by Janina Martig

Besseres Image soll Truckerberuf attraktiver machen

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Fröhlicher Trucker

Obwohl der LKW-Fahrer einen der wichtigsten Berufe ausführt, um Wachstum und Wohlstand in unserer Gesellschaft zu erhalten und voranzutreiben, bleiben viele Stellen in Speditionen unbesetzt. Da außerdem bereits etablierte, langjährige Fahrer in Rente gehen, steigt die fehlende Zahl an LKW-Fahrern Jahr für Jahr weiter an. Der Fachkräftemangel ist auch in dieser Branche deutlich zu spüren.

Warum sind LKW-Fahrer so wichtig?

Sie sorgen dafür, dass Produktions- und Handelsgüter pünktlich an Kunden ausgeliefert werden. Mittlerweile gibt es längst Handels- und Industrieunternehmen, die aufgrund des anhaltenden Truckermangels ihre Liefertermine nicht einhalten können.

So kann es vorkommen, dass ganze Produktionen stoppen müssen, weil bestimmte Zulieferteile fehlen. Dass die Regale im Supermarkt leer bleiben, weil Lebensmittel nicht abgeholt werden können. Verstärkt wird der Truckermangel auch durch die anhaltend gute Wirtschaftslage, die einen erhöhten Bedarf an LKW-Fahrern mit sich bringt.

Warum ist der Job so unbeliebt?

Nicht nur das negative Image macht LKW-Fahrern zu schaffen. Besonders die flächendeckend vorherrschenden Arbeitsbedingungen lassen den Beruf nicht sonderlich attraktiv wirken. Der ständige Zeitdruck, die vielen Überstunden, die erzwungenen Pausen und die mangelhaften Rastmöglichkeiten sowie teure Bußgelder, die nicht selten von den Fahrern bezahlt werden müssen, sorgen dafür, dass sich viele nicht vorstellen können, einer solche Arbeit langfristig nachzugehen. Auch die Bezahlung ist kein Anreiz.

Abhilfe zu schaffen könnte die Branche reformieren – zum Positiven

Vor allem für Berufseinsteiger und Menschen, die über einen Jobwechsel oder eine Weiterbildung nach längerer Arbeitslosigkeit nachdenken, soll der Beruf des LKW-Fahrers wieder interessant werden. Allerdings legen besonders junge Menschen großen Wert auf einen sicheren Arbeitsplatz und eine ausgeglichene Work-Life-Balance – mit dem momentanen Beruf der LKW-Fahrers schwer zu vereinbaren.

Neue Modelle mit festen Arbeitszeiten, attraktiver Vergütung und gut ausgestatteten Fahrzeugen sollen hier Abhilfe schaffen. Fahrern und Fahrerinnen könnte zunehmend generiert werden können, dass sie nur im Nahverkehr unterwegs sind, überdurchschnittliche Bezahlung und eine zusätzliche Betriebsrente erhalten.

Doch auch die Politik ist gefordert, um die Handhabung und Sozialvorschriften zu überdenken, nach denen sich LKW-Fahrer derzeit richten müssen. So sind sie derzeit verpflichtet zu fahren, wenn sie müde sind und Pausen zu machen, wenn sie wach sind. Das sind Zustände, die Fahrer und Fahrerinnen auf lange Sicht krank machen und dringend ausgemerzt gehören. Bisher gehen nur wenige Speditionen wie die Janina Martig Logistics GmbH mit gutem Beispiel voran. Doch weitere Unternehmen werden folgen müssen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Foto: Fotolia © Tomasz Zajda

„Beste mechanische Konstruktion“ der Weltausstellung 1893 geht an eine Frau

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Spülmaschine

Josephine M. Cochraine wurde 1839 in Indiana geboren. Dass sie eines Tages eine Erfindung machen würde, lag ihr wohl in den Genen, denn schon ihr Großvater, John Fitch, ging mit seinen Erfindungen in die Geschichte ein. So konstruierte er das erste betriebstüchtige Dampfschiff und später das erste, das durch Schrauben angetrieben wurde. Seine Enkelin machte eine weniger Aufsehen erregende aber nicht minder nützliche Erfindung: Sie schuf die Spülmaschine.

