by Janina Martig

Lkw-Fahrer sind keine Entladehelfer

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Oft sehen sich Berufskraftfahrer der Erwartung ausgesetzt, nach der Ankunft an der Rampe auch Entladung der Güter vom Lkw zu übernehmen. Das gehört laut dem Handelsgesetzbuch (HGB) nicht den Aufgaben des Lkw-Fahrers. Das betonten jetzt auch der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), der Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL) und der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV). Die Verbände veröffentlichten gemeinsam einen Info-Flyer zu diesem Anliegen. Schon 2013 wurde ein Gutachten vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Auftrag gegeben, welches das Thema der langen Wartezeiten an Rampen beleuchten sollte. In diesem Gutachten wurde festgestellt, dass die Ursache für lange Karenzfristen die fehlenden vertraglichen Abmachungen unter dem Fahrer und dem Warenempfänger ist. Oft kommt es zu Unstimmigkeiten zwischen beiden Parteien. Eskaliert der Streitfall, wird die Arbeit niedergelegt, Wartezeiten verlängern sich.

Pflichten des Transportunternehmens und des Fahrers

Ein Lieferant hat bestimmte Vorgaben, an die er sich, nach Absprache mit seinem Transportunternehmen und des Warenempfängers, zu halten hat. So muss der Warenlieferant, die mit dem Auftraggeber vereinbarten Liefertermine einhalten und sich beim Pförtner zur Registrierung melden. Zu weiteren Pflichten des Fahrzeugführers gehört es beispielsweise, den Lastkraftwagen an den vom Auftraggeber angegebenen Ort zur Entladung abzustellen und den Anhänger dafür zu öffnen. Neben dem Öffnen des Fahrzeugs, ist der Lkw-Fahrer verpflichtet, die eigenen Ladungssicherungsmittel zu entfernen, um das Entladen möglich zu machen. Außerdem muss der Kraftfahrer die Überprüfung der Waren hinsichtlich ihrer Unversehrtheit und Vollständigkeit ermöglichen und gegebenenfalls Tauschpaletten an der Rampe entgegennehmen, soweit eine Tauschverpflichtung der beiden Vertragspartner besteht. Das Entladen des Fahrzeugs hingegen gehört nicht zu den Aufgaben des LKW-Fahrzeugführers.

Vertragliche Abregelung der Entladepflicht eines Lkw-Fahrers

In der Praxis lassen sich diese Vorgaben nur selten durchsetzen. Nicht immer ist es dem Fahrer möglich, das selbstständige Abladen der Ware zu verweigern. In diesem Fall sollte diese Tätigkeit aber zumindest in einem Arbeitsvertrag verankert sein. Sind im Anstellungsvertrag lediglich „Lenktätigkeiten“ festgeschrieben, muss der Arbeitnehmer auch keinerlei Abladearbeiten verrichten. Es gibt noch mehr Sonderfälle: Handelt es sich um einen LKW mit fest installiertem Ladekran, gehört das Be- und Entladen des Fahrzeugs selbstredend zu den Aufgaben des Fahrzeugführers dazu. In jedem Fall ist der Fahrer verpflichtet, eine sichere Verladung sicherzustellen – unabhängig davon, ob er diese selbst durchführt oder nicht. Bei einem Be- und Entladen des Fahrzeugs durch Dritte besteht für den Fahrer also Aufsichtspflicht.

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Toter Winkel: Die wichtigsten Fragen beantwortet

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Ein toter Winkel ist der Bereich, der aus dem Fahrzeug nicht mit Rück- und Seitenspiegeln eingesehen werden kann. Dieser verursacht vor allem Risiken bei Überholmanövern sowie beim Versuch abzubiegen. Gerade LKW-Fahrer geraten regelmäßig in riskante Situationen, da diese kein Rückfenster besitzen und der tote Winkel oftmals größer und gefährlicher als bei einem PKW werden kann. Im Folgenden werden die wichtigsten Fragen dazu beantwortet.

Wo befindet sich der tote Winkel?

Lastwagen haben im Gegensatz zu normalen Autos kein Rückfenster. Somit fällt der Bereich weg, der sonst durch den Rückspiegel eingesehen werden kann. Daher ist die Gefahr für Fahrradfahrer und andere sich nähernde Autos umso größer. Gerade das Rechtsabbiegen ist für LKW-Fahrer ein besonders nervenaufreibender Akt. Da Radfahrer rechts neben den Fahrzeugen fahren, geraten sie vor allem schnell in den toten Winkel. So werden durch die Länge eines Lastwagens besonders die Hinterreifen gefährlich, denn Radfahrer können durch den kürzeren Fahrweg der Hinterreifen schneller unter die Reifen geraten, wenn sie in der Kurve übersehen werden.

