingucker ist außerdem der Porsche GT3 RS, der komplett mit Altmetall verkleidet ist. Drei Männer des Teams „Giganten aus Stahl“ schliffen ganze 20.000 Altmetallteile für ihr Kunstwerk. Im Innern sind die Sitze verstellbar, ein Handschuhfach eingebaut und der Motor aus Altmetall nachgebildet.

Foto: Rainer Schimm/©MESSE ESSEN GmbH

JML X-MAS Express: gefüllt mit Gaben und bereit zur Abfahrt

in Allgemein/Branche/Presse von
JML X-MAS Express, Foto: Fotolia / Konstantin Yuganov

Am vergangenen Sonntag wurde der JML X-MAS Express mit Geschenken für bedürftige Kinder gefüllt. Damit geht auch für die Organisatorinnen und Organisatoren ein Traum in Erfüllung. Bereits seit acht Monaten haben wir auf diesen Tag hingearbeitet.

Es gab viel zu tun auf dem Gelände des Logistikpartners Hegelmann in Karlsdorf-Neuthard. Ab 10 Uhr bereits konnten die Helfer im weihnachtlichen Ambiente die Geschenke für unseren JML X-MAS Express, verpacken und sortieren. Diese Geschenke werden dann ab 3. Dezember in verschiedenen Städten Deutschlands verteilt. Am Sonntag füllten mehrere Dutzend Helfer Jutesäcke mit den verschiedensten Gaben: Legosteine, Teddybären, Hörspiel-CDs. Nicht zuletzt Puppen für die Kleinsten und Selfie-Sticks für die Älteren. Diese weihnachtlichen Säcke werden an 13 Einrichtungen verteilt.

Ein starker Partner: die Til Schweiger Foundation

Ganz besonders viel Unterstützung erhielt die Aktion von der Til Schweiger Foundation. Die Stiftung lieferte wertvolle Impulse und teilte uns mit, in welchen Einrichtungen sich die Bewohner besonders freuen würden und welche Spielzeuge und Gaben am passendsten wären. Es wurde auf Alter, Geschlecht,  sowie die geistigen und motorischen Fähigkeiten geachtet, um sicherzustellen, dass das passende Geschenk beim Empfänger landet und dann richtig Spaß macht. Als Partner haben uns neben der Stiftung die Firmen Vtech, Schleich GmbH, Herpa, Schmitz Cargo Bull, Knorr-Bremse, Lego und viele weitere unterstützt.

Besonders stolz und dankbar sind wir allerdings, weil so viele Privatleute an der Aktion “Fill The Truck” am Sonntag teilgenommen haben. JML und das Aktions-Team sagen ausdrücklich Danke für dieses ehrenamtliche Engagement. Wir freuen uns über die vielen  offenen Herzen und Gemüter, die uns geholfen haben. Für alle Helfer gab es leckere Weihnachts-Spezialitäten aus der Schweiz. Und auch der Glühwein durfte natürlich nicht fehlen.

Aber wie sieht eigentlich der Truck aus?

Jetzt sind wir alle sehr gespannt auf die Enthüllung des Trucks. Der JML X-Mas Express wird sich bald der Öffentlichkeit präsentieren. Für den 1. Dezember um 12 Uhr laden wir Sie herzlich zum Fototermin ein. Es wird auch Interviewmöglichkeiten mit Janina Martig geben. Zum großen Original-Truck wird es eine Miniatur-Version zum Spielen und Sammeln geben

Ab 3. Dezember rollt der JML X-Mas Express dann für fünf Tage durch Deutschland und wird die Kinder beschenken. Folgt uns auf unseren zahlreichen Social Media Kanälen, die unserer Partner und in der Presse, um auf dem Laufenden zu bleiben. Und wenn Sie die Möglichkeit haben, sollten das Ereignis vom Ort besuchen. Hier finden Sie alle Tourtermine.