Aus der Not geboren: Die Geschirrspülmaschine

Verheiratet mit einem Politiker, war Josephine Cochraine eine wohlhabende Frau, die gesellschaftlich hohes Ansehen genoss. So lud sie regelmäßig zu Partys ein, wo sie viele Gäste bewirtete. Ihre Hausangestellten hatten die Aufgabe, das Geschirr anschließend zu reinigen und ordnungsgemäß einzuräumen. Doch immer wieder gingen beim Abwasch Teile des teuren Services zu Bruch – ein unhaltbarer Zustand für Josephine Cochraine. Sie wusch es zunehmend selbst ab, was ihr jedoch schnell lästig wurde. Also begann sie damit, einen Apparat zu konzipieren, der dies für sie übernehmen sollte.

Kupferkessel und Drahtkörbe für sauberes Geschirr

Ganz ohne technische Ausbildung hatte sich Josephine Cochraine ein Modell überlegt, bei dem das Geschirr in einem wasserdichten Kupferkessel in Drahtkörben aufgestellt wurde. Diese wurden mithilfe eines Laufrades bewegt. So konnte sich die über Düsen in den Kupferkessel geleitete Seifenlauge bestmöglich verteilen.

Patent und Auszeichnung

Im Jahr 1886 wurde der Entwurf auf ihren Namen patentiert. Stolz präsentierte Josephine Cochraine ihr Werk nur wenige Jahre später, 1893, auf der Weltausstellung in Chicago. Dort erhielt sie den Preis für „die beste mechanische Konstruktion, Haltbarkeit und Zweckentsprechung“.

Cochran’s Crescent Washing Machine Company

Um ihre Spülmaschinen zu vertreiben, gründet Cochraine sogar eine eigene Firma, die diese zunächst an Hotels und Restaurants verkaufte. Ihr Unternehmen wurde später von Kitchenaid übernommen, das 1949 die Spülmaschine für den Hausgebrauch auf den Markt brachte. Seitdem ist sie aus unserem modernen Leben nicht mehr wegzudenken.

Foto: pixabay © PhotoMIX-Company

Mit diesen Tipps kommen LKW-Fahrer sicher durch den Winter

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LKW im Winter

Das Fahren eines LKW im Winter ist keine leichte Aufgabe. Die frühe Dunkelheit strengt an, die sich schnell ändernden Straßenverhältnisse ebenso. Und so kommt schnell einiges zusammen, was den Job des LKW-Fahrers erschwert: Nieselregen, überfrierende Nässe, Tage, an denen es nicht richtig hell wird, Schnee und Eis. Das stärkt nicht gerade die Konzentration, obwohl sie in dieser Zeit der wichtigste Begleiter ist.

Das Dach muss frei sein

Bevor es losgeht, sollte weder Schnee noch Eis auf dem Dach liegen. Werden diese Ablagerungen nicht vor dem Losfahren entfernt, können sie zu tödlichen Geschossen werden. Wer es einrichten kann, sollte daher auf einem überdachten Parkplatz die Nacht verbringen. Denn Schnee, Regen, scharfer Wind und der Temperaturwechsel über Nacht begünstigen festgefrorenen Schnee oder Eis auf dem Brummidach. Auch speziell konzipierte Airbags dienen dazu, dass sich dort erst gar nichts ablagern kann. Fahrern, die das Dach händisch von Schnee und Eis befreien, sind Enteisungsgerüste eine große Hilfe.

Wichtig: Es ist eine Ordnungswidrigkeit, wenn Schneereste oder Eisstücke während der Fahrt vom LKW-Dach fallen.

Die richtigen Reifen sorgen für ausreichend Grip

Ist der gesamte LKW mit sogenannten M+S-Reifen ausgerüstet, verkürzt sich sein Bremsweg enorm. In der Regel bereifen aber nur bestimmte Speditionen ihre Gefährte komplett mit M+S-Reifen – solche, die viel in Gegenden unterwegs sind, die für extreme Witterungsverhältnisse bekannt sind. LKW, die in moderaten Breiten fahren, wird nur die Antriebsache mit diesen Reifen ausgestattet. Hier sollte auch der Gesetzgeber über eine Änderung der Vorschriften nachdenken.