Wie kann ein toter Winkel besser eingesehen werden?

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat sich dafür eingesetzt, dass zahlreiche Risiken des toten Winkels bei LKW`s verringert werden. So wurde bereits 1992 in Deutschland die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) geändert und ein zweiter Spiegel für alle LKW über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht vorgesehen. Dieser muss in einem anderen Winkel eingestellt sein, damit ein größeres Sichtfeld abgedeckt wird.

Durch Verordnungen der EU wurden weitere Spiegel wie ein Front- und Rampenspiegel vorgeschrieben. Grundsätzlich ist es laut StVZO wichtig, „dass der Fahrzeugführer nach rückwärts, zur Seite und unmittelbar vor dem Fahrzeug auch beim Mitführen von Anhängern – alle für ihn wesentlichen Verkehrsvorgänge beobachten kann.“ Leider kommt es jährlich immer noch zu ungefähr 135 Unfällen mit Personen.

Gibt es technische Hilfsmittel?

Neben der klassischen Verwendung von Spiegeln gibt es heutzutage modernste Technik, um die Einsicht in den Straßenverkehr für LKW-Fahrer zu erleichtern. So gibt es diverse Fahrassistenten, die mehr Sicherheit während der Fahrt garantieren. Der Spurwechselassistent beispielsweise erkennt drohende Gefahren beim Spurwechsel und warnt vor diesen. Das System ist jeweils rechts und links an den Seitenspiegeln angebracht und überwacht den umliegenden Raum mithilfe von Ultraschall, Radar oder Laser. „Aktive Assistenten“ greifen, wenn nötig, auch selbst in die Lenkung ein.

Auch Kamera-Systeme können eine geeignete Lösung schaffen. Stellen, die häufig schwer durch Spiegel einzusehen sind, werden somit über Bilder an einen Monitor an den Fahrer gesendet.  Zudem kann dadurch auch das Parken erleichtert werden.

Worauf müssen LKW-Fahrer achten?

Vor jedem Fahrtbeginn sollten alle Rück- und Außenspiegel kontrolliert und korrekt eingestellt werden, damit jeder Außenbereich so gut wie möglich einsehbar ist. Auch sollten Fahrer beim Warten oder Anfahren vor allem den rechten Fahrbahnrand auf Fußgänger und Radfahrer beobachten. Kurz vor dem Abbiegen oder Spurenwechsel ist es unumgänglich, vorher in jeden Spiegel zu schauen und den Schulterblick zu verwenden, um den gesamten Außenbereich abzusichern. Nur wenn diese Punkte konsequent eingehalten werden, ist ein sicheres Fahren möglich.

Bild: Fotolia © andrey_iv

Amerikas bedeutendste Pharmakologin und Biochemikerin

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„Ich wollte alles lernen, alles, was ich sah. Was ich in der Schule lernte, stellte mich nie zufrieden.“ Gertrude Belle Elion wurde am 23. Januar 1918 in New York City als Kind von Einwanderern geboren. Mit 15 Jahren muss sie miterleben wie ihr geliebter Großvater an Magenkrebs stirbt. Sie beschließt schon im jungen Alter, eine erfolgreiche Wissenschaftlerin zu werden, um ein Mittel gegen Krebs zu finden.

„Niemand nahm mich ernst“

So studiert Elion am Hunter College und schreibt sich als einzige Frau in ihrem Semester an der New York University (NYU) für Chemie ein. 1941 erhielt sie ihren Abschluss als Master of Science. Bereits zu dieser Zeit wird sie von zahlreichen Vorurteilen konfrontiert: „Niemand nahm mich ernst. Alle fragten, warum ich Chemikerin sein wollte, wenn doch sonst keine Frau das wollte. Die Welt wartete nicht auf mich.“

Im gleichen Jahr stirbt ihre große Liebe kurz vor der Hochzeit an einer Herzmuskelentzündung. Für Elion brach eine Welt zusammen. Ihr Wunsch wächst, lebensrettende Medikamente zu entwickeln.