Und hier noch einige Eindrücke:

 

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„FILL THE TRUCK“ – Mission 1 erfüllt ✅ Nun sind alle Jutesäcke mit tausenden #geschenken gefüllt und bereit zur Verteilung 🚛🎁. Die JML #christmas #truck #tour 2018 startet am 03. #dezember Ein grosses #danke an alle #sponsoren ,#partner und #helfer 🙏😘. Ihr seid #großartig ❗️ Trefft uns vor #ort 🌍 #frankfurt, #nordkirchen , #duisburg , #herten , #dortmund , #sprockhövel , #osnabrück , #bielefeld , #berlin , #braunschweig , #hamburg @Til Schweiger Foundation #tilschweigerfoundation @michelin #michelin #herpa Miniaturmodelle @hegelmann.deutschland #hegelmann #Knorr-Bremse #Schmidt-Spiele @schmitz_trailer #Schmitz Cargobull AG @loadfox GmbH

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Foto: Fotolia / Konstantin Yuganov

Erste Flüssiggas-Tankstelle für Lkw in Deutschland eröffnet

in Branche von
Flüssiggas - bald auf der Autobahn, Foto: pixabay.com

In dem verschlafenen Dorf Freienbrink südlich von Berlin wird womöglich gerade Transport-Geschichte geschrieben. Denn dort können Lkw neuerdings Flüssiggas tanken. Anfang November hat die Firma Liqvis ihre erste festinstallierte Tankstelle für Liquefied Natural Gas (LNG) eröffnet. Freienbrink liegt an der Autobahn A10. Die Tankstelle ist nur etwa einen Kilometer von der Autobahnauffahrt entfernt, für Lkw also sehr gut erreichbar. Doch der Einsatz von Flüssiggas-Motoren ist umstritten.

Was ist Flüssiggas?

Wenn man Erdgas extrem abkühlt, dann wird es flüssig. Als Flüssiggas nimmt es nur noch ein Sechstel seines ursprünglichen Volumens ein. In einem speziellen Terminal im Hafen wird das Gas verflüssigt, indem man es in mehreren Schritten herunterkühlt. Mit Tankerschiffen wird das LNG dann zu einem anderen Terminal transportiert, wo es wieder erwärmt und in den gasförmigen Zustand umgewandelt wird. So kommt das Gas beispielsweise auf dem Schiff aus den Vereinigten Staaten oder Afrika nach Europa. Der Clou dabei: Der Transport erfolgt unabhängig von Pipelines.

LNG-Terminals könnten subventioniert werden

Peter Beyer ist der Transatlantik-Koordinator der deutschen Bundesregierung. Der CDU-Bundestagsabgeordnete rechnet fest damit, dass Deutschland in Zukunft mehr LNG aus den USA importieren wird. „Es könnte einen Sinn machen an der Stelle, den Bau von Terminals zu fördern, wenn sich dies wirtschaftlich rechnet”, sagte Beyer Anfang November im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Momentan sei das Flüssiggas aber immer noch teurer als zum Beispiel Pipeline-Gas aus Russland.

Die Liqvis GmbH ist eine Tochter des Energieriesen Uniper. Zuvor hatte Liqvis in Freienbrink bereits eine mobile Tankstelle für LNG betrieben. Der Neubau der ersten stationären Tankstelle wurde von der Europäischen Union mit Fördermitteln unterstützt. Der Betreiber wird für den Aufbau seines Tankstellen-Netzes insgesamt über 9,6 Millionen Euro an Förderungen erhalten.

Wer tankt Flüssiggas?

Momentan spielt Flüssiggas als Treibstoff im Fernverkehr noch eine untergeordnete Rolle. Doch das könnte sich mittelfristig ändern. Der schwedische Lkw-Hersteller Volvo Trucks beispielsweise setzt mit seinem neuen Modell FH LNG bereits auf diesen alternativen Antrieb. Gleichzeitig möchte der Konzern aber auch weiterhin Dieselfahrzeuge entwickeln und verkaufen, sagte der regionale Verkaufsleiter Peter Prijak anlässlich der Fachmesse IAA Nutzfahrzeuge im September 2018 gegenüber der Zeitschrift kfz-Betrieb.