Die Beleuchtung sollte einwandfrei funktionieren

Außerdem muss geprüft werden, ob alle Lichter funktionieren, denn für eine sichere Fahrt ist es nicht nur wichtig, seine Umgebung zu sehen, sondern auch rechtzeitig gesehen zu werden.

Der Luftdruck muss stimmen

Bei zu wenig oder zu viel Druck in den Reifen verkleinert sich die Aufstandsfläche. Das bedeutet, dass die Außenkanten der Reifen nicht richtig greifen können. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass sich das überlastete Profil rasch mit Matsch und Schnee zusetzt. Dies verschlechtert die Traktion und sorgt für einen wesentlich längeren Bremsweg.

Maximale Last auf der Antriebsache

Das Traktionsverhalten eines LKW wird entscheidend durch die Last der Fracht bestimmt. So verursachen leere Zugfahrzeuge besonders im Winter Probleme – vor allem an Steigungen und auf glatter Straße. Um also eine sichere Fahrt zu generieren, sollte die Antriebsachse der Zugmaschine stets maximal belastet werden, auch wenn der LKW nur teilbeladen ist.

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Platooning-Entwicklung: Daimler gibt auf

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Platooning, Foto: Fotolia © chesky

Daimler setzte jahrelang große Hoffnungen in die Entwicklung der Zukunftstechnologie Platooing. Aber jetzt gibt der Konzern überraschend auf. Was ist passiert?

Tonnenschwere Lkw donnern über die Autobahn. In einem Korso folgen sie einander in dichtem Abstand, gesteuert wie von Geisterhand. Denn im Cockpit hält kein Mensch das Lenkrad in der Hand, sondern ein leistungsfähiger Rechner. Die einzelnen Trucks kommunizieren selbständig miteinander. Diese Zukunftsvision nennt sich Platooning. Doch bis die Idee wirklich in die Realität umgesetzt werden kann, dürfte noch viel Zeit vergehen. Das sieht zumindest der Daimler-Konzern so – und vollzieht eine strategische Kehrtwende. Das gab Daimler-Manager Martin Daum am Rande der Elektronikmesse CES im Januar bekannt.

Enttäuschte Hoffnungen

Bislang galt das Platooning-Konzept als die Zukunft des Nutzfahrzeugmarkts. Digitale Assistenzsysteme sollten es ermöglichen, dass Lkw-Fahrer und ihre Trucks zusammenfinden. Gemeinsam sollten sie weite Strecken in einer automatisch überwachten Kolonne fahren. Das Platooning sollte die Fahrer entlasten. Aber auch die Kosten senken. Im Geschäftsbericht von Daimler für 2017 klang es noch sehr nach Hoffnung: „Das Kundeninteresse an digital gekoppelten Lkw für den Straßengüterverkehr wächst.“ Daum sah damals erhebliche Optimierungspotenziale für die Speditionsbranche.

Doch inzwischen ist die Euphorie verflogen bei den Schwaben. Denn all den durch digital gekoppelte Kolonnen erreichbaren Vorteilen stehen erhebliche Schwierigkeiten bei der Entwicklung gegenüber. Aus dieser Erkenntnis zieht der Stuttgarter Konzern Konsequenzen: Die laufenden Platooning-Projekte in den Vereinigten Staaten, Japan und Europa wird er zwar noch beenden. Dabei werde es aber keine neuen Tests geben. Und das Ziel ist es auch nicht mehr, die Technik Serienreif zu machen. Für Brancheninsider ist damit klar, dass das das vorläufige Ende bedeutet.

Platooning: Fahren im Luftschatten

Die Idee hinter Platooning ist eigentlich simpel. Wenn Fahrzeuge mit geringem Abstand hinter einander fahren, befindet sich ein Wagen jeweils im „Luftschatten“ des anderen. Wegen des geringeren Luftwiderstandes verbrauchen sie insgesamt weniger Kraftstoff. Im kommerziellen Straßenverkehr könnte das Geld sparen. Außerdem würde beim Platooning ein Fahrer gleich mehrere Fahrzeuge führen, was Personalkosten sparen könnte. Die Fahrerinnen oder Fahrer in den angeschlossenen Lkw könnten die Auszeit zur Entspannung nutzen. So würde insgesamt Zeit eingespart.