Nur männliche Forscher erwünscht

Ihr Traum von einer akademischen Karriere nach dem Masterabschluss scheitert jedoch aufgrund der Arroganz männlicher Professoren. Da sie wegen ihres Geschlechts keine Stelle als Forscherin erhält, arbeitet sie zunächst als High-School-Lehrerin für Physik und Chemie. Ein Jahr später verdiente sie dann ihren Lebensunterhalt als Lebensmittelchemikerin bei der „Quaker Maid Co.“ in Brooklyn.

Nach dem Eintritt des 2.Weltkrieges in den USA 1944 ändern sich jedoch ihre beruflichen Chancen. In Folge des einhergehenden Männermangels öffnen sich für Frauen die Türen für Berufe in Männerdomänen. So erhält Elion ihren langersehnten biochemischen Forschungsplatz als Assistentin von George Hitchings in dem Pharmaunternehmen „Burroughs Wellcome“, bei dem sie die nächsten 39 Jahre arbeiten wird.

Bahnbrechende Erfolge

Während ihrer Zeit dort schafft sie sowohl allein als auch gemeinsam mit Hitchings beachtliche wissenschaftliche Erfolge. Unter Anderem finden sie heraus, wie Tumore durch gezielte Eingriffe im Zellhaushalt zerstört werden. Das Forscherteam entwickelt daraus unzählige pharmakologische Wirkstoffe, so auch das erste Immunsuppressivum, welches das Weiterleben nach Organtransplantationen ermöglicht sowie Mittel gegen Gicht und Herpes.

Auch entwickeln sie sogenannte Antimetaboliten, die vom Körper in die Erbsubstanz kranker Zellen eingebaut werden und diese schließlich zum Absterben bringen. Das darauf basierende und bahnbrechende Medikament Mercatopurin macht zu diesem Zeitpunkt erste Behandlungen von Leukämie möglich und senkt die Sterblichkeitsrate bei Kindern um 80 Prozent.

Mit ihren jahrelangen Teamkollegen Hitchings und James W. Black erhält Elion 1988 den Nobelpreis für Medizin und Physiologie. Schließlich stirbt sie am 21. Februar 1999 genau so wie sie gelebt hatte – aktiv bis zum letzten Tag. Bei einem täglichen Spaziergang bricht sie zusammen und stirbt im Alter von 81 Jahren im North Carolina Hospital.

Das sollte bei einem Stau beachtet werden

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Die Feriensaison hat begonnen und viele Menschen fahren nun ab sofort in ihren wohlverdienten Urlaub. Allerdings drohen dadurch auch gleichzeitig überfüllte Autobahnen, endlos wirkende Staus und lange Wartezeiten. Ein Stau entsteht, wenn ein hohes Verkehrsaufkommen, ein Unfall oder eine Baustelle auftreten. Da die einzelnen Fahrer in unterschiedlichem Maße abbremsen, kommt es zu unregelmäßigen Verzögerungen und der Verkehrsfluss beginnt zu stocken. Wer also sicher und stressfrei an sein Ziel kommen möchte, sollte die folgenden Tipps beachten.

Rettungsgasse bilden

Wenn ein Stau entsteht, sind alle Fahrer verpflichtet, eine Rettungsgasse für eventuell durchfahrende Notfallwagen zu bilden. Was viele nicht wissen: Eine Rettungsgasse darf nicht erst dann gebildet werden, wenn sich das Einsatzfahrzeug bereits von hinten annähert. Sie muss bereits entstehen, wenn der Verkehr zu stocken beginnt.

Dafür müssen Fahrzeuge auf dem linken Fahrstreifen so weit wie möglich nach links ausweichen. Alle Fahrzeuge auf den übrigen Fahrstreifen müssen sich rechts halten. Die Anzahl der Fahrstreifen ist dabei unwichtig. Sollte sich ein Fahrer nicht an die gesetzliche Vorschrift halten, droht ein Bußgeld zwischen 200 und 320 Euro sowie 2 Punkte.

Gut zu wissen: Grundsätzlich dürfen LKW-Fahrer laut Gesetz bei Staus die mittlere Fahrspur benutzen. Jedoch ist es ratsam, bei einem Stau mit dem LKW auf die rechte Spur auszuweichen, um eine zu enge Rettungsgasse zu vermeiden.

Standstreifen freihalten

Auch wenn der Stau immer größer wird: Niemand darf auf der Standspur halten, parken oder sogar fahren. Wer dies missachtet, riskiert ein Bußgeld bis zu 75€ und einen Punkt. Eine Ausnahme gilt, wenn Verkehrszeichen die Nutzung des Standstreifens erlauben.