Volvos Flüssiggas-Lkw mit seinen 460 PS und 1000 Kilometern Reichweite steht Prijak zufolge einem Diesel-Lkw in nichts nach. Und der neue Antrieb sei sogar umweltfreundlicher. Die CO2-Bilanz verbessere sich gegenüber einem Diesel um 20 Prozent bei normalem Gas – und sogar um 100 Prozent bei Biogas, so Prijak.

„Kein Nutzen für das Kilma“

Umweltverbände sehen das anders. Eine Ende Oktober veröffentlichte Studie im Auftrag von Transport & Environment geht sogar von größeren Umweltbelastungen durch Flüssiggas aus. T & E ist ein europäischer Dachverband von Umwelt-NGOs, die sich für nachhaltigen Verkehr engagieren. Dazu gehören unter anderem der Verkehrsclub der Schweiz und Österreichs sowie der deutsche Naturschutzbund.

Sowohl in Pkws als auch in Trucks würden die Gas-Motoren ebenso viel Emissionen produzieren wie moderne Diesel-Motoren. Da das Flüssiggas aber zuerst über sehr weite Strecken per Schiff transportiert werden müsse, entstünden insgesamt sogar größere Belastungen durch die Nutzung solcher Motoren, heißt es in der Studie.

„Gasautos, Lastwagen und Schiffe haben keinen Nutzen für das Klima und lenken von unserem eigentlichen Ziel ab, dem emissionsfreien Transport“, sagte Jori Sihvonen, der Beauftragter für saubere Kraftstoffe des Umweltverbandes aus Anlass der Veröffentlichung der Studie. „Regierungen sollten sich der Offensive der Gaslobby widersetzen und aufhören, wertvolle öffentliche Gelder für die Gasinfrastruktur und Steuererleichterungen für fossiles Gas zu verschwenden.”

Flüssiggas bleibt umstritten

Flüssiggas aus den USA ist außerdem umstritten, weil es meist durch „Fracking“ produziert wird. Dieser Methode werfen Kritiker vor, sie sei mit zu großen Umweltrisiken und Belastungen für die Gesundheit verbunden. Die Befürworter des Flüssiggases weisen hingegen darauf hin, dass die Versorgung durch Pipelines aus Russland für Europa eine große Abhängigkeit vom russischen Gas bedeute. Die LNG-Enthusiasten glauben, dass sie den Güterverkehr revolutionieren werden. Ob das wirklich möglich oder überhaupt wünschenswert ist, können nur weitere wissenschaftliche Untersuchungen in diesem Bereich klären.

Foto: pixabay.com

Für die Kinder: „X-MAS Express“ 2018 von Janina Martig Logistics

in Presse/Trucker Events von
X-MAS Express

Ab dem dritten Dezember rollt der „Christmas Express“ durch Deutschland, um bedürftigen Kindern und Jugendlichen zu helfen.

An Weihnachten kommen die Menschen in der Familie zusammen. Dann leuchten Kinderaugen voller Vorfreude auf Geschenke und Süßigkeiten. Und die Erwachsenen freuen sich auch, weil sie den Kleinen eine Freude machen können. Doch leider können nicht alle dieses Glück erleben. Bedürftige Kinder und Jugendliche haben es gerade an Weihnachten besonders schwer.

Die Schweizer Unternehmerin Janina Martig setzt sich für sie ein. Gemeinsam mit der Til Schweiger Foundation wird vom 3. Bis 7. Dezember der erste “X-Mas Express” durch Deutschland fahren und 12 ausgewählte Einrichtungen besuchen.  Am Steuer des festlich geschmückten Weihnachts-Trucks sitzt die Geschäftsführerin persönlich, natürlich in Begleitung des Weihnachtsmanns. Die genauen Termine finden Sie weiter unten. Folgen Sie dem “X-Mas Express” und kommen Sie vorbei.

Füllen Sie den Truck mit uns!