Die Technologie baut auf Assistenzsystemen auf, die es bereits gibt. Zum Beispiel Abstandswarner, Tempomat oder Spurassistent. Die werden allerdings miteinander verbunden und um neue Tools ergänzt. So sollte das Platooning als nächster Schritt zum vollautomatisierten Fahren dienen. Doch die Umsetzung funktionierte bislang eben nur in der Theorie.

Verbrauch mit Platooning höher

Das Problem ist vor allem die Koordination. In der Praxis müssen die elektronisch gekoppelten Fahrzeuge immer wieder zum Standardabstand zurückfinden. Zum Beispiel, wenn das Führungsfahrzeug ausschert. Hier liegt das Problem. Denn jedes Mal, wenn das Lkw-Gespann getrennt wird, muss beschleunigt werden, um wieder zur Gruppe aufzuschließen. Außerdem kann sich ein anderer Truck zwischen die Konvoi-Lkw drängen. Dann muss er überholt werden. Im echten Fahrbetrieb passiert das sehr häufig. Unter dem Strich ist der Kraftstoffverbrauch deshalb bislang sogar höher als bei herkömmlichen Lkw. So ergibt die Technologie natürlich nur wenig Sinn.

Trotz des Rückschlags beim Thema Platooning setzt Daimler-Trucks aber insgesamt weiterhin auf Vernetzung und Automatisierung. Rund 500 Millionen Euro wird der Konzern in den kommenden zehn Jahren in die Entwicklung automatisierter Lkw investieren und dabei etwa 200 neue Arbeitsplätze für hochqualifizierte Fachleute schaffen. Allerdings werden diese neuen Trucks dann voraussichtlich allein fahren, nicht im Konvoi.

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Autofahrerin des Jahrhunderts gelingt als erster Frau die Durchquerung der Vereinigten Staaten

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Die US-amerikanische Automobilistin Alice Ramsey war die erste, die im Sommer 1909 von der Ost- an die Westküste fuhr. Bereits ein Jahr zuvor erwarb sie zusammen mit ihrem Ehemann ein Maxwell-Automobil. Um es fahren zu dürfen, nahm Alice Ramsey Fahrstunden beim Autohändler des Ortes. Schnell entwickelte die damals Anfang 20-Jährige eine große Leidenschaft fürs Autofahren.

Begnadete Autofahrerin gewinnt Langstreckenrennen

Nach nur wenigen Monaten begann Alice Ramsey damit, an Autorennen teilzunehmen. Auch auf schwierigem Gelände hatte die passionierte Autofahrerin keine Probleme, so dass sie viele Rennen für sich entscheiden konnte. Außerdem wurde die junge Frau zur Vorsitzenden des New Yorker Women’s Motoring Clubs und der Frauenabteilung des Maxwell-Briscoe Motor Clubs.

Von der Westküste zur Ostküste – Werbung für autofahrende Frauen

Nachdem Frauen bei der Durchquerung der USA im Automobil bis dato nur Beifahrerinnen gewesen waren, bekam Alice Ramsey nur 6 Jahre nach der ersten Fahrt quer durch die Vereinigten Staaten die Chance, diese ebenfalls anzutreten. Mit einem extra für sie gefertigten Wagen machte sich Alice Ramsey mit drei Begleiterinnen auf zur historischen Fahrt.

Nach dem Start in New York passierten die vier Damen die Städte Albany, Buffalo, Toledo, Chicago, Sioux City, Cheyenne, Salt Lake City, Reno, Sacramento und endeten in San Francisco. In jedem ihrer Zwischenhalte wurden Alice Ramsey und ihre Mitfahrerinnen jubelnd gefeiert. Im Großen und Ganzen verlief ihre Fahrt problemlos, obwohl sie teilweise mit Umweltbedingungen wie schlechten Straßenverhältnissen durch Dauerregen und Problemen mit dem Auto wie einem Achsenbruch zu kämpfen hatten.