Neben der Strafe warten auch zahlreiche Gefahren auf die Benutzung der Standspur: Das plötzliche Öffnen von Türen oder Wagen, die ausscheren oder abbiegen wollen. Es ist somit auch sicherer, auf den üblichen Fahrstreifen zu fahren.

Blinker einschalten

Wer sich am Stauende befindet, sollte den Blinker einschalten, um dem nachfolgenden Verkehr ein Signal zu geben und eventuelle Auffahrunfälle zu vermeiden. Wer die Lichtzeichen nicht verwendet, kann bei einem Unfall zu 25 Prozent des Schadens haftbar gemacht werden.

Nicht aussteigen

Laut der Straßenverkehrsordnung ist es im Stau verboten, auf der Autobahn das Fahrzeug zu verlassen. Dies wird lediglich beim Absichern der Fahrbahn bei einem Unfall erlaubt. Hier muss bei einem Verstoß ein Verwarnungsgeld in Höhe von 10€ gezahlt werden.

Wenn der Verkehr allerdings bei einer Vollsperrung für eine lange Zeit stocken bleibt, ist es möglich, sich für eine kurze Zeit die Beine zu vertreten. Dabei dürfen Rettungskräfte natürlich nicht behindert und sich auch nicht vom Fahrzeug zu weit wegbewegt werden.

Bild: Fotolia © Tom Heitz

Steinschlag des Hintermanns – wer haftet?

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Ein bekanntes Szenario unter vielen Berufskraftfahrern: Scheinbar aus dem Nichts meldet sich ein erboster PKW-Fahrer, der mit seinem Fahrzeug hinter dem LKW unterwegs war. Grund ist ein angeblich vom Laster verursachten Steinschlag. Das Ärgernis auf der Windschutzscheibe zählt zu den häufigsten Ursachen für Glasschäden am Auto. Aber wer zahlt im Schadensfall?

Urteil aus Heidelberg

Seit 2011 muss der vorausfahrende LKW-Fahrer dafür haften. Das entschied das Landgericht Heidelberg, nachdem zuvor ein Amtsgericht den Anspruch der Klägerin verneint hatte. Basis für die Entscheidung war unter anderem das Vorhandensein einer glaubwürdigen Zeugin in der Tochter der Geschädigten, sodass keine begründeten Zweifel am LKW als Verursacher bestanden. Die Nachweispflicht liegt weiterhin beim Geschädigten – ist der Kausalzusammenhang aber bestätigt, muss der LKW die für einen Haftungsausschluss relevanten Fragen klären. Dabei geht es vornehmlich darum, ob der Stein von einer unzureichend gesicherten Ladefläche herabgefallen ist oder nur von den Rädern aufgewirbelt wurde.

Steinschlag durch aufgewirbelte Steine

Kommt es zum Steinschlag wegen aufgewirbelter Steine, muss meist der Geschädigte selbst – beziehungsweise seine Versicherung – für die Reparatur aufkommen. Ein durch Reifen aufgewirbelter Stein gilt als unabwendbares Ereignis und ist damit nicht die Schuld des LKW-Fahrers. Ausnahmen gibt es bei unangemessenem Verhalten auf Geröllstraßen oder Straßen, die wegen einer Baustelle vermehrt mit Kiesel oder Schotter bedeckt sind. Wer hier zu schnell fährt oder überholt, kann für den Schaden des nachfolgenden Fahrzeugs haftbar gemacht werden.

Steinschlag durch verlorene Ladung

Jeder LKW-Fahrer ist verpflichtet, seine Ladung ordnungsgemäß zu sichern und somit dafür zu sorgen, dass bei der Fahrt nichts herunterfällt. Wird der Steinschlag also durch einen von der Ladefläche herabfallenden Stein ausgelöst, haftet die Versicherung des LKW-Fahrers. Besonders für Kies- und Erdtransporte ist das von Bedeutung. Entsteht nachweislich ein Schaden durch verlorene Ladung, ist die Haftpflichtversicherung des LKWs uneingeschränkt eintrittspflichtig.

Beweispflicht liegt beim Geschädigten

Selbst, wenn ein Anspruch vorliegt, muss derjenige, der Forderungen gelten machen möchte, die Schuld des LKWs erst einmal nachweisen.
Generell wird hier im Sinne des Geschädigten entschieden, wenn nachgewiesen werden kann, dass ein Schaden durch herabfallende Ladung des vorausfahrenden LKWs plausibel ist. Dafür muss beispielsweise der Abstand stimmen. In einem Urteil des Landgerichts Coburg von 2015 wurde zugunsten des LKW-Fahrers entschieden. Der Grund: Ein erst zwei Wochen nach dem Vorfall erstelltes Gutachten sowie alte und neue Schäden am Kraftfahrzeug, die Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Klägers hervorriefen.