In Kooperation mit unseren großzügigen Partnern haben wir in den vergangenen Monaten eine große Menge von Präsenten und Spenden zusammentragen können. Am 25. November werden wir sie in den Truck laden. Dabei können wir übrigens noch tatkräftige Hilfe gebrauchen! Möchten Sie dabei sein und etwas Gutes tun? Dann kommen Sie zur Aktion „Fill the Truck“ auf dem Gelände unseres Partners Hegelmann Group in Karlsdorf-Neuthard (Im Ochsenstall 6). Zwischen 11 und 17 Uhr finden Sie uns dort. Wer möchte, ist auch eingeladen, eigene Bilder und Videos der Aktion zu machen und in den sozialen Netzwerken zu posten. Bitte anmelden und Platz reservieren: marketing@westninelondon.com

Natürlich freuen sich die Einrichtungen auch über eine Geldspende. Die kann direkt auf das Spendenkonto überweisen werden (auch noch kurz vor knapp bis zum 24.12.):

Til Schweiger Foundation

Verwendungszweck: JML CHRISTMAS TRUCK

Geldinstitut: VR meine Raiffeisenbank eG

IBAN: DE 23 7106 1009 0000 007765

BIC: GENODEF1AOE

Reiseroute des JML “X-Mas Express”

Verpassen Sie den JML “X-Mas Express” nicht. In den folgenden Orten wird er halten. Wir haben auch eine interaktive Tour-Karte für Sie erstellt.

Montag 3.12.18

08:00 – 10:00 Uhr: Frankfurt / Main, Römerstadtschule, In der Römerstadt 120E

15:00 – 17:00 Uhr: Kinderheilstätte, Mauritiuspl. 6, Nordkirchen

 

Dienstag 4.12.

08:00 – 09:00 Uhr: Herbert-Grillo-Gesamtschule, Diesterwegstraße 6, Duisburg

10:00 – 11:00 Uhr: St. Antoniushaus, Vitusstraße 20, Herten

12:00 – 13:00 Uhr: Anne-Frank-Gesamtschule, Burgholzstraße 120, Dortmund

14:00 – 17:00 Uhr: Sunshine4kids e.V., Fritz-Lehmhaus-Weg 14, Sprockhövel

 

Mittwoch 5.12.

10:00-12:00 Uhr: Erstaufnahme Osnabrück Kita, Sedanstraße 115, Osnabrück

14:00 – 14:45 Uhr: Albatros-Schule Bielefeld, Westkampweg 81, 33659 Bielefeld

 

Donnerstag 6.12.

10:00 – 11:00 Uhr: Kinderhilfe Berlin, Triftstraße 42, 13353 Berlin

12:00 – 15:00 Uhr: Die Arche Berlin-Friedrichshain, Mühsamstraße 74, 10249 Berlin

17:00 – 19:00 Brawo Park unbekannt Brawo Allee 1, 38102 Braunschweig

 

Freitag 7.12.

09:00 – 11:00 Uhr: Kita Palast und Klangstrolche, Öjendorfer Damm 30, 22119 Hamburg

12:00 – 17:00 Uhr: Die Arche Hamburg-Jenfeld, Görlitzer Str. 10, 22045 Hamburg

 

Warum die deutsche Dekra in China Lkw testet

in Branche/Trucks von
Trucks in China, Foto: Fotolia © BUSARA

In China boomt das Geschäft mit hochmodernen Lkw. Bei der Vernetzung und Automatisierung der Fahrzeuge helfen nun auch Experten aus Deutschland.

Die Zukunft der Transportlogistik liegt in automatisierten und vernetzten Trucks. Das weiß auch die Bezirksregierung von Tianning in der chinesischen Provinz Jiangsu. Deshalb plant sie eine hochmoderne Testanlage für Nutzfahrzeuge. Damit will der Stadtbezirk zum Vorreiter im Bereich vernetzter Trucks werden. Mit an Bord bei dem ehrgeizigen Projekt sind das Intelligent Driving and Intelligent Transportation Industrial Research Institute am chinesischen National ITS Center – und die deutsche Prüfgesellschaft Dekra. Eine Absichtserklärung wurde im Oktober in Düsseldorf unterzeichnet.