Ehrung für emanzipierte Autofahrerin

Mit drei Wochen Verspätung erreichte Alice Ramsey den Zielort San Francisco. Der Grund waren häufige Reparaturen an ihrem Maxwell – elfmal mussten die Reifen gewechselt werden, was übrigens Ramsey persönlich erledigte. Insgesamt musste sie 18 Tage Fahrpause einlegen.

Ihre fahrerische Leistung wurde vom Veranstalter Maxwell Briscoe dazu genutzt, ihren Wagen als Fahrzeug für Frauen zu promoten, dem weder steile Berge, noch Matsch oder tiefer Sand etwas anhaben könnten. 1960 erhielt die damals 72-Jährige von der American Automobile Association die Auszeichnung als Autofahrerin des Jahrhunderts – weitere Ehrungen folgten.

Foto: Werbefoto von 1909

EU beschließt Sozialstandards für LKW-Fahrer

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Die EU-Verkehrsminister haben sich auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von LKW-Fahrern geeinigt: In ganz Europa sollen gleiche Voraussetzungen gelten. Für die Trucker bedeutet das, dass sie für gleiche Arbeit den selben Lohn erhalten. Ein Meilenstein für die ganze Branche, der dem vorherrschenden Lohndumping den Riegel vorschieben soll.

Auch Schlafbedingungen sollen verbessert werden

Es kommen noch weitere Änderungen auf die LW-Fahrer hinzu. So sollen sie künftig ihre Ruhezeiten nicht länger in den Führerhäusern verbringen, auch Übernachtungen sollen nicht mehr im Truck stattfinden. Speditionen und Auftraggeber sollen so verpflichtet werden, ihren Fahrern eine Unterkunft zu finanzieren. Auf diese Weise haben die Trucker neben einem richtigen Bett auch die Möglichkeit der permanenten Nutzung von sanitären Anlagen wie Toilette und Dusche.

Einigung mit Europaparlament steht noch aus

Die Änderungen können allerdings erst in Kraft treten, wenn eine Einigung mit dem Europaparlament gefunden wird. Die gut zwei Millionen Kraftfahrer aus Europa würden von wesentlich besseren Arbeits- und auch Lebensbedingungen profitieren. Es besteht laut Österreichs Verkehrsminister Hofer mit diesen Maßnahmen auch die Möglichkeit, dass sich das Problem der überfüllten Autobahnparkplätzen verringern würde.

Sozialdumping und unlauterer Wettbewerb sollen ausgemerzt werden

Das Transportgewerbe leidet seit langem unter Lohndumping und unredlichen Arbeitsbedingungen. Besonders die westeuropäischen Staaten Frankreich, Österreich, Belgien, Dänemark, Italien, Luxemburg, Norwegen, Schweden und Deutschland beklagen Missstände. Daher haben sich diese Länder bereits unabhängig von den Beschlüssen in Brüssel zusammengeschlossen, um dem entgegenzuwirken. Die von der EU vereinbarten optimierten Sozialstandards werden deren Ziele enorm vorantreiben, sobald sie umgesetzt sind.

Foto: pixabay © Capri23auto

Lkw-Maut: Was sich ab 1. Januar ändert

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Toll Collect

Ab 1. Januar 2019 wird der deutsche Gesetzgeber neue Tarife für die Lkw-Maut einführen.  Die Fahrerinnen und Fahrer müssen dann die Gewichtsklassen manuell in die On-Board-Unit (OBU) eintragen.

Sobald zum Beispiel ein Anhänger angekuppelt wird, ändert sich das zulässige Gesamtgewicht. In diesem Fall muss der Fahrer aktiv werden. Bei Fahrzeugen und -kombinationen über 18 Tonnen ist zusätzlich die Anzahl der Achsen anzugeben. Die neuen Mitwirkungspflichten gelten ab dem Stichtag. Einzige Ausnahme: Wenn das zulässige Gesamtgewicht dem dauerhaft in der Maut-OBU gespeicherten Wert entspricht muss nichts verändert werden.