Versicherung und Eigenbeteiligung

Verursacht man durch eigenes Verschulden einen Steinschlag in der Frontscheibe des Hintermanns – etwa durch unzureichend gesicherte Ladung oder erhöhte Geschwindigkeit auf einer Schotterstraße – zahlt die Haftpflichtversicherung. Bei einem Steinschlag auf der eigenen Scheibe hingegen übernehmen lediglich Teilkasko und Vollkasko die Reparatur. KFZ-Fahrer, die nur eine Haftpflicht haben – 2017 waren das immerhin rund 15,9 Millionen Vertragsnehmer – werden also umso motivierter sein, den entstandenen Schaden einzufordern.
Wer sicher gehen möchte, der holt sich aus diesem Grund in jedem Fall schon mal im Vorfeld eine Rechtsschutzversicherung. So hat man bei ungerechtfertigten oder strittigen Forderungen gleich Unterstützung.

Wie kann man Reifenplatzer vorbeugen?

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Gerade bei anhaltenden Sommertemperaturen steigt das Risiko eines Reifenplatzers, insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten und schlecht gewarteten Reifen. Dazu äußert sich ADAC Geschäftsführer Christoph Walter: „Extreme Hitze in Kombination mit zu niedrigem Luftdruck ist eine der häufigsten und meist unterschätzten Ursachen für Reifenschäden.“ Bei Temperaturen über 30 Grad Celsius kann die Asphalttemperatur schnell auf 40 bis 60 Grad Celsius ansteigen. Somit werden die Reifen weicher, überhitzen und können sogar Feuer fangen. Daher gilt, gerade in der warmen Sommerzeit, einige Tipps zu beachten.

Reifendruck überprüfen

Bei heißen Temperaturen sollte unbedingt der Druck des kalten Reifens regelmäßig kontrolliert werden. Wenn der Druck zu niedrig ist, hat der Reifen mehr Auflagefläche, weshalb dieser sich bei höheren Geschwindigkeiten durch die Reibung mit der Straße schneller erhitzt. Dabei können Reifentemperaturen von bis zu 100 Grad Celsius entstehen. Somit ist es nicht verwunderlich, wenn sich dann einzelne Teile des Reifens ablösen.

Reifen auf Beschädigungen untersuchen

Nur ein kleiner Stoß gegen die Bordsteinkante und schon kann die Oberfläche des Reifens durch Beulen oder Risse beschädigt werden. Auch Nägel, kleinere Steine oder andere Gegenstände können den Reifen abnutzen. Daher sollte neben einer ständigen Kontrolle des Drucks auch der Reifen auf Demolierungen geprüft werden, denn das kleinste Loch kann schon zu einem langsamen Abfall des Reifendrucks führen, wodurch sich das Risiko für Reifenplatzer erhöht.

Auf Sommerreifen umstellen

Faule aufgepasst: Im Sommer sollte definitiv nicht mit Winterreifen gefahren werden. Winterreifen sind aus einer weicheren Gummimischung zusammengesetzt, weshalb diese die Hitze nicht gut vertragen. Sommerreifen sind hingegen härter und gegen warme Temperaturen robuster.

Richtig reagieren

Sollte es doch unverhofft zu einem Reifenplatzer kommen, ist die richtige Handlung erforderlich. Oftmals kann man einen beinah platzenden Reifen an ungewöhnlichen Vibrationen und Geräuschen erkennen. Dann sollte man umgehend die Straße verlassen, auf einem Seitenstreifen halten und den Reifen untersuchen.

Platzt der Reifen während der Fahrt, sind ein lauter und explosionsartiger Knall sowie eine hohe Rauchbildung typisch. Hier ist es wichtig, die Ruhe zu bewahren und das Lenkrad gerade festzuhalten, um die Spur zu halten. Keinesfalls sollte ruckartig gebremst werden. Anstatt dessen dosiert zwischenbremsen und das Fahrzeug ausrollen lassen.