Eine Testanlage für neuartige Assistenzsysteme

Die 1925 gegründete Prüfgesellschaft Dekra befasst sich in Deutschland vorrangig mit der periodischen Überwachung von Kraftfahrzeugen, etwa der Haupt- und Abgasuntersuchung sowie Gutachten und Zertifizierungen. Die Dekra unterhält jedoch auch zahlreiche Labors in der VR China, unter anderem in Shanghai und Hefei. Dort betreibt das deutsche Traditionsunternehmen Grundlagenforschung zu Themenfeldern wie Digitalisierung und „Internet of Things“. Ohne Letzteres ist die Vernetzung von Fahrzeugen nicht denkbar.

Die Bezirksregierung von Tianning wird die notwendigen Grundstücke für den Bau der Anlage zur Verfügung stellen. Das chinesische Forschungsintitut wird als Koordinator und Verbindung zu den Regierungsbehörden agieren. Die Dekra-Experten werden auf dem neuen Testgelände in Tianning  unter anderem Assistenzsysteme für Lkw testen wie zum Beispiel Notbrems-Assistenten.  Aber auch innovative Systeme, die darüber hinausgehen. Dazu gehören zum Beispiel Abbiege-Assistenten, die kleinere Verkehrsteilnehmer wie beispielsweise Radfahrer schützen können.

Die Lkw-Branche boomt in China

Im vergangenen Jahr wurden in der Volksrepublik 40 Prozent mehr Trucks verkauft als im Vorjahr. Die wichtigsten chinesischen Anbieter zurzeit sind Dongfeng, FAW und Sinotruk. Nur der Marktführer Daimler  verkaufte weltweit mehr Nutzfahrzeuge als seine drei größten Konkurrenten aus dem Reich der Mitte. Tianning gehört zu den wirtschaftlich am stärksten wachsenden Bezirken der fünft größten chinesischen Provinz Jiangsu. Bereits seit 2008 ist der Lkw-Bauer MAN mit einem Werk vor Ort präsent.

Die Dekra erhofft sich von der Kooperation mit den chinesischen Partnern Erkenntnisse, die auch in Europa einen Nutzen bringen. Denn China treibt die Digitalisierung voran wie weltweit kein anderes Land. Auch im Bereich der Elektromobilität hat die Volksrepublik längst die Weltspitze erreicht. Nirgends werden mehr Elektro-Pkw verkauft. Einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger zufolge wurden in der ersten Jahreshälfte 2018 insgesamt 390.000 von allen 700.000 weltweit verkauften E-Autos in China abgesetzt. Demnach können sich 65 Prozent aller befragten Chinesen vorstellen, in naher Zukunft ein elektrisch angetriebenes Auto zu kaufen. In Deutschland zeigt nur jeder vierte Konsument ein solches Interesse an der neuen Technologie.

Ohne China geht auf dem Lkw-Markt nichts mehr

Die Modernisierung zeigt sich auch zunehmend auf dem chinesischen Markt für Nutzfahrzeuge. Und auch hier sind europäische Partner mit von der Partie. Der europäische Lkw-Bauer Volvo ist bereits 2013 ein Joint-Venture mit Dongfeng eingegangen. Unterdessen arbeitet MAN mit Sinotruk zusammen. Und Iveco ist mit SAIC verbandelt. Die Europäer profitieren vom Zugang zum gigantischen chinesischen Markt. Und ihre chinesischen Partner erwerben wichtiges Know-how. In den letzten Jahren hat sich die Qualität und Leistungsfähigkeit der chinesischen Fahrzeuge und Fahrzeugteile deutlich erhöht. Das zeigte sich zuletzt auch auf der Messe IAA Nutzfahrzeuge in Hannover. Dort waren die Chinesen die mit Abstand größte Ausstellergruppe.

Foto: Fotolia © BUSARA

Walentina Wladimirowna Tereschkowa: Die erste Frau im All!