Die Firma Toll Collect, die das Lkw-Mautsystem im Auftrag des deutschen Verkehrsministeriums betreibt, hat die Technologie bereits im Laufe des Jahres weiterentwickelt und damit die Voraussetzungen geschaffen. Bereits seit dem 1. Juni sind die Gewichtsklassen auf den Fahrzeuggeräten sichtbar. Die Eingabe war bislang jedoch freiwillig.  Ab Anfang Januar ist sie nun Pflicht. Wenn die Gewichtsklasse nicht eingestellt wird, hat das eine Ahndung und Nacherhebung der Maut-Beträge zur Folge.

Was muss bei der Deklaration beachtet werden?

Ab 1. Januar 2019 wird das zulässige Gesamtgewicht bei Fahrzeugkombinationen aus der Summe der zulässigen Gesamtgewichte der Einzelfahrzeuge gebildet – abweichend von der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Stütz- und Aufliegelasten müssen dabei nicht berücksichtigt werden.

Das Gesamtgewicht wird ab 7,5 Tonnen in Auswahlschritten von 1,5 Tonnen deklariert. Dabei kann jedoch keine Gewichtsklasse eingestellt werden, die kleiner ist als das auf dem Fahrzeuggerät gespeicherte Gewicht. Sind Fahrzeuge oder Fahrzeugkombinationen leichter als 7,5 Tonnen sind sie nicht mautpflichtig. In ihrer OBU erscheint die Anzeige < 7,5 Tonnen.

Betriebsanzeige in Deutschland

Nach Fahrtantritt zeigt das Display dauerhaft den ausgewählten Gewichtsbereich an.

  • ≥ 7,5 Tonnen – 11,99 Tonnen
  • ≥ 12 Tonnen – ≤18 Tonnen
  • > 18 Tonnen

Hier vier Beispiele:

  • Fahrzeug drei Achsen: mautfrei <7,5 Tonnen
  • Fahrzeug fünf Achsen: Gewicht 9 Tonnen
  • Fahrzeug fünf Achsen: Gewicht 16,5 Tonnen
  • Fahrzeug fünf Achsen: Gewicht >18 Tonnen

Betriebsanzeige auf Strecken in Österreich

Bedeutung der Displayanzeige in Österreich – mit aktiviertem Dienst AT (TOLL2GO):

  • Aktuell eingestellte Achszahl
  • Dienstgebiet
  • deklarierter Bereich: mautfrei
  • deklarierter Bereich: Gewichtsklasse I
  • deklarierter Bereich: Gewichtsklasse II
  • deklarierter Bereich: Gewichtsklasse III

Foto: Pixabay

Mit diesen Tipps übersteht jeder LKW den harten Winter

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Gut beschützter LKW

LKW sind große, teure und komplex gebaute Fahrzeuge. Durch ihre umfassende Wartung können Schäden langfristig vermieden werden. Deswegen empfiehlt der ADAC TruckService einige Maßnahmen, um die kalte Jahreszeit bestmöglich zu überstehen.

Kalte Jahreszeit birgt viele Risiken

Besonders im Winter haben es LKW-Fahrer nicht leicht. Sie müssen mit gefrorener Frontscheibe, Regen, Schnee, Glatteis und schlechter Sicht zurechtkommen. Laut ADAC entstehen die häufigsten Probleme durch eine defekte Beleuchtung, schwache Batterien und eingefrorene Bremsventile. Um dem vorzubeugen, sollte ab Mitte Oktober ein Winter-Check durchgeführt werden. Dieser beinhaltet den Check-up der Elektrik, der Reifen, der Batterie und der Bremsen.

Frostschutzmittel und gute Reifen sind Grundvoraussetzung

Neben Frostschutzmittel für die Kühleranlage, die Scheibenwasch- und die Scheinwerferanlage, das stets ausreichend vorhanden sein muss, ist vor allem die richtige Bereifung wichtig. Traktionsstarke Winterreifen mit einem Reifenprofil von mindestens 4 Millimetern Tiefe und hohem Luftdruck sind hier das Mittel der Wahl. So ausgestattet hat der LKW auch bei Schnee und Matsch genug Grip. Nicht zu vergessen ist die Kontrolle von Schneeketten, die zusätzlich Halt bieten.