Tipps bei Hitze für LKW-Fahrer

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Ab sofort klettern die Temperaturen im Thermometer immer höher und wir können uns über Sonne und gutes Wetter freuen. Wer sich nun allerdings die kommenden Tage auf der Autobahn befindet und in den Pausen in der prallen Sonne parken muss, sollte einige Dinge beachten, denn das heiße Wetter bringt nicht nur Positives mit sich: Mit hohen Temperaturen steigt gleichzeitig auch das Unfallrisiko. Während der Unfall-Anteil an Tagen unter 15 Grad Celsius bei 47 Prozent liegt, steigt dieser auf 63 Prozent an Tagen über 25 Grad Celsius an. Demnach ereignet sich jeder siebte schwere Unfall bei heißem Wetter. Um dies vorzubeugen, sollten diverse Tipps befolgt werden.

Ausreichend viel Trinken

Um der nachlassenden Konzentration während des Fahrens bei heißem Wetter entgegenzuwirken, ist es wichtig, ausreichend viel zu trinken. Bis zu drei Liter Flüssigkeit sollten dabei zu sich genommen werden. Geeignet sind vor allem Wasser, Tee oder Saftschorle. Diese sollten ungezuckert und auf Zimmertemperatur gehalten werden, denn das zusätzliche Herunterkühlen kalter Getränke stresst den Magen. Außerdem können durch den Temperaturausgleich Schweißausbrüche entstehen.

Des Weiteren ist es unumgänglich, auf die regelmäßige Einnahme von fruchtsäurehaltigen Produkten zu achten, um die durch das Schwitzen verlorenen Mineralstoffe wiederzugewinnen. Eine verlängerte Pause sollte umgehend genommen werden, wenn sich Kopfschmerzen oder Schwindelanfälle bemerkbar machen. Auch lieber auf schwere Kost und größere Mengen Kaffee verzichten.

Die richtige Temperatur im Fahrzeug

Auch bei der Einstellung der Klimaanlage müssen grundlegende Punkte berücksichtigt werden. Beispielsweise darf die Innentemperatur maximal sechs Grad kälter als die Außentemperatur sein, denn sonst können schnell Kreislaufbeschwerden oder sogar Erkältungen auftreten. Dabei eignen sich Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad Celsius am besten. Zudem darf die Luft der Klimaanlage nicht direkt auf den Körper gerichtet sein, denn sonst können Verspannungen in den Muskeln auftreten.

Im Schatten parken

Gerade während des Parkens müssen Aufenthalte in der Sonne vermieden werden. Folglich können Konzentrationsstörungen oder Kopfschmerzen entstehen. Wenn Benommenheit und Übelkeit hinzukommen, sollte umgehend ein schattiger Platz aufgesucht werden, denn das sind mögliche Anzeichen für einen Hitzeschlag. Im höchsten Notfall muss sogar ein Arzt aufgesucht werden. Auf der Autobahn kann dann auch die Notrufsäule betätigt werden.

Darüber hinaus erhitzen sich die Oberflächen im Innenraum des Fahrzeuges auf bis zu 60 Grad Celsius, im schlimmsten Fall können sich sogar Hautverbrennungen zugezogen werden. Zur Prävention die Windschutzscheibe während des Parkens einfach abdecken.

Bild: Fotolia © Milos Muller

Polizei fordert: Schaulustige sollen höher bestraft werden

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Gaffer fallen bei fast jeder Unfallstelle negativ auf. Im besten Fall sind die Schaulustigen lediglich ein geschmackloses Ärgernis – oft behindern die neugierigen Beisteher aber auch den Verkehrsfluss und die Rettungsarbeiten. Dann werden die Schaulustigen zur echten Gefahrenquelle. Das gilt nicht nur für diejenigen, die das Fahrzeug verlassen, um den Unfall zu begutachten – schon das typische Abbremsen im Vorbeifahren führt zum Stau und stellt selbst ein Unfallrisiko dar. Mit der Verbreitung von Smartphones hat sich die Situation weiter verschlimmert. Nicht nur leiden Helfer und Opfer darunter, gegen ihr Einverständnis gefilmt und fotografiert zu werden – auch bietet die Möglichkeit zum Filmen einen zusätzlichen Anreiz. Fotos und Videos dienen dem Privatgebrauch oder werden in sozialen Medien verbreitet.

Strafkatalog soll ausgeweitet werden

Die Deutsche Polizeigewerkschaft forderte jetzt ein härteres Vorgehen: Smartphones, mit denen Aufnahmen gemacht werden, sollen konfisziert werden. Auch beim Schutz der Persönlichkeitsrechte von Verstorbenen sieht der Polizeipräsident Besserungsbedarf: Nach Paragraf 201a des Strafgesetzbuches steht derzeit zwar das Filmen von lebenden Unfallopfern unter Strafe, nicht aber das von Toten. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde eigentlich bereits im letzten Jahr in den Bundesrat eingebracht – bisher aber nicht in die Tat umgesetzt. Auslöser für die erneute Forderung war ein dramatischer Unfall auf der A6 Ende Mai. Ein LKW-Fahrer kam ums Leben, ein aufgebrachter Polizist forderte Schaulustige sarkastisch auf, den Unfalltoten näher zu betrachten.