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Mit gerade einmal 26 Jahren flog die am 6. März 1937 geborene sowjetische Kosmonautin Walentina Wladimirowna Tereschkowa am 16. Juni 1963 als erste Frau in der Geschichte ins Weltall. Dabei war sie ganze drei Tage lang auf sich allein gestellt, denn ihrem Flug wohnten keine weiteren Begleiter bei.

Mit Fleiß zum Traum

Geboren wurde sie unter ärmlichen Bedingungen. Ihr Vater, ein Traktorist, war bereits im Zweiten Weltkrieg gefallen. Als Jugendliche verdiente sie ihr erstes Geld mit Tätigkeiten in verschiedenen Industriezweigen. 1960 erhielt sie ihr Technikdiplom, da sie sich neben der Arbeit in einem Spinnerei-Kombinat in der Abendschule zur Technikerin weiterbildete.

Inspiration und erste Schritte

Juri Gagarin, der erste Mensch im Weltall, galt für sie als große Inspiration und Impulsgeber, sich selbst als Kosmonautin zu bewerben, woraufhin sie ihre Aufnahmeprüfung 1962 erfolgreich ablegte und ihre Ausbildung begann.

Durch Zufall zur Wegbereiterin

Es ist dem damaligen Regierungschef Nikita Chrustschow zu verdanken, dass Walentina Tereschkowa nur ein Jahr nach Beendigung ihrer Ausbildung zur Kosmonautin als erste Frau der Welt ins All geschickt wurde. Es wurde nach einer einfachen Arbeiterin gesucht, die dann aus tausenden Bewerberinnen ausgelost wurde. Dies sollte den Eindruck vermitteln, dass im Sozialismus jeder Person, egal welcher Herkunft, alle Wege offenstehen – anders als in den USA, mit denen sich die Sowjetunion im Zuge des Kalten Krieges im stetigen Wettrüsten befand.

Ein Traum wird Realität

Tereschkowas Faible nach Höherem entwickelte sich bereits Mitte der 50er Jahre: 1955 begann sie mit dem Fallschirmspringen. In einem Interview sagte sie “Ich habe schon als Kind von einer Reise zu den Sternen geträumt. Zur Not wäre ich auf einem Besen hingeflogen.“

Vorbild für Frauen weltweit

In den drei Tagen, die sie im All verbrachte, umkreiste Tereschkowa die Erde unglaubliche 49 Mal. Ihr Funkname lautete Tschaika, was auf Deutsch Möwe heißt. Wieder angekommen auf der Erde, wurde sie als Star gefeiert. Auch eröffnete sie allen Frauen der Sowjetunion und darüber hinaus neue Perspektiven und war die Impulsgeberin für viele Frauen, die sich in technischen Berufen etablieren wollten.

Foto: Fotolia © Vadimsadovski 

Digitale Plattformen: Zukunft der Transportlogistik

in Branche von
Transportlogistik, Business Logistics concept, Bild: Fotolia © masterart2680

Spediteure zeigen immer größeres Interesse an hybriden und elektrischen Antrieben, das geht aus einer aktuellen Umfrage der Unternehmensberatung Bain & Company hervor. Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung der Transportlogistik werden aber auch ganz neue Plattformen entstehen.

Der Kostenfaktor ist weiterhin entscheidend

Wenn Spediteurinnen und Spediteure einen Truck kaufen, dann berechnen sie genau, was der Betrieb des neuen Fahrzeugs im Jahr kosten wird. Die Gesamtbetriebskosten seien für die meisten Profi-Kunden weiterhin der wichtigste Faktor bei Neuanschaffungen, schreibt Bain & Company. Ebenfalls wichtig für Logistik-Dienstleister seien Leistung und Ausstattung des Lkw, aber auch der Service beim Händler. Auch die Umweltfreundlichkeit und das allgemeine Image der Marke hätten Einfluss auf die Kaufentscheidung.