Fachgerechte Beleuchtung ist A und O

Gehäuse, Dichtungen und Leuchtmittel von Scheinwerfern und Positionslichtern müssen beim Winter-Check ebenfalls übergeprüft werden. Sind sie defekt, kann eindringende Feuchtigkeit dazu führen, dass Streuscheiben beschlagen und Reflektoren erblinden. Dies wiederum kann die Lichtleistung erheblich mindern. Außerdem kann die Feuchtigkeit Kurzschlüsse verursachen, was zum Ausfall der gesamten Beleuchtung führt.

Batterie und Bremsen müssen neuwertig sein

Im Winter kommt es häufig dazu, dass sich Batterien kältebedingt entladen. Da die erhöhte Belastung beim Anlassen des kalten Dieselmotors ebenso mehr Energie verbraucht wie der grundsätzlich erhöhte elektrische Verbrauch, zeigt sich schnell, ob die Batterie noch einen ganzen Winter übersteht. Testen lassen sollte man dies mit einem elektronischen Batterietester, der ab 30 Euro zu haben ist. Eine weitere Gefahrenquelle ist die Bremsanlage. Hier müssen das Frostschutzsystem und die Entwässerungsventile einwandfrei funktionieren. Bei eingefrorener Bremsanlage können nämlich nur Profis Abhilfe schaffen, die Bremsventile mit einem speziellen Schlauchadapter entfrosten.

Gewissenhafte Überprüfung des Fahrzeugs vor jedem Fahrtantritt

Nicht nur die Befreiung des Dachs von Schnee und Eisplatten ist wichtig, um eine sichere Fahrt zu gewährleisten. Bei schlechten Witterungsverhältnissen sollte zudem die Geschwindigkeit entsprechend gedrosselt werden: Bei verschneiten Straßen rät der ADAC dazu, das Tempo zu halbieren, bei Eisglätte muss es noch weiter reduziert werden. Außerdem ist es sinnvoll, mit Fahrsicherheitstrainings und Schulungen mehr Sicherheit in den eigenen Fahrstil zu bringen. Darüber hinaus raten Experten dazu, nicht zu spät zu tanken – zeigt die Nadel an, dass der Tank ein Viertel voll ist, sollte dringend eine Zapfsäule aufgesucht werden.

Elise Deroche: Die erste Frau der Welt, die sich ins Cockpit traute

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Mädchen träumt vom Fliegen

Die 1886 in Paris geborene Elise Deroche bekam als bekannte Schauspielerin die Gelegenheit dazu, den Flugpionier Charles Voisin kennenzulernen. Dieser bot ihr an, in einem seiner Flugzeuge das Fliegen zu erlenen. Bei den von Voisin gefertigten Maschinen handelte es sich um Einsitzer, in der dementsprechend nur eine Person Platz finden konnte.

Im Einsitzer zum ersten Alleinflug einer Frau

Charles Voisin hielt sein Versprechen und begrüßte Elise Deroche, die sich in ihrer öffentlichen Rolle als Schauspielerin „Baronin Raymonde de Laroche“ nannte, 1909 zu ihrer ersten Flugstunde. Nachdem seine Schülerin am Steuer des Einsitzers Platz genommen hatte, leitete Voisin sie dazu an, ein Gefühl für die Maschine zu entwickeln. Dabei stand er auf der Landebahn und gab ihr Anweisungen. Obwohl er es ihr ausdrücklich verboten hatte, mit dem Flugzeug abzuheben, tat Elise Deroche genau das: Der Einsitzer erhob sich gut dreihundert Meter in die Höhe und flog etwa fünf Meter weit. Damit absolvierte sie vor Fluglehrer und Zuschauern den allerersten Alleinflug einer Frau.

Die erste Frau der Welt mit Pilotenschein

Obwohl sich seine Schülerin bereits in der ersten Flugstunde seinen Anweisungen widersetzt hatte, bildete Charles Voisin Elise Deroche als Pilotin aus. Als erste Frau der Welt bestand sie die Pilotenprüfung nur ein Jahr, nachdem sie ihre Ausbildung begonnen hatte. Im selben Jahr wirkte sie bereits an ihrer ersten Flugshow in der Flugwoche von Heliopolis mit – als einzige Frau. Weitere Teilnahmen folgten. Bei der Großen Flugwoche der Champagne zog sich die Pionierin schwere Kopfverletzungen, einen Armbruch und zwei gebrochene Beine zu.