Für Gaffen drohen bereits hohe Strafen

Gaffen zählt als Ordnungswidrigkeit und wird mit Geld- und im Extremfall mit Freiheitsstrafen belegt: Es droht ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro, das Anfertigen von Fotos und Filme gilt als Straftat, die mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden kann. Auch bei unterlassener Hilfeleistung drohen bis zu einem Jahr Haft. Dennoch landen Fälle, in denen Schaulustige Rettungsarbeiten hindern, immer wieder in den Schlagzeilen.

Es fehlt an Respekt und Gefahrenbewusstsein

An zu geringem Strafmaß liegt es also wohl eher nicht. Die Angst, belangt zu werden, scheint gering. Immerhin sind Polizei und Rettungskräfte meist mehr mit der Sicherung der Unfallstelle und der Versorgung von Verletzten beschäftigt, als mit der Aufnahme von Personalien. Auch fehlt der Respekt vor Opfern und Einsatzkräften – das zeigt sich zum Beispiel auch die immer wieder ungenügend gebildeten oder sogar von unbefugten genutzten Rettungsgassen. Immer wieder wird außerdem von Sanitätern berichtet, die angepöbelt oder angegriffen wurden, etwa, weil sie gezwungen waren, beim Rettungseinsatz ein anderes Fahrzeug zuzuparken.

Direktere Konsequenzen vielversprechend

Gegen eine Verschärfung von gegebenen Strafen spricht dennoch erstmal nichts. Direktere Konsequenzen – zum Beispiel, Smartphones zu konfiszieren – könnten tatsächlich eine effektivere Wirkung haben als die selten eingesetzten Freiheitsstrafen. Auch über Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot für Schaulustige sollte diskutiert werden. Schließlich stellen Gaffer nicht nur eine Belastung für die Opfer, sondern auch eine Verkehrsgefährdung dar.

Wie Trucker Rückenschmerzen vorbeugen können

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Gerade der Beruf eines LKW-Fahrers ist mit einem erhöhten Risiko für schwere Rückenschmerzen und Bandscheibenvorfälle anfällig. Dabei gibt es keine einzelne Ursache, sondern viele unterschiedliche Aspekte, die ineinandergreifen. Zu den hauptsächlichen Gründen zählen jedoch eine permanente einseitige Haltung beim Sitzen sowie die großen Belastungen beim Be- und Entladen von Gütern. Auch der stetige Stress, den Zeitplan einzuhalten, sowie die Vibrationen der Straßen führen zu Muskelverspannungen. Der Bewegungsmangel trägt ebenso der Entstehung des Übergewichts bei.

Ungefähr zwei Drittel der Trucker schlafen etwa vier bis fünf Mal in Ihrem Arbeitsplatz – dem LKW. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass jeder zweite Fahrer unter ständigen Rückenschmerzen leidet. Der erste Schritt der Heilung ist hingegen, das Problem zu erkennen und danach zielgerichtet zu handeln.

Der richtige LKW-Sitz

Die Lösung gegen Rückenschmerzen während des Fahrens kann die Anschaffung eines hochwertigeren Sitzes sein. Dabei sollte vor allem auf die Funktion der individuellen Einstellungsmöglichkeit geachtet werden. Somit kann sich die Rückenlehne den unterschiedlichen Bedürfnissen anpassen.

Auch ist die Wahl eines orthopädischen Sitzkissens eine gute Möglichkeit, um die Wirbelsäule zu entlasten. Durch die ergonomische Form können die Beschwerden gelindert und weiter auftretende Symptome vorgebeugt werden. Das Gewicht kann sich daher besser verteilen und der Druck wird verringert. Mithilfe des Kissens nimmt die Wirbelsäule eine schonende und aufrechte Position ein, wodurch die Brust- und Lendenwirbel gestreckt werden.