Wie in anderen Branchen auch gewinnt das Online-Geschäft an Bedeutung. Die meisten Kaufinteressenten informieren sich heutzutage online, teilweise werden Trucks auch direkt im Internet gekauft.  Die meisten Kunden wünschen sich jedoch der Studie zufolge auch in Zukunft die Beratung und Unterstützung von lokalen Händlern. Denn es ist gar nicht so einfach, die Gesamtbetriebskosten eines Fahrzeugs genau zu berechnen. Ein Händler verfügt über moderne Analyse-Tools und professionelle Methoden dazu.

Spediteure wollen alternative Motoren

Überraschend ist jedoch ein anderes Ergebnis der Umfrage: 40 Prozent der Truck-Käufer gaben an, bei ihrem nächsten Einkauf auch Zugmaschinen mit Hybrid oder Elektromotor kaufen zu wollen. Und das sogar, obwohl die Kosten dafür weiterhin vergleichsweise hoch sind. Dahinter steht offenbar der Wunsch, mit dem eigenen Unternehmen ein umweltbewusstes Image zu verkörpern und eine Vorreiterrolle einzunehmen. Aber auch nicht zuletzt ein ernsthaftes Interesse an der neuen Technologie. Flottenbetreiber gaben an, sie würden sich in Kürze wenigstens einen oder zwei dieser Lkw zulegen.

In Dieselmotoren sehen hingegen nur wenige einen zukunftsfähigen Antrieb: Nur 30 Prozent der Befragten glauben, dass Diesel im Jahr 2025 noch die wichtigste Antriebsform in ihrer Flotte sein werde. Aber dennoch dürfte es wohl in der Praxis noch einige Jahre dauern, bis alternative Antriebe den Markt dominieren können.

Transportlogistik der Zukunft: digitale Plattformen

Langfristig werde die Digitalisierung dazu führen, dass die Lkw-Produzenten auf neue Geschäftsmodelle setzen müssen, schreiben die Forscher. Truck-Hersteller sollten sich vom Anbieten einzelner Hardware-Teile auf integrierte Angebote verlegen. Neue Technologien müssten Teil eines innovativen Gesamtkonzepts sein, das neben der Weiterentwicklung des autonomem Fahrens auch digitale Plattformen umfasse. Das heißt: In Zukunft sollen Hersteller nach Ansicht von Bain & Company nicht mehr nur einzelne Trucks anbieten, sondern ganzheitliche Transportsysteme.

Wenn diese Systeme erst einmal massenhaft in Betrieb sein sollten, wird das auch die Arbeit der Spediteure verändern. Als digital vernetzte Dienstleister werden sie in der Lage sein, die aktuellen Marktpreise für Fracht quasi in Echtzeit zu berechnen und entsprechende Angebote machen zu können. Damit gewinnen die Spediteure der Zukunft als Bindeglied zwischen den Versendern und Transporteuren an Bedeutung. Das wird Veränderungen der Wertschöpfungskette nach sich ziehen. Laut Studie geht heute bereits jeder zweite Lkw-Käufer davon aus, dass spätestens in zehn Jahren digitale Plattformen über 40 Prozent des europäischen Frachtvolumens kontrollieren werden.

„Big Data“ treibt die Transportlogistik voran

Eine zentrale Rolle für das Gelingen dieser Pläne spielt „Big Data“, also die Sammlung und Analyse großer Datenmengen. Wenn alle Transportanfragen sowie -angebote digital verarbeitet werden, dann können präzise Analysen vorgenommen werden. Die dienen dann den Verantwortlichen als Grundlage für Entscheidungen. Wie hoch ist die Abschlussquote auf einem bestimmten Verkehrsträger? Wie günstig ist ein abgegebenes Angebot im Vergleich zu den anderen Anbietern am Markt? Solche Fragen könnte in Zukunft die smarte Datenanalyse beantworten.

Das könnte die Transportlogistik nachhaltig verändern. Wenn ein Spediteur zum Beispiel besondere Konditionen für Transporte nach China hat, könnte eine digitale Plattform bei entsprechenden Transportanfragen direkt die entsprechende Spedition vorschlagen.

Bild: Fotolia © masterart2680

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