Trotz schlimmer Verletzungen flog sie weiter

Schon zwei Jahre nach dem schlimmen Unfall nahm Elise Deroche wieder an Wettkämpfen teil. Obwohl sie auch bei einem Autounfall fast verunglückte, gewann sie bereits ein Jahr danach den Frauenpokal des Aéro-Club de France sowie die „Coupe Femina“. Außerdem konnte sie den Frauenweltrekord im Dauerflug auf 323 Kilometer sowie den Höhenweltrekord der Frauen auf 4800 Meter verbessern.

Statue erinnert an Pionierin

In der Funktion als Copilotin für den Testflug eines Prototyps, den sie gemeinsam mit einem männlichen Piloten absolvierte, stürzte Elise Deroche am 18. Juli 1919 ab. Beide Flugzeuginsassen starben am Unfallort. In Erinnerung an eine ganz besondere Frau ehrt der Flughafen Le Bourget die unvergessene Pionierin mit einer Statue.

Foto: Fotolia © detailblick-foto

Show-Truck aus Finnland sorgt auf Essen Motor Show (1.-9. Dezember) für Aufsehen

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Blickfang: Farbenfroher Show-Truck

Auch im Bereich der motorisierten Fahrzeuge gibt es immer wieder Autos und LKW, die ein absoluter Blickfang sind. Die Essener Motor Show ist bekannt dafür, ihren Besuchern genau solche Schmuckstücke zu präsentieren. Das PS-Festival zeigt auch in diesem Jahr wieder einmalige Design Cars und individuell gestaltete Show-Trucks, die nicht nur für Fahrzeugliebhaber begeistert.

Ein LKW, der aussieht wie ein Showmobil

Der Mercedes Benz Actros 2663 Lowrider ist das Prunkstück seines Besitzers Mika Auvinen aus Finnland. Mit ihm gewinnt er nicht nur Titel auf Festivals, sondern transportiert auch eine Fracht – vornehmlich Zement. Der violette Truck, der ganze 76 Tonnen auf die Waage bringt, verfügt neben den zwei Silo-Aufliegern auch über eine Pneumatik, die das Gefährt um bis zu zehn Zentimeter herabsenken kann. Er wird durch einen 15,6-Liter-Motor mit 625 PS angetrieben.

Mika Auvinen berichtet, dass von der Idee für seinen Traum-Truck bis zur ersten Probefahrt knapp ein Jahr verging, und er etwa 450.000 Euro Materialkosten sowie 6000. Arbeitsstunden investiert hat.

Auch kleine Fahrzeuge locken Besucher

Mit ihren Design Cars faszinieren auch die Sportwagen-Manufakturen wie der Porsche-Spezialist RUF aus Pfaffenhofen. In Essen zeigt der Porsche Spezialist den neuen SCR 2018, der bereits vor zwei Jahren als Prototyp vorgestellt worden war. Liebhaber sind vom Design des Carbonfaser-Monocoque, das vom integrierten Stahlrohrkäfig verstärkt wird, sowie den Pushrod-Radaufhängungen an allen vier Rädern begeistert, die den Fahrwerken der Formel Eins entsprechen. Die Karosserie des 510 PS starken Wagens, der weniger als 1300 Kilogramm wiegt, ist übrigens aus Kohlefaser.

Auto-Skulptur aus Altmetall begeistert ebenfalls

Ein besonderer Hingucker ist außerdem der Porsche GT3 RS, der komplett mit Altmetall verkleidet ist. Drei Männer des Teams „Giganten aus Stahl“ schliffen ganze 20.000 Altmetallteile für ihr Kunstwerk. Im Innern sind die Sitze verstellbar, ein Handschuhfach eingebaut und der Motor aus Altmetall nachgebildet.

Foto: Rainer Schimm/©MESSE ESSEN GmbH

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