Pausen und Stau nutzen

Die erforderlichen Standzeiten lassen sich optimal für Spaziergänge oder Dehnübungen nutzen. Vor allem LKW-Fahrer bewegen sich während des Fahrens viel zu selten und nehmen für mehrere Stunden am Stück die gleiche Position ein. Kleine Übungen können dagegen Abhilfe schaffen. Dabei muss man sich jedoch nicht wie ein Profi dehnen. Auch das regelmäßige Treppensteigen oder Füßestrecken hält den Körper fit. Zudem sollten Speisen und Getränke am Rasthof im Stehen eingenommen werden. Das gleiche gilt im Stau: Die kurzen Pausen am besten für das Arme-, Schulter- und Füße-Kreisen nutzen, um Muskelverspannungen zu lösen.

Den Rücken warmhalten

Wärme tut dem Rücken bekanntlich gut und wird von Vielen gerade in dieser Körperregion als sehr angenehm empfunden. Eine kalte Muskulatur verkrampft sich öfter und verursacht somit schneller Rückenschmerzen. Durch die Wärme können sich die Muskeln wieder entspannen. Ein Wärmepflaster, eine Wärmesalbe oder Wärmflasche reichen meist schon für die benötigte Erholung aus.

1900 Kilometer Reichweite mit neuem Elektro-LKW von Nikola Motors

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Das 2014 gegründete US-Start-Up Nikola Motors, das mit der Erstellung von innovativen Elektro-Fahrzeugkonzepten bereits für viel für Aufmerksamkeit sorgte, hat im Rahmen eines Kunden-Events vier neue Modelle vorgestellt: Zwei Brennstoffzellen-LKW, einen Jet-Ski und einen Geländewagen.

Ziel ist es laut Gründer Trevor Milton, eine Zukunft ohne Emissionen zu schaffen: „Wir wollen alles in der Transportbranche umwandeln. Mit der Vision von Nikola wird die Welt sauberer, sicherer und gesünder sein.“

Innovative Trucks mit hoher Reichweite

Für den nordamerikanischen Markt präsentierte Milton den Nikola Two, der zusammen mit dem Nikola One 2020 ausgeliefert werden soll. Beide Fahrzeuge sind mit einem 735 kW starken Elektroantrieb sowie einer 320 kWh großen Batterie ausgestattet. Mithilfe des Wasserstofftanks ist eine Reichweite von bis zu 1900 Kilometern möglich. Nach eigenen Aussagen liegen bereits über 13.000 Vorbestellungen beider Modelle vor.

Ab 2022 erscheint für den europäischen Markt der Nikola Tre. Der Truck, der eine Reichweite von bis zu 1200 Kilometern erreicht, wird in Europa gefertigt. Die ersten Tests werden voraussichtlich in Norwegen durchgeführt.

Kooperation mit Bosch bringt bahnbrechende Neuerungen

Nikola Motors setzt bei der Technologie für seine Wasserstoff-LKWs auf das deutsche Unternehmen Bosch. Dank eines Ingenieurteams, das auf die Standorte Deutschland und USA verteilt ist, konnte die Vision nach 220.000 Stunden Entwicklungs-Zeit umgesetzt werden. Dazu äußert sich auch der Vizepräsident Boschs, Jason Roycht: „Durch die enge Zusammenarbeit haben Bosch und Nikola voneinander gelernt und sich gegenseitig angespornt. Der Nikola Two ist nicht nur eine einfache Weiterentwicklung des Schwerlasters von heute. Er ist revolutionär.“

Nikola Motors und Bosch haben in ihrer Kooperation den Antrieb sowie das Fahrgestell, in dem dieser integriert ist, gemeinsam entwickelt. Zudem war Bosch auch an der Kreation der weltweit ersten elektrifizierten Achse für Nutzfahrzeuge mit Doppelantrieb beteiligt. Somit vereint die Achse Motor, Getriebe und Antriebselektronik in einem Gehäuse.

Weitere Tools sind unter anderem das zentrale Steuergerät Vehicle Control Unit (VCU), das Echtzeit-Monitoring, Over-the-Air-Updates und das Betreiben der Fahrzeuge ohne Ausfallzeiten ermöglicht. Auf Außenspiegel wird beim Nikola-Fahrzeug komplett verzichtet. Mithilfe eines Mirror Cam Systems und Videosensoren, die an der äußeren Fahrzeugkabine angebracht sind, ist die Sicherheit während des Fahrens enorm erhöht. Auch wird der Luftwiderstand durch die fehlenden Außenspiegel reduziert, wodurch deutliche aerodynamische Vorteile entstehen. Ein Perfectly Keyless System erlaubt zudem die Öffnung des Fahrzeugs via Smartphone-App.

Foto: Nikola Two © Nikola Motors

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